Verkehr

Freie Fahrt im Brandbergtunnel

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)

Der Brandbergtunnel an der B 294 im Landkreis Emmendingen ist für den Verkehr freigegeben worden. Damit ist das Großprojekt „Ortsumfahrung Winden“ erfolgreich abgeschlossen.

Nach genau fünf Jahren Bauzeit ist der Brandbergtunnel an der B 294 im Landkreis Emmendingen für den Verkehr freigegeben worden. Damit ist der zweite Abschnitt der Ortsumfahrung Winden im Elztal eröffnet und das Großprojekt „Ortsumfahrung Winden“ erfolgreich abgeschlossen.

Zur feierlichen Verkehrsfreigabe kamen der Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Hartmut Höppner, Verkehrsminister Winfried Hermann und der Freiburger Regierungsvizepräsident Klemens Ficht. Die Patenschaft für den Tunnel übernahm Marita Schmieder als Vorsitzende der örtlichen Bürgerinitiative und ehemalige Gemeinderätin.

Staatssekretär Höppner betonte: „Dies ist ein guter Tag für die Gemeinde Winden und die gesamte Region. Knapp vier Jahre nach dem ersten Bauabschnitt wird mit der Fertigstellung des Brandbergtunnels der zweite Bauabschnitt der Ortsumfahrung Winden für den Verkehr freigegeben und nun auch Oberwinden vom Durchgangsverkehr entlastet. Der Bund investiert in das Gesamtprojekt mehr als 160 Millionen Euro, um so die Leistungsfähigkeit der Straße und damit die Verkehrssicherheit und Lebenssituation vor Ort deutlich zu verbessern.“

Verkehrsminister Hermann stellte fest: „Mit der Verkehrsfreigabe des Brandbergtunnels ist der Bau der Ortsumfahrung Winden abgeschlossen. Nach Niederwinden wird künftig auch Oberwinden aufatmen können. Die Umfahrung verringert die Verkehrsbelastungen entlang der bisherigen Ortsdurchfahrt. Das verbessert spürbar die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner.“

Entlastung für Oberwinden

Regierungsvizepräsident Ficht sagte: „Die Ortsumfahrung bedeutet eine große Entlastung für Oberwinden. Sie bietet jetzt auch die große Chance, die Ortsdurchfahrt neu zu gestalten. Möglich wurde das durch das beharrliche politische und bürgerschaftliche Wirken vieler Akteure in der Gemeinde und der Region. Wir danken den Anwohnerinnen und Anwohnern der Baustelle für ihre außerordentliche Geduld und der Gemeinde Winden für die hervorragende Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.“ 

Mit dem 881 Meter langen Brandbergtunnel ist nun auch der rund 2,5 Kilometer lange zweite Bauabschnitt der Ortsumfahrung Nieder- und Oberwinden im Zuge der Bundesstraße B 294 für den Verkehr freigegeben. Die knapp fünf Kilometer lange Strecke ist damit nach insgesamt neunjähriger Bauzeit komplett in Betrieb. Der neue Tunnel führt den Verkehr auf einem Fahrstreifen in jede Richtung durch den Brandberg. Er wurde in „Neuer Österreichischer Tunnelbauweise“ – also mittels Sprengungen – hergestellt. Für den sicheren Tunnelbetrieb führen drei Notausgänge über ein Treppenhaus beziehungsweise zwei Rettungsstollen ins Freie. Zusätzlich wurde zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner in Oberwinden eine rund 460 Meter lange und drei Meter hohe Lärmschutzwand gebaut.

Taucher im Einsatz

Viele ingenieurtechnische Herausforderungen machten das Straßenbauprojekt besonders spannend. So wurde das Trogbauwerk an der Zufahrt zum westlichen Tunnelportal mittels Unterwasserbetonage durch Taucher einer Spezialfirma aus den Niederlanden hergestellt. Erforderlich war dies aufgrund des hohen Grundwasserspiegels in dem Bereich. Insgesamt wurden 120.000 Kubikmeter Material für den Tunnel aus dem Brandberg gebrochen. Das entspricht rund 8.000 LKW-Ladungen.

Weitere Meldungen

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Radverkehr

Radfahrabzeichen stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Ein Zug steht an einem neuen Bahnsteig.
Schienenverkehr

Land schreitet bei Reaktivierung von Schienenstrecken voran

Junge Menschen steigen aus einem Zug am Bahnsteig aus.
Mobilität

Mobilstationen machen Verkehrsangebote sichtbarer

Eine Mutter geht mit einem Kinderwagen über einen Zebrastreifen.
Fußverkehr

15 Kommunen setzen sich für bessere Fußwege ein

Rückseite eines Fahrkartenautomates.
Schienenverkehr

Fahrkartenkauf aus einer Hand

Green Bond BW
Finanzmarkt

Land gibt sechsten Green Bond über 600 Millionen Euro aus

LKWs stehen auf einem Parkplatz.
Verkehr

Land verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Ein Straßenwärter mit orangenen Klamotten läuft auf einer Brücke.
Straßenverkehr

Ersatzneubau der Kochertal­brücke bei Unterkochen

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Mehrere Erwachsene und Kinder fahren Fahrrad in einer Fahrradstraße.
Mobilität

Mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Symbolbild: Ein Auto steht neben einem Baustellenschild am Neckartor. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
Straße

L 600a bei Heidelberg wieder vollständig befahrbar

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Landesweite Aktion „Sicherer Schulweg“