Auszeichnung

Staufermedaille für Doris und Ludwig Schülzle

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Vorderseite der Staufermedialle mit Inschrift „Die Staufer + 1079 - 1268“ und Thronbild von Kaiser Friedrich I. Barbarossa sowie Rückseite mit Drei-Löwen-Wappen des Landes Baden-Württemberg. (Bild: Land Baden-Württemberg)

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat Doris und Ludwig Schülzle aus Burladingen die Staufermedaille verliehen. Das Ehepaar betrieb bis Ende 2018 das Kino „Alb-Lichtspiele“, ein Zentrum des kulturellen Lebens in Burladingen.

Für besondere Verdienste um das Land Baden-Württemberg und insbesondere den Ländlichen Raum hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die von Ministerpräsident Winfried Kretschmann verliehene Staufermedaille des Landes an das Ehepaar Doris und Ludwig Schülzle aus Burladingen überreicht.

„Mit viel Idealismus haben Sie jahrzehntelang das Kino ‘Alb-Lichtspiele‘ in Burladingen betrieben. Damit haben Sie einen wichtigen und ganz persönlichen Beitrag zur Attraktivität des Ländlichen Raums geleistet. Als die Tore des Kinos im Dezember 2018 nach 66 Jahren schlossen, hat Burladingen nicht nur sein Kino, sondern eine echte Institution verloren“, sagte Hoffmeister-Kraut in ihrer Würdigung.

Kino „Alb-Lichtspiele“ war ein Ort der Begegnung

Das Kino sei für Jung und Alt ein Ort der Träume und der Emotionen gewesen, aber auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs. Doris und Ludwig Schülzle hätten dabei stets für ein anspruchsvolles Filmprogramm gestanden: „Wenig oberflächliches Action-Kino, dafür umso mehr Stoff zum Nachdenken, zum Schmunzeln und jede Menge Dokumentarfilme“, erinnerte die Ministerin. Bei manchen Premieren seien Produzenten und Regisseure sogar persönlich vor Ort gewesen. „Die Alb-Lichtspiele waren damit auch Zentrum des kulturellen Lebens in Burladingen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

In die Schlagzeilen gerieten die Alb-Lichtspiele 2015, als nach einem Dokumentarfilm zur rechtsextremen Szene die Fassade des Kinos mit Hakenkreuzen und Parolen beschmiert wurde. „Sie ließen sich nicht einschüchtern und zeigten trotz anfänglicher Bedenken nur kurze Zeit später einen Film über den Hitler-Attentäter Georg Elser. Ihr Programm wollten Sie sich von niemandem diktieren lassen. Das verdient höchsten Respekt und Anerkennung“, hob die Ministerin hervor.

Stauffermedaille ehrt Verdienste um das Land

„Viele Jahrzehnte lang haben Sie mit Ihrem Kino den Menschen Freude gemacht. Mit der Staufermedaille bringen wir dafür den Dank unseres Gemeinwesens zum Ausdruck“, so Hoffmeister-Kraut. Ludwig Schülzle wurde 1935 in Burladingen geboren. Mit 18 Jahren übernahm er das Kino seines früh verstorbenen Vaters. Gemeinsam mit seiner Frau Doris betrieb er die Alb-Lichtspiele in Eigenregie bis Dezember 2018.

Die Staufermedaille ist eine besondere persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Mit ihr werden Verdienste um das Gemeinwohl geehrt, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinaus im Rahmen eines ehrenamtlichen, gesellschaftlichen oder bürgerschaftlichen Engagements erworben wurden und über viele Jahre hinweg erbracht worden sind.

Weitere Meldungen

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Dreiteilige Collage mit jeweils einem Bild der Künstler: ANICA, Faxen, Freezy Bakery (von links nach rechts)
Landesjubiläum 2027

Song zum Landesjubiläum wählen

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.
Ehrenamt

Bewerbung für Engagement-Preis gestartet

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Esslingen Marktplatz Geiselbachkanal
Denkmalförderung

Rund 6,9 Millionen Euro für 63 Kulturdenkmale

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Wider­spruchsregelung bei Organspende