Forschung

Staufermedaille des Landes für Wolfgang Proske

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Vorderseite der Staufermedialle mit Inschrift „Die Staufer + 1079 - 1268“ und Thronbild von Kaiser Friedrich I. Barbarossa sowie Rückseite mit Drei-Löwen-Wappen des Landes Baden-Württemberg. (Bild: Land Baden-Württemberg)

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat Dr. Wolfgang Proske die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg überreicht. Herr Dr. Proske wurde für sein herausragendes und unverzichtbares Engagement bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in Baden-Württemberg geehrt.

Für seinen unermüdlichen Einsatz für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit Baden-Württembergs ist Dr. Wolfgang Proske mit der Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet worden. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer überreichte dem Herausgeber der Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer“ die Ehrung in Heidenheim im Namen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer sagte: „Mit mehr als 200 Artikeln verfasst von nahezu 130 Autorinnen und Autoren haben Dr. Wolfgang Proske und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter herausragendes Engagement gezeigt und einen unverzichtbaren Beitrag für die biographische Erschließung des Nationalsozialismus in Baden-Württemberg geleistet. Dafür danke ich ihm auch im Namen unseres Ministerpräsidenten ganz herzlich.“

Wolfgang Proskes Buchreihe leiste Hilfe zur Selbsthilfe bei der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in Baden-Württemberg, sagte Theresia Bauer weiter: „Die Auseinandersetzung mit diesem Teil unserer Geschichte ist immer unendlich schwierig. Die fortwährende Erforschung der lokalen Akteure, die Akkumulation von Wissen darüber, wie die Durchsetzung des Nationalsozialismus vor Ort funktioniert hat, ist daher unverzichtbar.“

Dr. Wolfgang Proske

Nach dem Studium der Soziologie und Geschichte in Regensburg war Dr. Wolfgang Proske 1980 Entwicklungshelfer in Botswana. Zurück in Deutschland nahm er ein Zweitstudium an den Universitäten Aachen, Hagen und Bremen auf, das er als Diplomsozialwissenschaftler abschloss. Es folgten die Ausübung des Lehrerberufs und dann die Promotion. 1994 ging er mit seiner Familie ins Ausland und leitete zwei Jahre die Deutsche Schule in Tripolis, Libyen. Seit 2014 ist er Vorstandsmitglied der Humanistischen Freidenker Ostwürttemberg sowie zweiter Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Betreuungen, Gegenseitige Hilfe & Kultur“. Von 2013 bis 2015 gehörte er dem Landesvorstand der „Humanisten Baden-Württemberg" an. Er führt humanistische Trauerfeiern durch, betreut Hinterbliebene, referiert und bietet Führungen zu historischen Orten und Gedenkstätten an. In Heidenheim hat er zudem die Bildung der Geschichtswerkstatt initiiert.

Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg

Die Staufermedaille ist eine persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten für Verdienste um das Land Baden-Württemberg und seine Bevölkerung. Mit der Staufermedaille werden Verdienste um das Gemeinwohl geehrt, die über die eigentlichen beruflichen Pflichten hinausgehen.

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