Rad

Rekord im Jubiläumsjahr – 42 Millionen Kilometer Stadtradeln

Drei Fahrradfahrer fahren auf einen Radschnellweg (Bild © dpa).

Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs STADTRADELN ausgezeichnet. Mehr als 222.000 Frauen und Männer sind in diesem Jahr im Aktionszeitraum von drei Wochen jeden Tag durchschnittlich neun Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Zusammen fuhren sie rund 42 Millionen Kilometer und vermieden fast 6.000 Tonnen Kohlendioxid.

Über 222.000 Frauen und Männer sind 2017 im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs STADTRADELN im Aktionszeitraum von drei Wochen jeden Tag durchschnittlich neun Kilometer mit dem Fahrrad gefahren. Das Rad wurde für viele das Haupttransportmittel. Im Wettbewerb um die meisten Kilometer bei Alltagsfahrten, fuhren sie zusammen rund 42 Millionen Kilometer. So vermieden sie fast 6.000 Tonnen Kohlendioxid.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat gemeinsam mit Thomas Brose vom europäischen Städtenetzwerk Klima-Bündnis die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs ausgezeichnet. Die Prämierungsfeier fand im Rahmen des 200-jährigen Fahrradjubiläums in Stuttgart statt. Dabei wurden in den drei Kategorien „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“, „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“ sowie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro Einwohner/in“ acht Kommunen und in der Sonderkategorie „RadPENDLER BW“, drei Pendlergruppen aus Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Zahlen belegen: Fahrradfahren wird immer attraktiver

„Diese positive Resonanz in hunderten Kommunen unterstreicht den Ruf nach einem umfassenden Ausbau der Radinfrastruktur und zeigt: das Fahrrad ist eine echte Alternative“, sagt Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis. Der Wettbewerb fand 2017, dem Jahr des 200-jährigen Fahrradjubiläums, bereits zum zehnten Mal statt, und stellte mit seinen deutschlandweit 620 teilnehmenden Kommunen einen neuen Rekord auf. „Fahrradfahren bietet im Alltag eine ausgezeichnete Möglichkeit, Strecken wie den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen gesundheitsbewusst und umweltfreundlich zurückzulegen. Genau hier setzt das ‚STADTRADELN‘ an“, so der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann. „Es gibt den Menschen einen Anstoß, das Fahrrad wieder stärker in ihrem Alltag zu nutzen. Das Land Baden-Württemberg hat 2017 erstmals die Kommunen bei der Teilnahme unterstützt. Dadurch konnten wir die Zahl der aktiven Städte, Gemeinden und Kreise im Land verdoppeln. Im nächsten Jahr werden wir die Kooperation mit STADTRADELN weiter ausbauen. Wir rufen bereits jetzt alle interessierten Kommunen dazu auf, mitzumachen“, so der Minister weiter.

Sonderkategorie „RadPENDLER BW“ stieß auf große Resonanz

Im Rahmen der Sonderauswertung „RadPENDLER BW“ wurden die Pendlerinnen- und Pendlerteams aus Baden-Württemberg ausgezeichnet, die im Rahmen des dreiwöchigen STADTRADELNs die meisten Kilometer zurückgelegt haben. Insgesamt beteiligten sich in 66 Kommunen rund 3.300 Bürgerinnen und Bürger in 220 Teams. Sie legten dabei eine Strecke von über 760.000 Kilometer zurück und vermieden 108 Tonnen Kohlendioxid. „Durchschnittlich rund acht Kilometer haben die vielen Pendlerinnen und Pendler in Baden-Württemberg an je fünf Tagen in der Woche mit dem Fahrrad zurückgelegt“, freute sich Verkehrsminister Hermann. „Das zeigt, dass das Fahrrad bereits jetzt auf dem Weg zur Arbeit oder in die Schule, für immer mehr Menschen im Land eine attraktive Alternative ist.“

Die Gewinner im Überblick

Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“:

  • 1. Platz: Thaining mit 262,4 Parlamentarier-Kilometern (9 von 9 Parlamentarier/innen legten insgesamt 2361,9 Kilometer zurück)
  • 2. Platz: Mettingen mit 216,5 Parlamentarier-Kilometern1 (27 von 27 Parlamentarier/innen legten insgesamt 5.846,8 Kilometer zurück)
  • 3. Platz: Bebensee mit 212,7 Parlamentarier-Kilometern1 (9 von 9 Parlamentarier/innen legten insgesamt 1.914,5 Kilometer zurück)
  • Bester Newcomer: Mettingen mit 216,5 Parlamentarier-Kilometern1

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“:

  • 1. Platz: Region Hannover mit 1.734.135 Kilometern; 246.247 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung
  • 2. Platz: Leipzig mit 1.352.708 Kilometern; 192.084 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung
  • 3. Platz: Düsseldorf mit 1.079.452 Kilometern; 153.282 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung
  • Bester Newcomer: Kreis Borken mit 971.695 Kilometern; 137.981 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro Einwohner/in“:

  • 1. Platz: Kattendorf 53,774 Kilometer pro Einwohner/in
  • 2. Platz: Bebensee mit 39,084 Kilometer pro Einwohner/in
  • 3. Platz: Thaining mit 34,031 Kilometer pro Einwohner/in
  • Bester Newcomer: Kattendorf (53,774 Kilometer)

Sonderkategorie „RadPENDLER BW“:

  • Immobilities – Wohnbau Kehl und Freunde (942,3 Kilometer, 133,8 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung)
  • CAS Software AG (6.105,5 Kilometer, 867 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung)
  • Mahle BSG & Kollegen (35.424,3 Kilometer, 5.030,3 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung)

Die Gewinnerinnen und Gewinner über „STADTRADELN“

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“: Bester Newcomer: Kreis Borken mit 971.695 Kilometern; 137.981 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung, Dr. Kai Zwicker, Landrat des Kreises Borken: „Stadtradeln ist eine wunderbare Aktion: Sie hält die Leute fit und schützt das Klima. Aktiv bleiben ist eine wichtige Sache und darum freuen wir uns, dass wir als Newcomer des Jahres ausgezeichnet wurden. Wir haben gerne mitgemacht bei dieser tollen Aktion.“

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“: 3. Platz: Düsseldorf mit 1.079.452 Kilometern; 153.282 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung, Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf: „Wir in Düsseldorf freuen uns sehr und sind auch ein bisschen stolz darauf, dass wir in diesem Jahr beim STADTRADELN auf dem Treppchen stehen. Das Fahrrad ist hier ein beliebtes Verkehrsmittel im Alltag, ist emissionsfrei, braucht wenig Platz ist gesund und macht Spaß.“

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“: 1. Platz: Region Hannover mit 1.734.135 Kilometern; 246.247 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung, Hauke Jagau, Regionspräsident von Hannover: „Das Fahrradfahren leistet ei-nen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz, für die Umwelt und natürlich auch für die Gesundheit jedes einzelnen. Daher ist es toll, dass so viele mitgemacht haben und ich freue mich aufs nächste Jahr. Das Ziel ist klar: das dritte Mal wollen wir dann wieder dabei sein und ich hoffe, Sie sind auch alle dabei.“

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern pro Einwohner/in“: 1. Platz: Kattendorf 53,774 Kilometer pro Einwohner/in und Bester Newcomer: Kattendorf (53,774 Kilometer), Horst-Helmut Ahrens, Bürgermeister von Kattendorf: „Für die 851 Einwohner der Gemeinde Kattendorf ist das Fahrrad ein wichtiges Verkehrsmittel. Das Fahr-radfahren macht in Kattendorf vor keinem Alter halt – ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Freizeitvergnügen oder bei organisierten Fahrradtouren.“

Kategorie „Fahrradaktivste Kommune mit den meisten Radkilometern (absolut)“: 2. Platz: Leipzig mit 1.352.708 Kilometern; 192.084 Kilogramm Kohlendioxid-Vermeidung, Heiko Rosenthal, Umweltbürgermeister Leipzig: „Wir haben mit 1,35 Millionen geradelten Kilometern für uns als Stadt einen neuen Rekord aufgestellt. Wir werden die Aktion auch in den nächsten Jahren als wichtigen Bestandteil Leipziger Mobilitätspolitik vorantreiben und in den nächsten Jahren neu angreifen und vielleicht auch auf dem Treppchen stehen.“

Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“: 2. Platz: Mettingen mit 216,5 Parlamentarier-Kilometern, Christina Rählmann, Bürgermeisterin von Mettingen: „Wir haben dieses Jahr zum ersten Mal beim STADTRADELN teilgenommen, hatten insgesamt 218 Teilnehmer, haben über 33.000 Kilometer in der Zeit zurückgelegt – und das finde ich eine ganz tolle Leistung. Fahrradfahren ist bei uns weit verbreitet, trotzdem ist es etwas Besonderes, dass so viele Leute diesem Aufruf gefolgt sind.“

Jens Kathrein, Klimaschutzmanager der Stadt Mettingen: „Ich finde es klasse, wie viele Bürgerinnen und Bürger bereits bei dem ersten Mal STADTRADELN in Mettingen teilgenommen haben. Ich freue mich, dass so viele Kommunen bundesweit teilgenommen haben und bin schon gespannt aufs nächste Jahr – da werden wir das Ganze nochmal ausweiten und mehr Routen anbieten.“

Kategorie „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“: 1. Platz: Thaining mit 262,4 Parlamentarier-Kilometern, Leonhard Stork, Bürgermeister von Thaining: „Wir haben dieses Jahr zum vierten Mal beim STADTRADELN teilgenommen und zum vierten Mal die Wertung „beste Kilometer mit den Parlamentariern“ gewonnen – darauf sind wir sehr stolz!“

Die Initiative RadKULTUR

Baden-Württemberg macht sich stark für die Entwicklung einer modernen und nachhaltigen Mobilität. Das Fahrrad und der Radverkehr nehmen dabei eine zentrale Rolle ein. Um das Mobilitätsverhalten im Land dauerhaft zukunftsfähig zu gestalten und den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr zu steigern, setzt sich die im Jahr 2012 vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg gestartete Initiative „RadKULTUR“ für eine fahrradfreundliche Mobilitätskultur im Land ein. Gemeinsam mit den vom Land geförderten „RadKULTUR-Kommunen“ bietet sie ein vielfältiges Programm, um den Spaß am Fahren zu fördern und die Menschen zu motivieren, in ihrem Alltag ganz selbstverständlich aufs Rad zu steigen.

Das Klima-Bündnis und dessen Kampagne STADTRADELN

Das Klima-Bündnis ist ein Netzwerk europäischer Kommunen in Partnerschaft mit indigenen Völkern, das lokale Antworten auf den globalen Klimawandel entwickelt. Seit 2008 dient das STADTRADELN dem Klimaschutz sowie der Radverkehrsförderung und kann weltweit von allen Kommunen an 21 zusammenhängenden Tagen vom 1. Mai bis 30. September durchgeführt werden.

RadKULTUR Baden-Württemberg

STADTRADELN

Staatssekretär Dr. Andre Baumann (Bild: Vertretung des Landes beim Bund)
  • Sommertour

Staatssekretär Andre Baumann auf Sommertour

  • Nahverkehr

Maskenmuffel haben in Bus und Bahn keinen Platz

Jagst bei Wollmershausen
  • Sommertour

Untersteller an der Jagst

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Stickstoffdioxid-Werte im Land sinken weiter

Luftfiltersäulen stehen am Stuttgarter Neckartor am Straßenrand. (Bild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa)
  • Luftreinhaltung

Wirksamkeit von Luftfiltersäulen bestätigt

Ein FLIRT-Triebwagen des Betreibers Go-Ahead Baden-Württemberg im Bahnhof Aalen (Bild: © Sebastian Berger).
  • Nahverkehr

Bereits 14.000 Pendler entschädigt

Minister Winfried Hermann spricht zum Publikum
  • KLIMASCHUTZ

Beispielhafter Klimaschutz im Verkehr

Ein Polizist geht an einem Warndreieck mit der Aufschrift „Unfall“ vorbei. (Foto: © dpa)
  • Polizei

Beste Verkehrsunfallbilanz

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  • Verkehrssicherheit

Geschwindigkeit senken rettet Leben

Umweltminister Franz Untersteller im Gespräch. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
  • Sommertour

Umweltminister Untersteller auf Sommertour

Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz besucht im Rahmen ihrer Ausbildungsreise die Firma Rolf Benzinger Spedition-Transporte GmBH im Tiefenbronn (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Ausbildung

Ausbildungsreise von Staatssekretärin Schütz

v.l.n.r.: Torsten Krenz (Konzernbevollmächtigter der DB AG für das Land Baden-Württemberg), Michael Groh (Regionalbereichsleiter Südwest der DB Station&Service) und Verkehrsminister Winfried Hermann stehen an einem provisorischen barrierefreien Bahngleis im Bahnhof Göppingen. (Bild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa)
  • Bahn

Verbesserungen für viele Bahnhöfe im Land

  • Nahverkehr

Mobilitäts-Checker berichten über Nahverkehr

Mitarbeiter der Straßenmeisterei im Einsatz (Foto: © dpa)
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Grundstein für modernste Straßenmeisterei im Land

Eine Monteurin arbeitet im Werk zwei des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an einem Getriebe für Lastwagen, das ZF Traxon heißt. (Bild: © picture alliance/Felix Kästle/dpa)
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Stabilisierungsmaßnahmen greifen, aber noch keine Entwarnung

Fachkräfte für Kreislauf- und Abfallwirtschaft bei der Arbeit
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Abfallbilanz für 2019 vorgestellt

Mitarbeiter arbeiten im Corona-Testzentrum am Stuttgarter Flughafen. (Bild: © picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
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Eine Frau steigt mit ihrem Fahrrad in einen Zug.
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  • Erneuerbare Energien

Energetische Sanierung der DHBW Villingen-Schwenningen abgeschlossen

Hochwasserrückhaltebecken in Reichenbach an der Fils
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Hochwasserrückhaltebecken in Reichenbach an der Fils eingeweiht

Eric Gauthier (l.) und Verkehrsminister Winfried Hermann (r.) (Bild: bwegt)
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Erfolgreiche Social-Media-Kampagne von bwegt und Eric Gauthier

VVerkehrsminister Winfried Hermann (l.) übergibt den Förderbescheid für das bundesweit einzigartige Projekt an EnBW-Chef Frank Mastiaux (r.) (Bild: Verkehrsministerium/Edgar Neumann)
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Land fördert städtische Schnellladeparks für E-Mobilität

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
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