Gleichstellung

Online-Auftakt zu den 16. Frauenwirtschaftstagen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Gleichstellung Online-Auftakt zu den 16. Frauenwirtschaftstagen

Unter dem Schwerpunktthema „Female Leadership – Chefinnen gesucht!“ finden vom 14. bis 17. Oktober die 16. Frauenwirtschaftstage statt. Bei einer Online-Auftaktveranstaltung betonte Staatssekretärin Katrin Schütz die Bedeutung von Frauen in Führungspositionen.

Staatssekretärin Katrin Schütz betonte anlässlich der Online-Auftaktveranstaltung zu den 16. Frauenwirtschaftstagen 2020 die Bedeutung von Frauen in Führungspositionen: „Frauen sind in Führungspositionen oder als Unternehmerinnen deutlich unterrepräsentiert. Dies wollen wir ändern, denn Baden-Württembergs wirtschaftlicher Erfolg hängt gerade auch von den Kompetenzen von Frauen als Fach- und Führungskräfte ab. Mit dem Schwerpunktthema ‚Female Leadership – Chefinnen gesucht‘ wollen wir Frauen zur Übernahme von Führungspositionen wie auch zur Unternehmensnachfolge ermutigen.“ Auch die Auswirkungen der Corona-Krise sollen thematisiert werden. „Frauen stehen in der Bewältigung der Corona-Krise an vorderster Front. Es darf nun keinen Rückfall in traditionelle Rollenbilder geben. Auch deshalb sind die Frauenwirtschaftstage dieses Jahr besonders wichtig.“

Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert

Frauen stellen mehr als die Hälfte der bundesdeutschen und baden-württembergischen Bevölkerung und ihr Anteil an allen Beschäftigten machte 2018 gut 46 Prozent aus. „Dennoch sind sie in der Wirtschaft und Politik in Führungspositionen deutlich unterrepräsentiert. Obwohl Frauen die Mehrzahl der Hochschulabsolvierenden stellen und im Schnitt bessere Examen machen“, kritisierte die Staatssekretärin. Der Frauenanteil in den Vorständen der Unternehmen liegt gemäß der Initiative FiDAR – Frauen in die Aufsichtsräte e. V. lediglich bei 10,7 Prozent. Auch in den Führungsetagen baden-württembergischer Betriebe sind Frauen deutlich unterrepräsentiert. In 2018 lag der Frauenanteil bei knapp 26 Prozent auf der ersten Führungsebene und immerhin 41 Prozent auf der zweiten Führungsebene.

„Frauen sind Trendsetterinnen in vielen Branchen und gestalten maßgeblich die Zukunft unserer Unternehmen und Gesellschaft. In Führungspositionen tragen sie zum wirtschaftlichen Erfolg von Baden-Württemberg bei und stehen für eine moderne und agile Unternehmenskultur. Im Rahmen der Frauenwirtschaftstage wollen wir Frauen, Männer und Unternehmen hierfür sensibilisieren“, so die Staatssekretärin über die Ziele der jährlichen Frauenwirtschaftstage.

Die Frauenwirtschaftstage

Unternehmerinnen und Betriebsnachfolgerinnen berichten übereinstimmend, dass sie in der unternehmerischen Selbständigkeit ihre fachlichen und beruflichen Qualifikationen adäquater verwerten konnten – sowohl im Hinblick auf die jeweiligen Tätigkeitsfelder als Chefinnen wie auch bezogen auf das Einkommen. „Eine Führungsaufgabe oder einen Betrieb zu übernehmen bedeutet nicht nur, Karrierechancen zu ergreifen. Im Vordergrund steht dabei vielmehr, eigene Ziele und Ideen zu verwirklichen, nach eigenen Qualitätsstandards arbeiten zu können und eine größere Autonomie und Flexibilität bei der Gestaltung der Arbeitszeit“, betonte Schütz.

Die Frauenwirtschaftstage finden 2020 bereits zum 16. Mal auf Initiative des Wirtschaftsministeriums statt. Vom 14. bis 17. Oktober werden landesweit knapp 80 Veranstaltungen von regionalen Partnern durchgeführt. Viele davon finden dieses Jahr im Online-Format statt, sodass auch eine überregionale Teilnahme möglich ist.

Wirtschaftsministerium: Programm und Anmeldung zu den 16. Frauenwirtschaftstagen

Wirtschaftsministerium: Veranstaltungskalender Frauenwirtschaftstage

Weitere Meldungen

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt