Forst

Natura 2000 im Kommunal- und Privatwald

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Wanderer gehen am beim Naturschutzgebiet Schliffkopf (Baden-Württemberg) im Schwarzwald durch den sogenannten Lotharpfad. (Foto: © dpa)

Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die biologische Vielfalt zu erhalten und ein zusammenhängendes Netz europäischer Schutzgebiete aufzubauen. Das Land unterstützt die Waldbesitzer bei der Umsetzung der Natura-2000-Richtlinie.

„Ziel der Landesregierung ist die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Aufbau eines zusammenhängenden Netzes europäischer Schutzgebiete. In Baden-Württemberg gibt es aktuell über 300 Natura 2000-Gebiete, die 11,7 Prozent der Landesfläche abdecken. Knapp zwei Drittel dieser Flächen sind bewaldet. Den Waldbesitzern kommt eine entscheidende Rolle dabei zu, die Ziele der Natura 2000 Richtlinie zu erreichen“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Baden-Baden anlässlich der ForstBW-Tagung zu Natura 2000 im Kommunal- und Privatwald.

Land unterstützt Waldbesitzer

Wälder seien im Vergleich zu anderen Landnutzungen großflächig, sie werden traditionell naturnah bewirtschaftet und bieten mit ihrer natürlichen Vielfalt einen Rückzugsraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. „Das Land hilft den Waldbesitzenden mit Know-How und finanziellen Anreizen. Die Broschüre ‚Natura 2000 im Kommunal- und Privatwald‘ bietet Waldbesitzern einen umfassenden Einblick zum Thema Natura 2000 im Wald und beschreibt, wie Anforderungen der Waldbewirtschaftung und Naturschutz zusammen gebracht werden können“, sagte der Minister. Darüber hinaus könnten die Waldbesitzer über die Verwaltungsvorschrift ‚Nachhaltige Waldwirtschaft‘ oder die Verwaltungsvorschrift ‚Umweltzulage Wald‘ finanzielle Unterstützung für die naturnahe Waldbewirtschaftung erfahren. „Insgesamt ist Natura 2000 mit Umsicht und mit den Mitteln der naturnahen Waldbewirtschaftung weitestgehend zu bedienen und gut in die Bewirtschaftung zu integrieren“, betonte der Minister.

Weitere Informationen

Baden-Württembergs Wälder sind aufgrund ihrer Großflächigkeit, ihrer hohen natürlichen Vielfalt und naturnahen Bewirtschaftung Lebensraum und Rückzugsstätte für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. In Baden-Württemberg gibt es aktuell 302 Natura 2000-Gebiete (90 Vogelschutzgebiete und 212 FFH-Gebiete). Rund zwei Drittel dieser Flächen sind bewaldet.

Mit der Broschüre „NATURA 2000 IM WALD VON BADEN-WÜRTTEMBERG“ möchte der Landesbetrieb ForstBW die Waldbesitzenden im Land bei der Umsetzung von Natura 2000 unterstützen.

ForstBW Broschüre: Natura 2000 im Wald von Baden-Württemberg (PDF)

Die Broschüre bietet Orientierung in den derzeitig laufenden Verordnungsverfahren zum Schutz der Fauna-Flora-Habitat-Gebiete, FFH-Gebiete, mit denen eine rechtsverbindliche Abgrenzung der FFH-Gebiete im Maßstab 1:5.000 sowie die Festlegung der Erhaltungsziele für die betreffenden Lebensräume und Pflanzen- und Tierarten erreicht werden sollen.

Die Tagung „Natura 2000 im Wald“ ist ein Beitrag des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zum Kommunikationsverfahren zu den Sammelverordnungen und richtet sich gezielt an durch die rechtliche Sicherung der FFH-Gebiete betroffene kommunale und private Waldbesitzende aller Besitzgrößen.

Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Wald und Naturerlebnis

ForstBW

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