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Kultur
  • 14.02.2018

Literaturstipendien des Landes gehen an drei Autorinnen

Die Jahresstipendien für Literatur des Landes gehen an die Nachwuchsautorinnen Fatma Aydemir, Simone Hirth und Iris Wolff. Die Autorinnen widmen sich in ihren literarischen Werken zentralen Themen wie Herkunft, Heimat und Neuanfang.

Die Nachwuchsautorinnen Fatma Aydemir, Simone Hirth und Iris Wolff erhalten die Jahresstipendien für Literatur des Landes Baden-Württemberg. „Mit den Literaturstipendien ermöglichen wir jungen Talenten, sichtbar zu werden und damit im Literaturbetrieb vorwärts zu kommen. Mit dieser Unterstützung können die drei Nachwuchsautorinnen ihren Beitrag zu wichtigen künstlerischen und gesellschaftlichen Diskursen leisten“, so Kunststaatssekretärin Petra Olschowski. Mit den Jahresstipendien möchte das Land vor allem jüngeren Autorinnen und Autoren Freiräume für ihre literarischen Projekte verschaffen und ihnen gleichzeitig zu einer größeren Öffentlichkeit verhelfen.

Fatma Aydemir hat die Jury mit ihrem gesellschaftspolitisch so hochbrisanten wie hochaktuellen Roman „Ellbogen“ überzeugt. Sie verwende nicht nur treffsicher die milieubedingte Sprache der Jugendlichen, sondern verstehe es auch, den Spannungsbogen bis zum überraschenden Schluss aufrechtzuerhalten, so die Fachjury. Simone Hirth lasse die Leser in ihrer teils lakonisch-sachlichen, teils grotesk-komischen Erzählung „Lied über die geeignete Stelle für eine Notunterkunft“ intensiv miterleben, wie die Protagonistin sich ihre Notunterkunft zusammenbaut und ihr Leben neu erfinde, so die Jury in ihrer Begründung. Mit unglaublich feinem Sprachgefühl und genauen Beobachtungen hat Iris Wolff mit ihrem Roman „So tun als ob es regnet“ der Jury zufolge ein großes, kraftvolles Buch geschrieben.

Über die Vergabe der Stipendien entscheidet jeweils eine Jury aus fachkundigen Persönlichkeiten des kulturellen und geistigen Lebens, der in diesem Jahr Oswald Burger (Literarisches Forum Oberschwaben), Christine Langer (freiberufliche Schriftstellerin), Dr. Beate Laudenberg (Literaturwissenschaftlerin, Pädagogische Hochschule Karlsruhe) und Dr. Stefanie Stegmann (Leiterin Literaturhaus Stuttgart) angehörten.

Die Stipendiatinnen erhalten jeweils 12.000 Euro für das Jahr. Außerdem sind sie eingeladen zu einer Lesereise vom 10. bis 12. Juni 2018, die sie ins Kulturzentrum Schloss Bonndorf, die Stadtbibliothek Stuttgart und die Literarischen Gesellschaft Karlsruhe führen wird, um sich  einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Stipendiatinnen

Fatma Aydemir, 1986 in Karlsruhe geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Amerikanistik in Frankfurt am Main lebt sie seit 2012 in Berlin. Sie arbeitet als Redakteurin bei der Tageszeitung taz. Als freie Autorin schreibt sie für Spex und Missy Magazine. Der Roman „Ellbogen“ ist ihr erstes Werk, für den sie auch den Klaus-Michael-Kühne Preis erhalten hat.

Simone Hirth, geboren 1985 in Freudenstadt, aufgewachsen in Lützenhardt/Schwarzwald studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie lebt als freischaffende Autorin und Lektorin in Kirchstetten/Niederösterreich. Sie erhielt verschiedene Preise und Stipendien, etwa das Start-Stipendium des BMUKK (Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Österreich), den Schwäbischen Literaturpreis 2014, das Hans-Weigel-Literaturstipendium 2015/16 sowie den Anerkennungspreis für Literatur des Landes Niederösterreich 2017. „Lied über die geeignete Stelle für eine Notunterkunft“ ist ihr erster Roman, im Februar 2018 erscheint der zweite mit Titel „Bananama“.

Iris Wolff, geboren 1977 in Hermannstadt/Siebenbürgen, studierte Germanistik, Religionswissenschaft und Grafik & Malerei in Marburg an der Lahn. Im Jahr 2013 erhielt sie ein Stipendium für Literatur der Kunststiftung Baden-Württemberg. Mit ihrem Roman „Halber Stein“ erhielt sie den Ernst-Habermann-Preis 2014. Sie ist neben dem Schreiben am Kulturamt der Stadt Freiburg im Breisgau tätig.


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