Innovation

Wirtschaft des Landes hat hohes Kreativpotential

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (r.) spricht auf der Landeskonferenz für Kreativwirtschaft „Kreativland Baden-Württemberg“ in Reutlingen. (Foto: Marc Lutz)

Anlässlich der Landeskonferenz für Kreativwirtschaft „Kreativland Baden-Württemberg“ in Reutlingen hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut die innovationspolitische und gesamtwirtschaftliche Bedeutung der kreativen Branchen hervorgehoben.

„Kreativschaffende haben als Innovationsmotor große strategische Bedeutung für die gesamte Wirtschaft Baden-Württembergs. Die innovationspolitische und gesamtwirtschaftliche Bedeutung der kreativen Branchen wird meiner Meinung nach unterschätzt. Studien zeigen immer wieder, dass die kreativen Zulieferindustrien als wichtiger Katalysator für Innovationen und wissensbasiertes Wachstum in zahlreichen anderen Branchen wirken“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Landeskonferenz für Kreativwirtschaft in Reutlingen.

Die Konferenz findet jährlich statt, soll die Sichtbarkeit der Kreativwirtschaft erhöhen und eine branchenübergreifende Vernetzung ermöglichen. Im Fokus stand in diesem Jahr, die Potenziale der Kreativwirtschaft und ihre Bedeutung als Standortfaktor aufzuzeigen.

Branchenübergreifende Vernetzung und passgenaue Wirtschaftsförderung

Für die zukünftige Entwicklung der Kreativwirtschaft sei ganz entscheidend, dass deren Akteure sich verstärkt mit anderen Branchen vernetzen. Im Bereich der branchenübergreifenden Vernetzung setzten die Aktivitäten der IHK Reutlingen deshalb genau richtig an. Die Kreativwirtschaft brauche auch passgenaue Angebote der Wirtschaftsförderung. Auf Bundes- und Länderebene werde daher seit langem darauf hingewirkt, klassische Wirtschaftsfördermaßnahmen verstärkt für die Kreativen zu öffnen, erklärte Hoffmeister-Kraut.

„In Baden-Württemberg stehen den Kreativen grundsätzlich alle Fördermaßnahmen des Landes offen. Besonders hinweisen möchte ich allerdings auf unser neues und bundesweit einmaliges Programm ‚MikroCrowd‘, das noch stärker die Gründung von Einzel- und Kleinstunternehmen unterstützen wird. Das wird der Gründungsdynamik in Baden-Württemberg einen neuen Schub geben und ist für die Kreativwirtschaft besonders interessant“, erläuterte die Wirtschaftsministern.

Auszeichnung „Ideenstark“ für Kreativschaffende

Am Montagabend wird Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz die Auszeichnung „Ideenstark“ für Kreativschaffende übergeben, die dieses Jahr zum ersten Mal ausgelobt wurde. Die Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH, das Kompetenzzentrum des Landes für die Medien- und Kreativwirtschaft, zeichnet zwölf Preisträger für deren Geschäftsidee aus. Die Gewinnerinnen und Gewinner können von einem einjährigen Programm profitieren: Coaching, Netzwerke, Workshops, Impulsreisen.

Branchenkomplex „Kultur- und Kreativwirtschaft“

Der unter dem Oberbegriff „Kultur- und Kreativwirtschaft“ zusammengefasste Branchenkomplex hat in Baden-Württemberg mit schätzungsweise mehr als 30.000 Unternehmen und deutlich über 200.000 Beschäftigten eine beachtliche Größenordnung. Je nach Indikator erreicht die Branche meist um die drei Prozent gesamtwirtschaftliches Gewicht und ist damit beispielsweise mit der Finanzwirtschaft vergleichbar. Die Kreativwirtschaft ist insgesamt sehr heterogen; neben großen und namenhaften Unternehmen sind die vielen Klein- und Kleinstunternehmen mit beachtlichem Leistungsportfolio charakteristisch. Die zahlreichen kleinen und mittelgroßen Unternehmen sind „Experimentierraum“ für neue Arbeitsformen und plattformbasierte Geschäftsmodelle; Lösungen aus dem Games-Bereich wie virtuelle Realität haben technische Komponenten massentauglich und damit kostengünstig gemacht, so dass sie jetzt auch in der Industrie umfangreiche Anwendungen finden können. „Gamification“ leistet einen Beitrag, neue Geschäftsmodelle in allen Branchen zu finden. Die Unternehmen der Kreativbranchen sind im Bereich der Digitalisierung oftmals schon sehr weit fortgeschritten.

Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg: Innovationsagentur für Medien- und Kreativwirtschaft

Weitere Meldungen

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft