Europa

Land unterstützt Andrássy-Universität mit 500.000 Euro pro Jahr

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Andrássy-Universität Budapest, v.l.n.r.: Ministerialdirigentin Dr. Alexandra Zoller, Europaminister Guido Wolf, Paul Nemeth und Willi Stächele (Foto: Ministerium der Justiz und für Europa Baden-Württemberg)

Das Land unterstützt die deutschsprachige Andrássy-Universität in Budapest mit bis zu 500.000 Euro pro Jahr. Der neue Beauftragte des Landes für die Universität ist Ministerialdirigent a.D. Claus-Peter Clostermeyer.

Baden-Württemberg unterstützt die deutschsprachige Andrássy-Universität in Budapest weiterhin mit bis zu 500.000 Euro pro Jahr. Zudem ist die Zuständigkeit für die Universität innerhalb der Landesregierung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst auf das Ministerium der Justiz und für Europa übergegangen. Neuer Beauftragter des Landes für die Andrássy-Universität ist Ministerialdirigent a.D. Dr. Claus-Peter Clostermeyer. Das teilte Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf mit.

Minister Guido Wolf dankte Minister a.D. Prof. Dr. Peter Frankenberg, der seit 2011 Vertreter des Landes Baden-Württemberg in Kuratorium und Stiftungsrat der Universität war und wesentlich zur Entwicklung der Hochschule zur ungarischen Exzellenzuniversität beigetragen hat. Sein weiterer Dank galt der Dieter Schwarz-Stiftung (Neckarsulm), die die Hochschule, nachdem sie sie bereits in der Vergangenheit gefördert hatte, im Jahre 2018 mit 250.000 Euro unterstützen wird.

Land finanziert Lehrangebot in Rechts- und Staatswissenschaften

In einer gemeinsamen Initiative gründeten 2001 in Ulm die vier Donauländer Baden-Württemberg, Bayern, Österreich und Ungarn die deutschsprachige Andrássy-Universität Budapest. Als europäische Universität wird sie von den Partnerländern Bundesrepublik Deutschland, Baden-Württemberg und Bayern sowie von Österreich und Ungarn getragen. Förderländer sind die Schweiz und die Region Trentino-Südtirol. Baden-Württemberg stellt Fördermittel zur Verfügung, um das Lehrangebot in den Rechts- und Staatswissenschaften zu finanzieren. Die Mittel werden von der Universität Heidelberg eingesetzt, die akademisches Personal – Professoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – an die Hochschule entsendet.

In der noch laufenden Finanzierungsperiode betrug der Beitrag Baden-Württembergs 500.000 Euro pro Jahr. Dieser wurde 2016/17 gemeinsam von der Dieter Schwarz-Stiftung, der Baden-Württemberg-Stiftung sowie durch einen einmaligen Zuschuss aus dem Landeshaushalt in Höhe von 250.000 Euro getragen.

Die Dieter Schwarz-Stiftung wird die Universität auch 2018 nochmals mit 250.000 Euro unterstützen, das Land leistet einen Beitrag in derselben Höhe. Ab 2019 wird das Land die Universität jährlich mit bis zu 500.000 Euro fördern. Das hatte der Ministerrat bereits Mitte Oktober beschlossen. Die Landesregierung bemüht sich jedoch nachdrücklich darum, dass ein Finanzierungsbeitrag künftig auch wieder von einer Stiftung geleistet wird.

Andrássy-Universität ist europäisches Musterprojekt

Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf, in dessen Zuständigkeit die Universität nun fällt, besuchte vergangene Woche – gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Europa-Ausschusses des Landtags Willi Stächele und den Abgeordneten Paul Nemeth und Lars Patrick Berg – die Andrássy-Universität. Dort nahm er an einer Diskussion mit derzeitigen und ehemaligen Studierenden teil. Zahlreiche ehemalige Studierende berichteten dem Minister, dass sie – dank ihres Studiums an der Andrássy-Universität – berufliche Positionen innehaben, die deutsch-ungarische Beziehungen betreffen, beispielweise im ungarischen Außen- oder Justizministerium.

Minister Wolf sagte: „Die Andrássy-Universität ist ein europäisches Musterprojekt, das es jungen Leuten ermöglicht, ihr Rüstzeug für Positionen zu erhalten, in denen sie tagtäglich die Beziehungen zwischen den Ländern Europas mitgestalten können. Baden-Württemberg verbindet mit Ungarn eine traditionelle Freundschaft. Die Idee von Erwin Teufel, europäische Führungskräfte an einer deutschen Universität in Ungarn auszubilden und damit gemeinsame Werte zu stärken, ist aktueller denn je. Gerade im Hinblick auf die aktuelle Situation in Ungarn, ist es ein wichtiges Signal, eine exzellente Universität, an der die Wissenschaftsfreiheit hochgehalten wird, zu unterstützen.“

Die Andrássy-Universität Budapest

An der Andrássy-Universität Budapest (AUB) lernen derzeit rund 200 Studierende aus mehr als 20 Ländern. Die Universität bietet verschiedene postgraduale Studienangebote in deutscher Sprache an, die zu Führungsaufgaben in der EU und der bilateralen Zusammenarbeit befähigen. Das Angebot wird in erster Linie von Studierenden aus Ungarn und Deutschland sowie anderen Mittel- und Osteuropäischen Staaten angenommen. Geleitet wird die Universität seit Februar 2017 von Rektor Prof. Dr. Dietmar Meyer.

Andrássy-Universität Budapest

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