Kunst und Kultur

Land treibt kulturellen Austausch mit Namibia voran

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Nangolo Mbumba (l.), Vizepräsident von Namibia, und Katrina Hanse-Himarwa (M.), namibische Bildungs- und Kulturministerin, betrachten eine Peitsche, die dem verstorbenen Nationalhelden Hendrik Witbooi gehörte und durch das Land zurückgegeben wurde. (Bild: picture alliance/Johanna Absalom/XinHua/dpa)
Nangolo Mbumba (l.), Vizepräsident von Namibia, und Katrina Hanse-Himarwa (M.), namibische Bildungs- und Kulturministerin, betrachten am 26. Februar 2019 eine Peitsche, die dem verstorbenen Nationalhelden Hendrik Witbooi gehörte und durch das Land zurückgegeben wurde.

Drei Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Namibia sind im Rahmen eines Projektes der Namibia-Initiative des Landes zu Gast in Baden-Württemberg. Das Land treibt den Austausch mit Namibia kraftvoll voran und baut die Zusammenarbeit auf ganzer Linie aus.

Am Montag, 23. August, trifft sich Kunstministerin Theresia Bauer mit drei namibischen Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie der Historikerin und Kuratorin Memory Biwa, die von Anfang Mai 2021 bis Ende September 2021 im Rahmen des Projektes „Hidden Pasts, Shared Futures“ der Akademie Schloss Solitude in Baden-Württemberg zu Gast sind. Das Projekt ist Teil der Namibia-Initiative des Landes, die das baden-württembergische Kunstministerium 2019 anlässlich der Rückgabe von Bibel und Peitsche des Nationalhelden Hendrik Witbooi aufgelegt hat und an der sich rund 36 Einrichtungen in Baden-Württemberg und Namibia beteiligen.

„Die Pandemie hindert uns nicht daran, den Austausch mit Namibia kraftvoll voranzutreiben – im Gegenteil: Wir bauen die Zusammenarbeit auf ganzer Linie aus und treiben den internationalen Dialog weiter voran. Ich freue mich deshalb sehr auf einen interessanten und vielfältigen Austausch und begrüße die namibischen Künstlerinnen und Künstler hier in Baden-Württemberg herzlich“, sagte Kunstministerin Theresia Bauer.

Nachhaltiger kultureller Austausch

Mit dem Projekt der Akademie Schloss Solitude soll in erster Linie ein nachhaltiger kultureller Austausch zwischen Namibia und Baden-Württemberg entstehen und wachsen. Dazu trägt eine zweiteilige Workshop-Reihe in Namibia und in Stuttgart bei. Die Workshops finden im November 2021 in Namibia und im Juni 2022 in Stuttgart statt. An der Ausrichtung des ersten Workshops in Namibia sind neben der Akademie Schloss Solitude das Goethe Institut Windhoek und die National Arts Gallery of Namibia beteiligt. Der zweite Baustein des Programmbeitrags der Akademie Schloss Solitude ist ein Residenzprogramm mit Stipendien für namibische und deutsche Künstlerinnen und Künstler und Literatinnen und Literaten. Drei Stipendiatinnen und Stipendiaten aus Namibia verbringen vier Monate in Stuttgart, im Austausch reisen drei Stipendiatinnen und Stipendiaten der Akademie nach Namibia, wo sie selbstständig an ihren Kunstprojekten arbeiten.

„Dieser Besuch ist einer von vielen Bausteinen unserer Namibia-Initiative, der dazu beiträgt, ein weit verzweigtes Netzwerk zwischen Namibia und Baden-Württemberg aufzubauen und zu festigen“, so die Kunstministerin. „Ich bin fest davon überzeugt, dass der Austausch von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Künstlerinnen und Künstlern es uns ermöglicht, über den gemeinsamen Dialog unsere Gesellschaften und die Welt in einem neuen Licht zu sehen“.

Namibia-Initiative des Landes

Das Land Baden-Württemberg stellt sich seiner historischen Verantwortung im Zusammenhang mit dem deutschen Kolonialismus und anerkennt das während dieser Zeit geschehene Unrecht. Die politischen, wirtschaftlichen, ethischen, sozialen und kulturellen Folgen wirken bis heute nach. Das Land Baden-Württemberg will und möchte bei der Aufarbeitung des kolonialen Erbes und seiner Folgen Vorreiter sein.

Ein erster Schritt und Auftakt zu einem internationalen Dialog war die Rückgabe der Familienbibel und Peitsche des Nama-Anführers Hendrik Witbooi (1830-1905) an den Staat Namibia im Jahr 2019 und der damit verbundene Start der Namibia-Initiative.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Namibia-Initiative

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst: Provenienzforschung

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Kontrabassistin und Komponistin Tabea Kind
Kunst und Kultur

Tabea Kind erhält Jazz-Preis Baden-Württemberg 2026

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Sergej Gößner
Kunst und Kultur

Sergej Gößner erhält Jugendtheaterpreis

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Menschliche Schatten bei einer Performance auf einer Bühne
Kunst und Kultur

Land fördert Privattheater mit 243.000 Euro

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet

Die CO.VISION Co-Teams beim Kick-off-Treffen im März 2026 in Stuttgart auf einem Gruppenfoto.
Kreativwirtschaft

Neun interdisziplinäre Innovationsprojekte für kreative Transformation

Deutsche Delegation beim 4. Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen
Europa

Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Marcus Maria Grube, Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen (WLB)
Kunst und Kultur

Marcus Grube bleibt Intendant der Württembergischen Landesbühne

Gruppenfoto der Teilnehmenden der 53. Sportministerkonferenz auf Norderney
Sport

53. Sportministerkonferenz auf Norderney