Ressourceneffizienz

Fünfter Phosphor-Kongress

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Kläranlage (Symbolbild: Patrick Seeger/dpa)

Das Land nimmt bei der Rückgewinnung von Phosphor eine europaweit beachtete Führungsrolle ein. Beim fünften Phosphor-Gipfel in Stuttgart betonte Umweltminister Franz Untersteller, dass weitere Projekte zur Rückgewinnung des Rohstoffes entwickelt werden sollen.

Bereits zum fünften Mal veranstalten das baden-württembergische Umweltministerium und der DWA-Landesverband Baden-Württemberg gemeinsam den Kongress „Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft“. Die Veranstaltung im Kursaal in Stuttgart-Bad Cannstatt mit rund 200 Gästen aus dem ganzen Bundesgebiet und den europäischen Nachbarstaaten steht im Zeichen der Neuausrichtung der Klärschlammentsorgung.

„Zum Schutz unserer Umwelt ist die thermische Verwertung der Klärschlämme der einzig richtige Weg“, machte Umweltminister Franz Untersteller zu Beginn des Kongresses deutlich. Im Land werden die anfallenden Klärschlämme bereits seit vielen Jahren nahezu vollständig verbrannt. „Eine bodenbezogene Verwertung, wie sie die Klärschlammverordnung des Bundes für kleinere Kläranlagen weiterhin zulässt, darf hier im Land auch in Zukunft keine Rolle mehr spielen. Es wäre geradezu grotesk, die Schadstoffe, die aus dem Abwasser im Klärschlamm gezielt aufkonzentriert wurden, wieder direkt über die Felder in die Umwelt zu bringen“, erläuterte der Minister.

Land steht bei der Rückgewinnung von Phosphor europaweit an der Spitze

Viele Kläranlagenbetreiber und Abwasserzweckverbände im Land haben bereits damit begonnen, Strategien und Lösungen zu erarbeiten, um ihre Klärschlammentsorgung zukunftsfähig auszurichten. Dabei steht auch die Phosphor-Rückgewinnung auf der Agenda. Die Betreiber und Verbände verfolgen jeweils unterschiedliche Ansätze. Sie reichen von interkommunalen Zusammenschlüssen zum überregionalen Betrieb von Klärschlammverbrennungsanlagen mit Rückgewinnung von Phosphor bis hin zu dezentralen Ansätzen mit einer Rückgewinnung auf der Kläranlage und anschließender stofflich-energetischer Verwertung der Klärschlämme in nahegelegenen Zementwerken.

„Baden-Württemberg nimmt bei der Rückgewinnung von Phosphor bereits heute eine europaweit beachtete Führungsrolle ein“, sagte Untersteller. „Ausruhen dürfen und wollen wir uns auf diesem Erfolg aber nicht. Unser Ziel ist es, weitere Projekte zur Rückgewinnung dieses lebensnotwendigen Rohstoffs zu realisieren und die Verwertung von Recycling-Phosphaten im Land weiter voranzubringen.“ Es gelte, Phosphor nachhaltiger zu nutzen und eine hochwertige regionale Kreislaufführung zu erreichen.

Fünfter Phosphor-Gipfel: Phosphor – ein kritischer Rohstoff mit Zukunft

Umweltministerium: Phosphor-Rückgewinnung in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tierschutz

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen