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EU-Förderung für innovative kleine und mittelständische Unternehmen

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Arbeiter in einem Lager.

Die Europäische Union unterstützt seit drei Jahren kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen. Das Wirtschaftsministerium sieht darin eine wertvolle Unterstützung, um Innovationsprojekte bis zur Marktreife zu bringen. Die öffentliche Förderung für Forschung und Entwicklung spiele eine wichtige Rolle beim Ausbau der Innovationskraft.

„Baden-Württemberg ist Europas innovationsstärkste Region. Um unseren Spitzenplatz beim Innovationspotential innerhalb der Europäischen Union und möglichst auch im weltweiten Wettbewerb langfristig zu sichern, müssen wir unsere Innovationsfähigkeit - vor allem bei den kleinen und mittleren Unternehmen - weiter ausbauen“, sagte Ministerialdirektor Hubert Wicker anlässlich der Eröffnung der Veranstaltung „3 Jahre KMU-Instrument: Europäische Förderung für den innovativen Mittelstand“ in der Staatsgalerie Stuttgart.

Das so genannte KMU-Instrument ist eine Fördermaßnahme des europäischen Forschungsprogramms Horizont 2020. Mit einer Förderung von bis zu 2,5 Millionen Euro will die EU bis zum Jahr 2020 7.500 kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung ihrer innovativen Ideen unterstützen. „Die Europäische Innovationsförderung ist für den Mittelstand in Baden-Württemberg attraktiv, denn sie ist eine wertvolle Unterstützung, um Innovationsprojekte bis zur Marktreife zu bringen“, so Wicker.

Ziel der Landesregierung sei es, das KMU-Förderinstrument im Land bekannter zu machen und mehr Unternehmen zu motivieren, sich für die Förderung zu bewerben.

Die EU stellt im Zeitraum von 2014 bis 2020 europaweit für das KMU-Instrument drei Milliarden Euro bereit. Seit 2014 sind Fördermittel in Höhe von rund 75 Millionen Euro nach Deutschland geflossen, darunter zehn Millionen Euro nach Baden-Württemberg.

„Kein anderes nationales oder europäisches Innovationsförderprogramm ermöglicht vergleichbar hohe Förderbeträge für einzelne kleine und mittlere Unternehmen. Dementsprechend hart ist der Wettbewerb um diese Fördermittel. Es gibt aber bereits erfolgreiche Förderanträge aus Baden-Württemberg. Das zeigt, dass es viele hochinnovative baden-württembergische Unternehmen gibt, die sich im europäischen Wettbewerb behaupten“, so der Ministerialdirektor.

Prof. Wilhelm Bauer, Technologiebeauftragter des Landes Baden-Württemberg und geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IAO ergänzte: „Eine öffentliche Förderung für Forschung und Entwicklung spielt gerade für kleine und mittelständische Unternehmen eine wichtige Rolle beim Ausbau ihrer Innovationskraft. Sie ersetzt aber nicht den unbändigen Willen, im Innovationswettbewerb zu den Gewinnern zählen zu wollen.“

Europäische Förderung für den innovativen Mittelstand

Seit dem Start des KMU-Instruments im Jahr 2014 wurden europaweit insgesamt rund 880 Millionen Euro an Fördermitteln an circa 2.400 kleine und mittlere Unternehmen bewilligt. Größtes Empfängerland ist dabei Spanien mit einer Fördersumme von rund 155 Millionen Euro für über 450 Unternehmen. Nach Auswertungen der Europäischen Kommission für die Jahre 2014 bis 2015 sind die geförderten Unternehmen dabei im Durchschnitt rund elf Jahre alt, haben einen jährlichen Umsatz von vier Millionen Euro und 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Junge Unternehmen, die bis zu drei Jahre alt sind, haben rund ein Viertel der bisherigen Fördersumme erhalten.

Unterstützung zum Antragsverfahren bietet in Deutschland die Nationale Kontaktstelle (NKS) in Bonn. Für Baden-Württemberg steht darüber hinaus vor Ort die Steinbeis 2i GmbH mit ihrem Know-how zur Verfügung und bietet landesweit Beratungsworkshops an.

NKS-KMU: Nationale Kontaktstelle

Steinbeis-Europa-Zentrum: Drei Jahre KMU-Instrument

European Comission: Interaktive Karte mit Statistiken zum Abfluss der Fördermittel

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