Windkraft

Erfolg beim Bürokratieabbau für Windkraftanlagen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Windräder stehen während des Sonnenaufgangs auf einem Feld.

Im Bundeskabinett wurde eine Initiative aus Baden-Württemberg zum Bürokratieabbau für Windkraftanlagen beschlossen. Sie wird für Betreiber von Windkraftanlagen eine immense Erleichterung darstellen.

Die Bundesregierung hat eine erfolgreiche baden-württembergische Initiative auf der Justizministerkonferenz aufgegriffen. In seiner gestrigen Sitzung hat das Bundeskabinett beschlossen, die Übertragbarkeit von Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien zu erleichtern. Baden-Württemberg konnte auf der Justizministerkonferenz im Frühjahr 2022 erfolgreich dafür werben, im Bereich der erneuerbaren Energien ein kompliziertes, bürokratisches Hindernis zu beseitigen. In Paragraph 1092 Absatz 3 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) soll nunmehr geregelt werden, dass eine beschränkte persönliche Dienstbarkeit ausnahmsweise übertragbar sein soll, wenn sie dazu berechtigt, ein Grundstück zur Gewinnung erneuerbarer Energien zu nutzen.

Ministerin der Justiz und Migration Marion Gentges sagte: „Es klingt hochkomplex, wird für Betreiber von Windkraftanlagen aber eine immense Erleichterung darstellen. Die Übertragung einer Windkraftanlage von einem Betreiber auf den anderen ist eigentlich ein ganz gewöhnlicher Vorgang. Trotzdem ist es bislang leider eine umständliche und hochkomplexe Angelegenheit. Seit Monaten setzen wir uns deshalb dafür ein, hier bürokratische Hindernisse abzubauen. Ich bin sehr froh, dass die Bundesregierung diesen wichtigen Verbesserungsvorschlag nun aufgegriffen hat und eine Ausnahmeregelung im Bürgerlichen Gesetzbuch aufnimmt.“

Nutzungsrechte für Grundstücke zukünftig einfacher übertragbar

Der Verbesserungsvorschlag zielt auf folgendes Grundproblem ab: Windkraftanlagen werden in der Regel auf fremden Grundstücken errichtet. Hierzu wird dem Anlagenbetreiber vom Grundstückseigentümer eine sogenannte persönliche Dienstbarkeit, also ein Nutzungsrecht an dem Grundstück, eingeräumt. Diese Dienstbarkeit ist im Grundsatz aber nicht auf einen Dritten übertragbar. Das führt in der Praxis zu Problemen, wenn die Windkraftanlage übertragen und von einem Nachfolgeunternehmen weiterbetrieben werden soll. In der Praxis müssen hierfür bislang umständliche, bürokratisch aufwendige Rechtskonstruktion entwickelt werden, die den Anlagenbetreiber durch umfangreiche Beratung von spezialisierten Anwälten und notwendige langwierige Eintragungsverfahren bei den ohnehin belasteten Grundbuchämtern Zeit und Geld kosten. Indem für Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien eine Ausnahme vom Grundsatz der Unübertragbarkeit der Dienstbarkeit geschaffen wird, werden die Vorgänge deutlich vereinfacht und beschleunigt. 

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Zehn Punkte für einen starken Automobilstandort

Ein Gaszähler an einer Gastherme.
Energie

Walker kritisiert Ausschreibungsergebnisse für Back-Up-Kraftwerke

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Zug im Landesdesign
Schienenverkehr

Akku-Züge für Tauber- und Madonnenlandbahn: Planung startet

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der B10 zwischen Geislingen und Amstetten
Verkehr

B 10 zwischen Geislingen und Amstetten nach Sanierung wieder frei

Übergabe des neuen Dienstgebäudes der Staatsanwaltschaft Ellwangen
Justiz

Neues Dienstgebäude für die Staatsanwaltschaft Ellwangen

Zentrale Vereidigungsfeier der Polizei Baden-Württemberg in der voll besetzten Helios Arena in Villingen-Schwenningen
Polizei

Über 1.100 neue Polizistinnen und Polizisten feierlich vereidigt

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn a.D. Dr. Carsten Witt und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Heilbronn tritt in Ruhestand

von links nach rechts: Präsidentin des Landesarbeitsgerichts Dr. Betina Rieker, Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg a.D. Martin Gremmelspacher, und Amtschefin Gerda Windey
Justiz

Direktor des Arbeitsgerichts Freiburg tritt in Ruhestand

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Der Ladestecker eines elektrisch betriebenen Renault ZOE (Bild:© dpa)
Mobilität

Carsharing-Förderung diesmal auch für Hybridfahrzeuge

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Staatssekretär Siegfried Lorek MdL
Opferschutz

Land stärkt Opferschutz und stellt sich Antisemitismus entgegen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen