Forschung

Erfolg bei Einwerbung europäischer Forschungsgelder

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Stuttgart, arbeitet an einer Tropfenkammer.

Baden-Württemberg war erneut erfolgreich bei der Einwerbung europäischer Forschungsgelder. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von vier Universitäten im Land erhalten insgesamt 12,5 Millionen Euro im Rahmen sogenannter „Advanced Grants“ des Europäischen Forschungsrats.

Baden-Württembergische Forscherinnen und Forscher haben bei der aktuellen Ausschreibung der Advanced Grants des Europäischen Forschungsrates (ERC) Mittel in Höhe von rund 12,5 Millionen Euro eingeworben. „Das ist erneut ein überragender Erfolg der Exzellenz baden-württembergischer Forscherinnen und Forscher“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

„Ich gratuliere unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diesem Erfolg, eine derart stolze Summe für die Forschung ins Land zu holen. Dies zeigt, dass sich mit unserer Forschungspolitik wissenschaftliches Potential im Land auf hervorragende Weise entfalten kann und wir damit auf dem richtigen und erfolgreichen Weg in die Zukunft sind“, betonte Theresia Bauer.

Die Advanced Grants für Baden-Württemberg haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in den Disziplinen Lebenswissenschaften, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie Sozial- und Geisteswissenschaften eingeworben. Sie gehen nach Heidelberg, Konstanz, Stuttgart und Tübingen:

Mit den ERC-Grants wurde 2007 ein europaweiter Wettbewerb in der Grundlagenforschung in Gang gesetzt, der mittlerweile die Standards für Forschungsexzellenz in Europa setzt. Der European Research Council (ERC) fördert riskante, aber bahnbrechender Pionierforschung, die wissenschaftliche Exzellenz der Projektidee und des Antragstellenden sind dabei alleiniges Evaluierungskriterium. Die Ausschreibungen der Grants tragen dazu bei, internationale Spitzenforscher aus der ganzen Welt nach Europa zu holen. Ministerin Bauer sagte: „Die Spitzenforschung ist für die Lösung der großen Zukunftsfragen der Gesellschaft unverzichtbar. Deshalb unterstützt das Land die Vorhaben in diesem Bereich nachdrücklich. Baden-Württemberg ist damit gut gerüstet, um im harten nationalen und internationalen Wettbewerb der Forschungsexzellenz nachhaltig erfolgreich zu bleiben.“

European Research Council

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council – ERC) ist eine von der Europäischen Kommission eingerichtete Institution zur Finanzierung von grundlagenorientierter Forschung. Er existiert seit 2007 unter mehreren Rahmenprogrammen der Europäischen Union (EU) für Forschung und Innovation.

Die ERC Advanced Grants 2020 stellen die letzte ERC-Förderung unter dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ dar. Von 2021 bis 2027 wird der ERC über das neue EU-Rahmenprogramm "Horizont Europa" finanziert. Gefördert werden Forschende aller Disziplinen. Je nach Karrierestand ist eine Bewerbung in den folgenden vier Förderlinien möglich:

  • Starting Grants für Forschende in einem Zeitfenster von zwei bis sieben Jahren nach Promotion, mit bis zu 1,5 Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Consolidator Grants für für Forschende in einem Zeitfenster von sieben bis zwölf Jahren nach Promotion, mit bis zu 2 Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Advanced Grants für erfahrene exzellente Forschende mit bis zu 2,5 Millionen Euro über maximal fünf Jahre
  • Synergy Grants für Gruppen von zwei bis vier Forschenden und ihren Teams mit bis zu zehn Millionen Euro über maximal sechs Jahre

Forschende die bereits einen ERC Grant eingeworben haben und die aus dem Projekt entstandenen Ideen in Innovationen überführen möchten, können zusätzliche Mittel über die Proof of Concept-Ausschreibungen des ERC einwerben.

European Research Council: Advanced Grants

Weitere Meldungen

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
Fußverkehr

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Schienenverkehr

340 Millionen Euro für Digitalen Knoten Stuttgart

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform