Landwirtschaft

Direktor des LTZ in den Ruhestand verabschiedet

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Landwirtschaft Direktor des LTZ in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Norbert Haber, Direktor des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ), wurde in den Ruhestand verabschiedet. Minister Peter Hauk würdigte seine Verdienste nach über 40 Jahren im Dienst des Landes.

„Das LTZ Augustenberg hat sich zu einem hochmodernen Technologiezentrum für die Landwirtschaft und zu einer wichtigen Institution im Land entwickelt. Hier finden umfassende Versuche zum Pflanzenschutz statt sowie zum Acker- und Pflanzenbaus, insbesondere Untersuchungen von Pflanzen, Saatgut und Böden. Es informiert und berät die landwirtschaftlichen Akteure in aktuellen Fragen zum vorbeugenden Verbraucherschutz, zu Nahrungs- und Futtermittelsicherheit, zum Schutz natürlicher Ressourcen, zur ökologischen und wirtschaftlichen Pflanzenproduktion. Die Arbeit des LTZ leistet damit einen wichtigen Beitrag, um die Landwirtschaft in Baden-Württemberg zu transformieren und sie vor dem Hintergrund vieler Krisen und neuen Anforderungen der Gesellschaft zukunftsfähig aufzustellen. Das ist auch ein Verdienst des scheidenden Direktors Dr. Norbert Haber, den wir nach 40 Jahren im Dienst des Landes in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden“, sagte Peter Hauk, Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, am 5. April 2023 in Grötzingen (Stadt Karlsruhe).

Direktor Dr. Haber habe das LTZ mit großem persönlichen Engagement geführt. „Dr. Norbert Haber war stets darauf bedacht, dass die Arbeiten des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums einen Mehrwert für den praktischen Pflanzenbau in Baden-Württemberg generieren und nicht zum Selbstzweck werden“, betonte Hauk.

Das LTZ ist die größte landwirtschaftliche Landesanstalt in Baden-Württemberg, die in Zusammenhang mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz viele zukunftsweisende Forschungsprojekte umsetzt, beispielsweise im Pflanzenbau und Pflanzenschutz.

„Hierzu gehören die Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes zu IPSplus, den Aufbau des Demonstrationsbetriebsnetzwerk Pflanzenschutzmittelreduktion sowie den Aufbau eines repräsentativen Betriebsmessnetzes zur Erfolgskontrolle der Pflanzenschutzmittelreduktion beinhaltet. Wir sind in Baden-Württemberg auf einem guten Weg, der zudem bundesweit vorbildgebend ist“, betonte Minister Hauk, was auch ein Verdienst Dr. Habers sei.

An der Verabschiedung des LTZ-Direktors nahmen 100 geladene Gäste aus der Landwirtschaftsverwaltung, dem Berufstand und kooperierenden Einrichtungen teil. Minister Hauk skizzierte den beruflichen Werdegang von Dr. Haber, von der Promotion in Hohenheim, dem anschließenden Landwirtschaftsreferendariat beim damaligen Landwirtschaftsamt Crailsheim, über verschiedenen Stationen am Regierungspräsidium Karlsruhe, dem Innenministerium und dem Landwirtschaftsministerium bis hin zur Leitung des LTZ Augustenberg.

Direktor Dr. Haber habe durch die Anpassungsfähigkeit und Flexibilität des LTZ Augustenberg sowie vorausschauende Investitionen das Technologiezentrum zukunftsfähig aufgestellt. „Hervorzuheben ist zudem die durch Dr. Haber vorangetriebene gute nationale und internationale Vernetzung, beispielsweise in der Interreg-Region ‚Oberrhein‘ mit Rheinlandpfalz, dem französischen Elsass und den Schweizer Kantonen Aargau, Basel-Landschaft und Solothurn“, betonte Hauk. Der Minister dankte Dr. Haber für die hervorragend geleistete Arbeit und wünschte ihm alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg

Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) ist eine Einrichtung im Geschäftsbereich des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) und entstand 2007 durch die Zusammenlegung der Staatlichen landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Augustenberg, der Landesanstalt für Pflanzenschutz (LfP) Stuttgart und der Landesanstalt für Pflanzenbau (LAP) Forchheim. Im Jahr 2016 sind zusätzliche Aufgaben der Landesanstalt für landwirtschaftliche Chemie, Stuttgart-Hohenheim, dem LTZ übertragen worden, insbesondere im Untersuchungen im Bereich Dünge- und Futtermittel. Seit Bestehen wurde das LTZ von Herrn Dr. Norbert Haber geleitet.

Die Aufgabenschwerpunkte des LTZ liegen in der pflanzlichen Erzeugung und umfassen Versuche zu Fragestellungen des Pflanzenschutzes, des Acker- und Pflanzenbaus sowie Untersuchungen von Pflanzen, Saatgut, Böden, Dünge- Pflanzenschutz- und Futtermitteln. Das LTZ hat den Hauptsitz in Karlsruhe mit Untersuchungslaboren, Büros, einem modernen Forschungsgewächshaus und angegliedertem Versuchsgut für Obstbau. In verschiedenen Anbauregionen Baden-Württembergs befinden sich Außenstellen und zahlreiche Versuchsflächen. Am LTZ sind insgesamt mehr als 300 Personen beschäftigt.

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