Digitalisierung

Digital Hub „Digital Mountains“ eröffnet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mehrere Netzwerk-Kabelstecker leuchten in einer Steckleiste.

Als eine von zehn digitalen Anlaufstellen im Land ist in St. Georgen der vom Wirtschaftsministerium geförderte regionale Digital Hub „Digital Mountains“ eröffnet worden. Mit dem Digital Hub unterstützt das Land gezielt kleine und mittelständische Unternehmen bei digitalen Innovationen.

Der regionale Digital Hub St. Georgen „Digital Mountains“ hat im Beisein der Konsortialpartner sowie zahlreicher Vertreter aus Unternehmen, Start-ups, Hochschulen, Wirtschaftsorganisationen, Politik, Verwaltung und Presse seine offizielle Eröffnung gefeiert. Die Bewilligung des Vorhabens mit einem Zuschuss des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg in Höhe von rund 857.000 Euro erfolgte im Oktober 2018. „Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt kleine und mittelständische Unternehmen bei digitalen Innovationen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Sie wurde bei der Eröffnungsfeier krankheitsbedingt durch Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, Leiter der Abteilung „Industrie, Innovation, wirtschaftsnahe Forschung und Digitalisierung“ im Wirtschaftsministerium, vertreten.

„Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Aber gerade kleinen und mittleren Unternehmen fehlen oft die Kapazitäten, um sich mit den neuesten Trends und Technologien zu befassen. Durch Möglichkeiten zur Vernetzung und Kooperation bieten wir diesen Unternehmen mit dem Digital Hub Unterstützung bei der Umsetzung digitaler Projekte und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt weiter voran“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen

Physisch im Technologiezentrum St. Georgen angesiedelt, zielt der Hub als Service-Plattform darauf ab, Kompetenzen zu bündeln, Synergien zu schaffen und regionale Bedarfslücken zu schließen. Ergänzend zur im Technologiezentrum St. Georgen bereits vorhandenen Infrastruktur bietet der Hub nun etwa die Möglichkeit, in einem SmartCPS-Labor, einem Makerspace für digitale Produktentwicklung und einem Augmented Reality/Virtual Reality-Testlabor „XR Cyberspace“ zu experimentieren und neue Projektideen zu entwickeln. Hier sollen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können und auf diese Weise digitale Innovationen gefördert werden. Schließlich bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Zuge der Digitalisierung großes Potential für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Gründungsinteressierte werden in einem Digital Inkubator etwa in Form einer 360-Grad-Betreuung unterstützt. Abgerundet wird das Hub-Angebot unter anderem durch verschiedene Weiterbildungsangebote wie den Zertifizierungslehrgang zur „Fachkraft Industrie 4.0“ und Seminare zur Datenanalyse sowie neue Veranstaltungsformate wie beispielsweise innovative Matchmaking-Events.

„Mit den Digital Hubs schaffen wir regionale Anlaufstellen und Unterstützungsangebote gerade für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Auf diese Weise treiben wir die Digitalisierung unserer Wirtschaft in der Fläche des Landes konsequent voran. Im Austausch mit den anderen Digital Hubs im Land bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. Daher haben wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Digital Hub-Netzwerk etabliert, das Strahlkraft für das ganze Land entwickeln kann und von dem alle profitieren“, so die Ministerin. Inzwischen haben alle zehn regionalen Digital Hubs ihre Arbeit aufgenommen und erste Aktivitäten angestoßen.

Zuschnitt auf regionale Bedürfnisse

Beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ wurde das Projekt „Digital Mountains“ bereits im Februar 2018 als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt, der vom Wirtschaftsministerium gefördert werden soll. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte im Oktober 2018 die Bewilligung des Vorhabens. An dem Hub-Konsortium sind neben der St. Georgener Technologiezentrum GmbH als Konsortialführerin unter anderem die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V., die Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) beteiligt.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Wirtschaft digital Baden-Württemberg: Digital Hub-Netzwerk BW

Weitere Meldungen

IHK Heilbronn
Start-up BW

Krumm Engineering UG im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.
Ehrenamt

Bewerbung für Engagement-Preis gestartet

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Esslingen Marktplatz Geiselbachkanal
Denkmalförderung

Rund 6,9 Millionen Euro für 63 Kulturdenkmale

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land stärkt digitale Innovationszentren

Musikfestival
Kultur

Land fördert 25 Popmusik-Projekte mit rund 345.000 Euro