Umwelt

1,4 Millionen Euro für Abwasserbeseitigung in Wüstenrot

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Kläranlage (Symbolbild: Patrick Seeger/dpa)

Das Land unterstützt die Erneuerung der Abwasserbeseitigung in der Gemeinde Wüstenrot mit 1,4 Millionen Euro. Die veraltete Kläranlage in Oberheimbach wird stillgelegt. Zum Ausgleich erhalten die Ortsteile Oberheimbach und Berg einen Anschluss an die Kläranlage Brettach im benachbarten Bretzfeld.

Die Gemeinde Wüstenrot im Landkreis Heilbronn erneuert in den nächsten Jahren ihre Abwasserbeseitigung. Aufgrund baulicher Mängel und der veralteten technischen Ausstattung wird die 1979 in Betrieb genommene Kläranlage im Ortsteil Oberheimbach stillgelegt. Das in den Wüstenroter Ortsteilen Oberheimbach und Berg anfallende Abwasser soll künftig in der Kläranlage Brettach im benachbarten Bretzfeld (Hohenlohekreis) gereinigt werden. Dazu müssen ein neues Pumpwerk gebaut und eine Abwasserdruckleitung zum bestehenden Kanalnetz gelegt werden. Das Land unterstützt diese Maßnahme mit rund 1,4 Millionen Euro.

„Der Zusammenschluss kleiner zu größeren Abwassereinheiten ist ein wichtiger Aspekt in unserer Umweltpolitik,“ sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Maßnahmen wie die in Wüstenrot verbessern die Qualität der Abwasserbehandlung und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Gewässerschutz. In Wüstenrot profitiert konkret das Schnarringsbächle.“ Regierungspräsident Wolfgang Reimer ergänzte: „Durch diese Strukturverbesserungen machen wir die Abwasserbeseitigung nicht nur effizienter, sondern auch zuverlässiger.“

In Zeiten knapper Kassen gestaltet sich die Daseinsvorsorge insbesondere für Kommunen im ländlichen Raum zunehmend schwieriger. Daher sei es wichtig, dass das Land den Kommunen dabei finanziell unter die Arme greife, so Minister Untersteller: „Wir stellen den Städten und Gemeinden dieses Jahr rund 50 Millionen Euro zur Verfügung, damit sie ihr Abwasser effizienter und umweltverträglicher beseitigen können.“

Strukturgutachten befürwortet Stilllegung der Kläranlage

Bislang erfolgt die Abwasserbeseitigung der Wüstenroter Ortsteile Oberheimbach und Berg über die Kläranlage Oberheimbach. Diese Anlage ist seit 1979 in Betrieb und aufgrund der schlechten Bausubstanz und ihrer veralteten Technik sanierungsbedürftig. Vor diesem Hintergrund hatte die Gemeinde Wüstenrot im Jahr 2014 ein Strukturgutachten beauftragt, in dem unterschiedliche Varianten für eine zukunftsfähige Abwasserbeseitigung untersucht wurden. Das Gutachten befürwortet als beste und wirtschaftlichste Lösung die Stilllegung der Kläranlage Oberheimbach und den Neubau eines Abwasserpumpwerks und einer Abwasserdruckleitung zum bestehenden Kanalnetz im Ortsteil Ochsenhof und von dort zur Kläranlage Brettach in der Gemeinde Bretzfeld.

Insgesamt sehen die Planungen für diese Maßnahme zuwendungsfähige Kosten von etwa 1,65 Millionen Euro vor. Knapp 85 Prozent davon trägt das Land.

Umweltministerium: Abwasser

Weitere Meldungen

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet

Der Luchs wird eingefangen, um ihn zu besendern
Forst

Luchs im Landkreis Rastatt mit Halsbandsender ausgestattet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Ein Brennstoffzellen-Hybridbus der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) steht in Stuttgart an einer Bushaltestelle.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Kommunale Wärmeversorgung mit Biogas in Weikersheim

Paradiestal 13.10.2008: auf einer Weide schauen ein Schaf und drei Ziegen neugierig in die Kamera
Naturschutz

Jetzt für Landesnaturschutzpreis 2026 bewerben

Minister Winfried Hermann mit der AMEISE des Fraunhofer-Instituts
Autonomes Fahren

Autonomes Fahren im ÖPNV macht weiter Fortschritte