Künstliche Intelligenz

Zwei Millionen Euro für regionale Labore für Künstliche Intelligenz

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Cyber Valley (Bild: © MPG)

Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Wertschöpfung in praktisch allen Bereichen der baden-württembergischen Wirtschaft. Deshalb fördert das Wirtschaftsministerium die Einrichtung von regionalen Laboren für Künstliche Intelligenz mit insgesamt zwei Millionen Euro.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Einrichtung von regionalen Laboren für Künstliche Intelligenz (regionale KI-Labs) mit insgesamt zwei Millionen Euro. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bekannt. Im Rahmen eines Modellversuchs sollen die regionalen KI-Labs insbesondere Unternehmen aus dem Mittelstand dabei unterstützen, konkrete Anwendungsfälle von Künstlicher Intelligenz kennenzulernen und erste Schritte in Richtung KI-Anwendung zu gehen. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2019.

„Künstliche Intelligenz bietet enorme Chancen für die Wertschöpfung in praktisch allen Bereichen unserer Wirtschaft. Mit den regionalen KI-Labs verschaffen wir den mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg flächendeckenden Zugang zum Thema KI und unterstützen sie dabei, die Potenziale dieser wichtigen Zukunftstechnologie erfolgreich zu nutzen. Wir dürfen bei der Nutzung von KI für neue Geschäfts-, Produktions- oder Vertriebsmodelle nicht den Anschluss verlieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Vielfältige Erprobungs- und Experimentiermöglichkeiten

Die regionalen KI-Labs sollen den Unternehmen vor Ort neben praxisorientierten Informationen und Fachkenntnissen auch passende Räumlichkeiten und technische Infrastruktur bereitstellen. Auf diese Weise bieten die Labore vielfältige Erprobungs- und Experimentiermöglichkeiten und regen außerdem zu Vernetzung und Austausch im Themengebiet KI an.

Die ausgewählten KI-Labs sollen durch ein begleitendes KI-Wissenstransferprojekt Unterstützung (insbesondere in Form von KI-Fachkompetenz und konkreten Anwendungsbeispielen) erhalten. Dieses Projekt wird ebenfalls vom Wirtschaftsministerium gefördert.

„Um die Unternehmen in den Regionen zielgerichtet, passgenau und praxisorientiert zu unterstützen, wollen wir bei der Ausgestaltung der KI-Labs auch bereits bestehende regionale Strukturen und Aktivitäten sowie die Bedarfe der Unternehmen vor Ort berücksichtigen“, so Hoffmeister-Kraut. Ziel sei es, mit den regionalen KI-Labs Unternehmen aller Branchen zu erreichen, Industrie ebenso wie etwa Handwerk und Handel.

Förderaufruf

Der Förderaufruf richtet sich sowohl an Einzelantragsteller als auch an Konsortien. Antragsberechtigt sind neben Landkreisen, Städten und Gemeinden, kommunalen Zweckverbänden und Wirtschaftsfördereinrichtungen auch Hochschulen, Forschungs- und Transfereinrichtungen sowie Kammern und Verbände. Auch die regionalen Digitalisierungszentren (Digital Hubs), die vom Wirtschaftsministerium gefördert werden, gehören zum Kreis der Antragsberechtigten.

Die regionalen KI-Labs sind Bestandteil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“, mit dem die Anwendung und Kommerzialisierung von KI im Mittelstand branchenübergreifend unterstützt wird. Das Programm wurde von der Landesregierung am 26. März 2019 als Teil des Maßnahmenpakets zur Stärkung von Künstlicher Intelligenz in Baden-Württemberg beschlossen.

Wirtschaftsministerium: Bewerbungsunterlagen zum Förderaufruf

Land investiert 20 Millionen Euro in Künstliche Intelligenz

Weitere Meldungen

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden

Ein Smartphone wird in Händen gehalten.
Verbraucherschutz

Betrugsmaschen auf Social-Media-Plattformen erkennen

Die Strohgäubahn steht im Bahnhof von Korntal. (Foto: dpa)
Schienenverkehr

Land stärkt kommunale Nebenbahnen

Traktor auf einem Feld
Ökolandbau

Land fördert überregionale Koope­rationen der Bio-Musterregionen

Bürger wählt (Foto: © dpa)
Landtagswahl 2026

Informationsangebote zur Sicherheit im Wahlkampf

Logo des Dr.-Rudolf-Eberle-Preises: Der Stauferlöwe in einem gelben Kreis steht vor dem Schriftzug „INNOVATION BW – Innovationspreis Baden-Württemberg – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ auf weißem Hintergrund
Innovation

Ausschreibung für Innovationspreis des Landes 2026 gestartet

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

von links nach rechts: Thomas Strobl, Stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister, Sandra Boser, Staatssekretärin im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Marion Gentges, Ministerin der Justiz und für Migration, Dr. Ute Leidig, Staatssekretärin im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration, Florian Haßler, Staatssekretär im Staatsministerium
Kabinettsausschuss

46 Maßnahmen gegen Hass und Hetze

Gesprächsrunde mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (rechts) am 26. November 2025 an der Wilhelmsschule in Stuttgart-Wangen, an der ein Pilotprojekt der Familiengrundschulzentren eingerichtet wird.
Bildung

Land stärkt Erziehungspartnerschaft

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Mitte) mit den Mitgliedern des Normenkontrollrats Baden-Württemberg
Bürokratieabbau

Normenkontrollrat übergibt Tätigkeitsbericht 2025

Illustration eines Zuges. Dieser fährt an einem Schild mit der Aufschrift "Digitaler Knoten Stuttgart" vorbei.
Schienenverkehr

340 Millionen Euro für Digitalen Knoten Stuttgart

Ein Wanderer betrachtet bei Bad Urach den Uracher Wasserfall. (Bild: dpa)
Geodaten

Neue App „BW mobil“ auf der CMT vorgestellt

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz