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Auszeichnung
  • 23.01.2014

Verdienstkreuz am Bande für Laura Halding-Hoppenheit

„Laura Halding-Hoppenheit hat mit ihrem Engagement vielen Menschen neuen Lebensmut und Selbstvertrauen geschenkt, Perspektiven eröffnet und sie auf ihrem Weg begleitet“, sagte Staatssekretär Klaus-Peter Murawski anlässlich der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande an Laura Halding-Hoppenheit im Neuen Schloss in Stuttgart.

Frau Halding-Hoppenheit kam aus Rumänien als Akademikerin nach Hamburg, um dort zunächst zu promovieren. Seit mehr als 35 Jahren engagiert sie sich in der Homosexuellen-Szene in Stuttgart. 1989 übernahm sie den Kings Club, der 1977 als erstes Szenelokal für Schwule in Stuttgart eröffnet wurde. Später folgten weitere Lokale in der Stadt. „Das war zu dieser Zeit etwas ganz Besonderes, denn Schwulsein war ein absolutes Tabu – und dass eine Frau sich in diese Szene mischt, erst recht“, so Murawski. Als Anfang der 1980er Jahre das Thema Aids und HIV akut wurde, gründete Frau Halding-Hoppenheit eine Selbsthilfegruppe in Stuttgart. Auch deutschlandweit kämpft sie bis heute gegen Vorurteile und Diskriminierung. So arbeitet sie eng mit der Deutschen Aids-Hilfe zusammen, zu deren Ehrenmitgliedern sie zählt.

In ihrer Funktion als eine der Vorsitzenden des Stuttgarter Vereins `Lagaya e.V., Verein zur Hilfe suchtmittelabhängiger Frauen´ unterstützt Laura Halding-Hoppenheit die Arbeit mit weiblichen Prostituierten durch die Finanzierung einer Streetworkerin, die sich im Rahmen der gemeinsamen Anlaufstelle für Prostituierte in Stuttgart insbesondere um Prostituierte aus Osteuropa kümmert.

Darüber hinaus unterstützt Frau Halding-Hoppenheit seit vielen Jahren den schwul-lesbischen Sportverein Abseitz Stuttgart e.V. Sie ist Bezirksbeirätin in Stuttgart-Nord, kandidiert erneut für den Stuttgarter Gemeinderat und engagiert sich als Bürgerin bei Stuttgart 21. Außerdem setzt sie sich für die Initiative zur Einrichtung einer NS-Gedenkstätte im ehemaligen „Hotel Silber“ in Stuttgart ein.

„Laura Halding-Hoppenheit wird zu Recht als `Mutter der Schwulen´ bezeichnet. Denn sie gibt ihren `Kindern´, wie sie sie nennt, Schutz und Geborgenheit. Sie holt diejenigen, die am Rande stehen, in die Mitte und baut damit Angst und Vorbehalte gegenüber den vermeintlichen Randgruppen ab. Das ist für mich ein unverzichtbares Zeichen bürgerschaftlichen Engagements“, betonte Staatssekretär Murawski.

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