Biodiversität

Umweltminister Untersteller auf Biodiversitäts-Tour

Um das Video zu sehen, müssen Sie dieses Feld durch einen Klick aktivieren. Dadurch werden Informationen an Youtube übermittelt und unter Umständen dort gespeichert. Bitte beachten Sie unsere Hinweise und Informationen zum Datenschutz

Umweltminister Franz Untersteller hat im Rahmen einer Biodiversitäts-Tour die Beispielkommune Blaufelden des Biotopverbunds Baden-Württemberg und das Naturschutzgebiet Ersinger Springenhalde besucht.

Biotopverbund Blaufelden

Biotope und Schutzgebiete zu vernetzen und einen Austausch der Tier- und Pflanzenarten zu ermöglichen, ist Ziel des Biotopsverbunds Baden-Württemberg. Das neue Biodiversitätsstärkungsgesetz des Landes legt eine Ausweitung dieses Verbunds auf 15 Prozent der Landesfläche bis zum Jahr 2030 fest. Bei der Umsetzung des Ziels unterstützt das Umweltministerium die Kommunen mit 12 Millionen Euro. Weitere 5,6 Millionen Euro Projektmittel stehen im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in den Jahren 2020 und 2021 bereit. Während davon die Hälfte für größere, konkrete Vorhaben vorgesehen ist, stehen die verbleibenden 2,8 Millionen Euro den Landkreisen zur Verfügung. Mit 40.000 Euro pro Landkreis und Jahr sollen Maßnahmen zur Umsetzung des Biotopverbunds in der Fläche finanziert werden.

Gemeinsam mit dem Stuttgarter Regierungspräsidenten Wolfgang Reimer war Umweltminister Franz Untersteller in der Beispielkommune Blaufelden im Kreis Schwäbisch Hall. „Es ist mir besonders wichtig, dass wir mit den Mitteln aus dem Sonderprogramm nicht nur große Projekte unterstützen“, sagte Untersteller. „Mit der Finanzierung kleiner, vielleicht auf den ersten Blick unscheinbarer Maßnahmen wenden wir uns an alle Kommunen im Land und bringen den Biotopverbund in die Fläche.“ In ein stimmiges Konzept eingebettet und aufeinander abgestimmt könnten Gemeinden zügig mit kleinen Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Biotopverbund leisten. Blaufelden sei hier ein wichtiges Vorbild, dem hoffentlich noch viele andere Kommunen in Baden-Württemberg folgen, so der Umweltminister.

Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer hob während des Besuchs in Blaufelden hervor: „Viele Populationen sind gerade bei uns im Südwesten so isoliert, dass ein genetischer Austausch nicht mehr möglich ist. Um den Arten einen Austausch und ein Ausweichen in klimatisch geeignetere Bereiche zu ermöglichen, müssen die Lebensräume durch den Biotopverbund vernetzt werden. Hier in Blaufelden sehen wir, wie dies praktisch umgesetzt wird.“

Naturschutzgebiet Ersinger Springenhalde

Für viele Tiere sind stehengelassene Wiesen- und Weideabschnitte Nahrungsquelle und Rückzugsort. Solche sogenannten Altgrasstreifen und -inseln fördert das Regierungspräsidium Karlsruhe mit dem Projekt „Stehenlassen von Altgrasstreifen/-inseln zur Förderung der Artenvielfalt“. Gemeinsam mit Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder hat sich Umweltminister Franz Untersteller im Rahmen seiner Biodiversitäts-Tour von dem Erfolg der Maßnahmen im Naturschutzgebiet Ersinger Springhalde überzeugt.

Untersteller betonte bei der Vorstellung des Projekts in Kämpfelbach die gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, die Artenvielfalt zu schützen: „Wir müssen uns der Herausforderung, den Artenschwund zu stoppen, gemeinsam stellen. Denn wir alle tragen auch unseren Teil dazu bei, Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu beschneiden. In den letzten Jahren hat die Landesregierung ihre Bemühungen für einen besseren Artenschutz rechtlich und finanziell auf allen Ebenen verstärkt.“ So unterstütze das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt Projekte zur Förderung von Altgrasstreifen in den Jahren 2020 und 2021 mit jeweils 50.000 Euro pro Jahr und Regierungsbezirk, sagte Untersteller. „Für die maximale Wirksamkeit muss es uns aber gelingen, diese Maßnahme landesweit auf landwirtschaftlich genutzten Flächen umzusetzen. Dazu müssen wir gemeinsam die richtigen Rahmenbedingungen und Anreize für die Landwirtschaft setzen.“

Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder bekräftigte die Bemühungen des Regierungsbezirks Karlsruhe zur Förderung der heimischen Vielfalt: „Unsere knapp 230 Naturschutzgebiete sind die Herzstücke des Naturschutzes! Hier setzen wir uns ganz besonders für eine naturnahe Landschaftspflege ein und sorgen so dafür, dass viele Tiere und Pflanzen einen Lebensraum finden.“ Die heutige Exkursion habe die guten Ergebnisse, die wir damit erzielen, gezeigt. Wir wollen diese positiven Beispiele auch außerhalb von Schutzgebieten zur Förderung der Artenvielfalt umsetzen, ergänzte die Regierungspräsidentin. Dabei sei der frühzeitige Austausch und die enge Zusammenarbeit mit Kommunen, Flächeneigentümern, Landwirten und Verbänden ein ganz wichtiger Baustein.

Umweltministerium: Biologische Vielfalt im Land

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

100 Millionen Euro für Projekte im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Apfelbäume stehen auf einer Streuobstwiese (Foto: dpa)
  • Ländlicher Raum

1,8 Millionen Euro für Flurneuordnung Berglen - Rettersburg/Öschelbronn

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Ländlicher Raum

1,75 Millionen Euro für Flurneuordnung Staig-Steinberg

Feldweg
  • Landentwicklung

1,6 Millionen Euro für Flurneuordnung Mainhardt-Geißelhardt

Internationle Grüne Woche 2021 - Digital
  • Landwirtschaft

Land nimmt an Internationaler Grüner Woche Digital 2021 teil

 Windräder stehen auf den Anhöhen in der Nähe des Kandels bei Waldkirch. (Bild: dpa)
  • Windkraft

Genehmigung von Windkraftanlagen

Bei Öhringen
  • Ländlicher Raum

Modellprojekt „Junges Wohnen“ startet mit sechs Kommunen

Auf dem Feld
  • Corona-Hilfen

Weitere Corona-Hilfen für Weiterbildungsträger

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
  • Biodiversität

Land fördert Biodiversitätspfade

Baden-Württemberg, Stuttgart: Ein Künstlerin betrachtet in der «Container-City» des Kunstvereins Wagenhalle e.V. einen Plan. (Bild: Marijan Murat/dpa)
  • Ländlicher Raum

Kunst- und Kulturprojekte im Ländlichen Raum fördern

Hofwirtschaft und Hotel „Ellgass“ in Eglofs
  • Ländlicher Raum

Zukunftsinvestitionen für das Hotellerie- und Gastgewerbe

Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
  • Artenschutz

Biologische Vielfalt stärken

Eine Mitarbeiterin des Grundbuchzentralarchivs scannt eine Flurkarte ein (Bild: © dpa).
  • Landentwicklung

470.000 Euro für Flurneuordnung Adelsheim

Eine junge Frau bei einer Übung der freiwilligen Feuerwehr.
  • Zusammenhalt

Gewinner des Wettbewerbs „Stärkung des Ehrenamts“ stehen fest

Möwen fliegen über den Bodensee in Konstanz.
  • Vogelgrippe

Geflügelpest in Konstanz amtlich festgestellt

Mehrere Ziegen liegen während des Regens in einem Unterschlupf in Kreuzthal. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
  • Artenschutz

Getötete Ziege in Forbach aufgefunden

Von Daheim
  • Regionalkampagne

Regionaltypische Spezialitäten aus Baden-Württemberg

Salbei-Glatthafer-Wiese auf einer Böschung im Frühsommer (Foto: © Dr. Tillmann Stottele)
  • Biologische Vielfalt

Straßenränder als Lebensraum für Pflanzen und Tiere

Lebensmittelreste
  • Ernährung

Restlos gut essen nach den Feiertagen

Wildvögel
  • Vogelgrippe

Geflügelpest bei Mäusebussard festgestellt

  • Podcast zum Bundesrat

#9 DRUCK SACHE – „Jagen & Behüten“

Markierte Holzstämme liegen in einem Wald bei Stuttgart. (Foto: © dpa)
  • Bioökonomie

Land fördert Transfer von bioökonomischer Forschung in die Praxis

Kunststoffrohre, durch die Strom-Erdkabel gezogen werden (Foto: dpa)
  • Netzausbau

Einfluss von Erdkabeln auf Böden und Kulturpflanzen

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
  • Geodaten

Zusammenarbeit für Wanderkarten des Odenwalds

Luchs
  • Artenschutz

Luchs im Oberen Donautal erneut mit Halsbandsender ausgestattet