Breitband

Tagung Digitale Infrastruktur in St. Leon-Rot

Eine Hand hält ein Leerrohrbündel mit Glasfaserkabeln eines Breitband-Versorgers. (Foto: © dpa)

Digitalisierungsminister Thomas Strobl und der Minister für Ländlichen Raum Peter Hauk erklären Breitbandausbau zu einem Schwerpunkt ihrer Regierungsarbeit. Bis 2021 will das Land 500 Millionen Euro in den Ausbau des schnellen Internets investieren. Baden-Württemberg setzt dabei konsequent auf die zukunftsfähige Glasfaser.

„Schnelles Internet ist die Lebensader der Digitalisierung. Gerade für das Flächen- und Technologieland Baden-Württemberg ist die Versorgung mit schnellem Internet nicht nur irgendein Standortfaktor, sondern der Schlüssel für die Zukunft. Wir haben den Breitbandausbau deshalb auch zu einem Schwerpunkt unserer Regierungsarbeit gemacht und investieren bis 2021 eine halbe Milliarde in die digitale Infrastruktur.

Alleine 2017 haben wir mit 134 Millionen Euro eine absolute Rekordsumme und so viel wie noch nie in der Geschichte unseres Landes für den Breitbandausbau bereitgestellt. Aber das reicht nicht: Wir müssen mit allen Partnern, aber auch im Bund und in Europa noch mehr Anstrengungen unternehmen und dafür sorgen, dass alle Räder ineinander greifen. Deshalb habe ich gestern auch eine Gigabit-Offensive gestartet“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl, bei der Veranstaltung „Digitale Infrastruktur für den Ländlichen Raum“ der Clearingstelle Baden-Württemberg in St. Leon-Rot im Rhein-Neckar-Kreis mit kommunalen Vertretern.

Breitbandausbau kommt gut voran

„Ländlich und städtisch geprägte Kommunen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Hier müssen wir angepasste Lösungen anstoßen. Der in dieser Legislaturperiode eingesetzte Kabinettsausschuss Ländlicher Raum arbeitet auch in diesem wichtigen Aufgabenbereich intensiv an möglichen Konzepten, auch wenn es um die flächendeckende Versorgung der Menschen mit schnellem Internet geht“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Die Versorgung mit schnellem Internet hat sich in Baden-Württemberg sehr gut entwickelt, das bescheinigt auch eine vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration beim TÜV Rheinland in Auftrag gegebene Studie, die Minister Thomas Strobl gestern vorgestellt hat. Bereits 78 Prozent aller Haushalte in Baden-Württemberg haben einen Internetanschluss mit mindestens 50 Mbit/s und mehr (Stand: Mitte 2017). Über 67 Prozent der Haushalte haben Zugang zu Internetanschlüssen mit Downloadraten von mehr als 100 MBit/s. Baden-Württemberg sei beim Ausbau der digitalen Infrastruktur auf einem guten Weg, so Minister Strobl, aber das Land müsse bei der Versorgung auch noch deutlich besser werden.

Land will eigene Breitbandmessungen durchführen

„Wir können den Breitbandausbau im Land nur dort fördern, wo die Versorgung mit schnellem Internet unterhalb einer bestimmten Schwelle liegt. Bisher haben wir dabei auf die Aussagen der Betreiber vertraut – das war und ist auch gerechtfertigt. Der Jahresbericht zur Breitbandmessung der Bundesnetzagentur zeigt aber, dass wir hier nachsteuern müssen. Denn: Nur bei einem Bruchteil der Internetnutzer kommen die versprochenen Bandbreiten auch tatsächlich an. Deshalb werden wir jetzt zusätzlich und möglichst bald eigene Breitbandmessungen durchführen“, sagte Minister Thomas Strobl.

Minister Strobl unterstrich in St. Leon-Rot deshalb noch einmal die Notwendigkeit für eine Gigabit-Offensive: „Wir wollen schnelles Internet für ganz Baden-Württemberg! Dazu brauchen wir eine bessere Verzahnung aller Akteure – der Kommunen, dem Land, dem Bund und auf europäischer Ebene. Wir werden daher eine Gigabit-Allianz mit allen Partnern auf Landesebene ins Leben rufen, um uns besser zu koordinieren. Ich setze mich außerdem dafür ein, dass die Förderprogramme von Bund und Land besser miteinander verzahnt sind und so ein ordentlicher Anteil der Bundesmittel in den Breitbandausbau im Land fließt. Und drittens brauchen wir auf europäischer Ebene ambitioniertere Ausbauziele.“

Ländliche Räume profitieren besonders von der Landesförderung

Die Versorgung mit schnellem Internet ist grundsätzlich Aufgabe der privaten Telekommunikationsunternehmen. Von staatlicher Seite werden daher in erster Linie optimale Rahmenbedingungen für den Ausbau von nachhaltigen und vordringlich glasfaserbasierten Hochgeschwindigkeitsnetzen geschaffen. Dort, wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, kommt der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe ins Spiel. Genau an dieser Stelle setzt das Landesförderprogramm an. Beim Förderprogramm der baden-württembergischen Landesregierung geht es darum, den flächendeckenden Breitbandausbau voranzubringen und auch gerade ländlich geprägte Gegenden nachhaltig attraktiv zu gestalten – als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Tourismus-Ziel.

Gigabit-Offensive und Studie (Kurzfassung)

Studie zur Breitbandversorgung (Langfassung)

Besucher auf der Landesgartenschau in Neuenburg am Rhein.
  • Gartenschau

Land fördert Gartenschau Freudenstadt-Baiersbronn

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

LGL: Präsident Jakob und künftiger Präsident Ziesel
  • Verwaltung

Neuer Präsident beim LGL

Eine Hand tippt auf einer Tastatur.
  • Polizei

Serverattacken auf verschiedene Webseiten

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Innovation

Neue Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 24. Januar 2023

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Creätive House

Die neue Welt von Film und Animation im „Animations-Salon“ erleben

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
  • Künstliche Intelligenz

Einrichtungen aus dem Land werden Teil des Netzwerks „AI-Matters“

Frau am Computer. (Bild: Land Baden-Württemberg)
  • Hochschulen

Fellowships für digitale Hochschullehre

Robert Jakob, Präsident des Landesamts für Geoinformation und Landentwicklung (LGL), und Ministerin Nicole Razavi MdL nehmen per Fernsteuerung die neue SAPOS-Monitorstation in Iffezheim in Betrieb.
  • Geodaten

Vermessungsbehörde liefert hochpräzise Satellitendaten

Auftaktveranstaltung, Runder Tisch Glasfaser
  • Digitalisierung

Auftakt zum „Runden Tisch Glasfasernetze“

Grafik zur Ausstellung The Creätive House vom 12.1. bis 17.2.2023 in Stuttgart
  • Künstliche Intelligenz

Die neue Welt der Künstlichen Intelligenz im „KI-Salon“ erleben

Der Wettbewerb „KI-Champion BW“ startet. (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Künstliche Intelligenz

Wettbewerb „KI-Champions BW“ geht in die vierte Runde

Eine Lehrerin mit einem Tablet in der Hand steht vor einer digitalen Tafel.
  • Schule

Datengestützte Qualitätsentwicklung an Schulen

Ein Smartphone wird in Händen gehalten.
  • Gesellschaft

Hass und Hetze im Netz entgegentreten

Mitglieder des Bürgerforums zum Strategiedialog Landwirtschaft und Staatssekretär Florian Hassler (rechts) mit dem Abschlussbericht
  • Strategiedialog Landwirtschaft

Bürgerforum überreicht Abschlussbericht zur Zukunft der Landwirtschaft

Logo der Initiative Wirtschaft 4.0 BW
  • Wirtschaft

Initiative Wirtschaft 4.0 verabschiedet zehn-Punkte-Zukunftsprogramm

  • Tourismus

Tourismustag 2023 steht im Zeichen des Wandels

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
  • Flurneuordnung

1,4 Millionen Euro für die Flurneuordnung Schefflenz – Oberschefflenz

Ein Forscher überprüft einen Quantencomputer
  • Innovation

Forschungsprojekte zum Quantencomputing gefördert

Ländlicher Raum
  • Ländlicher Raum

Hauk im Kommunaldialog mit dem Main-Tauber-Kreis

Hochnebel steht in den Tälern des Schwarzwalds und über der Rheinebene.
  • Ländlicher Raum

„KreativLand Baden-Württemberg“ startet

Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)
  • Wirtschaft

Land fördert Projekte im Bereich klimaneutrale Produktion

Mitarbeiter sitzen im Cyberabwehrzentrum in der deutschen Hewlett-Packard-Zentrale in Böblingen (Bild: dpa).
  • Innovation

Mehr Cybersicherheit für kleine und mittlere Unternehmen

Tisch und Stühle stehen stehen in einem Besuchsraum des Abschiebungshaftgefängnisses in Pforzheim (Foto: dpa)
  • Justiz

Gentges sieht wichtige Schritte zur weiteren Stärkung der Justiz