Ausbildung

Neue Fördermöglichkeit für die praxisintegrierte Erzieherausbildung

Erzieherin und Kind beim Lesen

Das Kultusministerium und die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit haben eine neue Fördermöglichkeit für die praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung entwickelt. Neben den bisherigen Zielgruppen, sollen durch die Förderung nach dem Sonderprogramm WeGebAU (Fördermöglichkeit der Arbeitsagentur) neue Zielgruppen wie etwa Migrantinnen und Migranten oder Alleinerziehende angesprochen werden.

Die Besonderheit ist, dass die Ausbildungsträger eine Förderung von der Arbeitsagentur erhalten. Im Rahmen des Sonderprogramms WeGebAU zahlt die Arbeitsagentur in den ersten beiden Jahren der Ausbildung einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent der Arbeitsvergütung an den Träger der Ausbildung (kommunale, kirchliche oder freie Träger). Der Träger zahlt den Schülerinnen und Schülern eine Vergütung in Höhe von 1.600 Euro monatlich. „Der neue Förderweg richtet sich an Menschen, für die bislang eine Erzieherausbildung finanziell nicht in Frage kam. Damit gewinnen wir neue Zielgruppen für den Erzieherberuf“, so v. Wartenberg. Die Schülerinnen und Schüler, die eine Förderung nach dem Programm WeGebAU erhalten, werden in regulären Klassen an den Fachschulen für Sozialpädagogik (praxisintegriert) unterrichtet.

Durch die gesetzliche Verankerung des Rechtsanspruches für Kinder ab dem ersten Lebensjahr auf einen Betreuungsplatz und durch die steigende Zuwanderung nach Baden-Württemberg gibt es einen hohen Bedarf an Betreuungsplätzen sowie an gut ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern. Die vergütete, praxisintegrierte Erzieherinnen- und Erzieherausbildung (PiA) wurde in Baden-Württemberg im Schuljahr 2012/2013 eingeführt und erfährt seither einen enormen Zuspruch. „Mit der praxisintegrierten Ausbildung sind wir so erfolgreich, dass mittlerweile schon mehrere Länder ähnliche Modelle nach baden-württembergischem Vorbild eingeführt haben. Diese positive Ausgangslage wollen wir nutzen, um weiteren Personen eine Chance auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung mit sehr guten Berufsperspektiven zu ermöglichen“, betonte Staatssekretärin Marion v. Wartenberg. Sowohl Einrichtungsträger als auch Sozialpartner haben signalisiert, dass sie das neue PiA-WeGebAU-Ausbildungsmodell unterstützen werden, so v. Wartenberg.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Christian Rauch, und die Staatssekretärin im Kultusministerium, Marion v. Wartenberg, sind sehr zuversichtlich, dass mit dem von ihnen entwickelten PiA-WeGebAU-Ausbildungsmodell die erforderlichen zusätzlichen Fachkräfte gewonnen werden können.

Die hohe Akzeptanz der bisherigen praxisintegrierten Ausbildung wurde durch eine breit angelegte Befragung bestätigt. Befragt wurden Auszubildende des ersten Ausbildungsjahrgangs, deren Praxisanleiterinnen, Träger der Einrichtungen und Lehrkräfte der Fachschulen für Sozialpädagogik. Die Befragten bewerteten PiA sehr positiv. Mehr als drei Viertel der befragen Lehrkräfte sowie zwei Drittel der Praxisanleiterinnen bestätigen, dass sich die Qualität der Erzieherausbildung verbessert hat.

Sonderprogramm WeGebAU

Das Sonderprogramm WeGebAU der Bundesagentur für Arbeit richtet sich an Beschäftigte, die mindestens drei Jahre berufliche Tätigkeit nachweisen können. Förderbar sind Menschen, die nicht über einen Berufsabschluss verfügen, für den eine mindestens zweijährige Ausbildungsdauer vorgeschrieben ist oder Personen, die über einen Abschluss verfügen, jedoch nach mindestens vierjähriger Tätigkeit als An- oder Ungelernte den erlernten Beruf nicht mehr ausüben können.

2. Evaluationsbericht der praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung mit Ausbildungsbeginn 2012/2013 und -abschluss Sommer 2015 – Abschlussbericht (PDF)

Informationspapier zur praxisintegrierten Erzieherinnen- und Erzieherausbildung in Baden-Württemberg mit Fördermöglichkeit nach dem Sonderprogramm WeGebAU der Arbeitsagentur – PiA-WeGebAU (PDF)

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