Schlösser und Gärten

Nachzucht sichert Friedenslinde im UNESCO-Denkmal Maulbronn

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Foto: Staatliche Schlösser und Gärten, Petra Mohr
Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Mitte) mit Vertreterinnen und Vertretern der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg bei der Vorstellung der Nachzucht der Friedenslinde im Klosterhof Maulbronn am 17. August 2021.

Die Nachzucht der Friedenslinde im UNESCO-Welterbe Kloster Maulbronn schreitet voran. Die Staatlichen Schlösser und Gärten arbeiten jeden Tag daran, die historischen Gärten als wertvolles Erbe zu erhalten und die denkmalgerechte Biodiversität zu fördern.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat am Dienstag gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) die Nachzucht der Friedenslinde und weitere Projekte zur denkmalgerechten Biodiversität vorgestellt.

Finanzstaatssekretärin Gisela Splett sagte: „Die Friedenslinde ist ein bedeutendes historisches Zeugnis und zugleich ein besonderer Lebensraum. Mit der Nachzucht dieses alten Baumes sorgen wir dafür, dass dieser kostbare Schatz erhalten bleibt.“

Vegetative Vermehrung der Friedenslinde aus Ablegern

Um die Friedenslinde, einen alten Baum direkt vor der Kirche von Kloster Maulbronn, kümmern sich die Staatlichen Schlösser und Gärten schon seit vielen Jahren. Der Baum wird traditionell mit den „Friedenslinden“ verbunden, die nach dem Westfälischen Frieden, dem Ende des Dreißigjährigen Krieges, in den Jahren nach 1648 gepflanzt wurden. Die SSG arbeiten mit mehreren wissenschaftlichen Institutionen an der vegetativen Vermehrung der Friedenslinde aus Ablegern, die eines Tages den alten Baum ersetzen sollen. Einige der herangezogenen Jungbäume sind inzwischen so groß, dass sie in die Baumschule der SSG im Garten von Schloss Favorite Rastatt versetzt werden können. Der Transport der Jungbäume machte Station im Klosterhof Maulbronn. Das bot für Staatssekretärin Gisela Splett bei ihrem Besuch die Gelegenheit, auf diesen besonderen Teil der Arbeit der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg hinzuweisen:          

„In vielen verschiedenen Projekten arbeiten die Staatlichen Schlösser und Gärten jeden Tag daran, die historischen Gärten als wertvolles Erbe zu erhalten. Sorgsam mit diesem ökologischen Schatz umzugehen, das ist für die SSG eine zentrale Aufgabe“, so Splett.

Eines der wichtigsten Projekte gilt der Biodiversität: In Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe werden in den Gärten in Schwetzingen, Rastatt-Favorite und Weikersheim sämtliche Pflanzen, Insekten und Pilze erfasst, um zu verstehen, wie das Ökosystem eines alten Gartens funktioniert. Außerdem finden Versuche mit gezielter Düngung und Stärkung von Bäumen statt. Ebenso wichtig ist die Nachzucht von klimaresistenten Bäumen in der eigenen Baumschule. Um Wissen zu bündeln und zu vermehren, arbeiten die Fachleute der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg mit anderen Institutionen bundes- und europaweit zusammen.

Einrichtung eines Baum-Kompetenzzentrums geplant

Die großen Schlossgärten und die Umgebung der historischen Monumente bieten vielfach komplexe Ökosysteme, die zum Teil über lange Zeit kaum gestört und verändert wurden. Hier haben sich seltene und bedrohte Tiere und Pflanzen angesiedelt, insbesondere die Altbäume bieten Schutz.

Um die alten Bäume besser betreuen zu können, beschäftigen die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg seit diesem Jahr eine Spezialistin, eine Arboristin. Geplant ist die Einrichtung eines Baum-Kompetenzzentrums angesichts des Klimawandels, der für die historischen Gärten und Monumente eine der größten Herausforderungen der Zukunft ist.

Weitere Meldungen

Evangelische Stadtkirche St. Georg in Weikersheim
Denkmalförderung

Rund 5,4 Millionen Euro für 43 Kulturdenkmale

Mohn- und Kornblumen blühen in einem Getreidefeld (Bild: dpa).
Artenschutz

Projekt „Natur nah dran“ wird verlängert

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Schulsport

Erfolgreiche Schulsportmannschaften geehrt

Tierschutzpreis
Tierschutz

Tierschutzpreis 2027 ausgeschrieben

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Kisten mit Gemüse und Obst.
Welternährungstag

Ernährungssouveränität bedeutet Sicherheit

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Asiatische Hornisse
Landwirtschaft

Weitere 70.000 Euro zur Bekämp­fung von Asiatischer Hornisse

Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse