Migration

Lorek legt Leitlinien der Migrationspolitik des Landes dar

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek bei einem Interview

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek hat in einer aktuellen Debatte des Landtags die Leitlinien der Migrationspolitik der Landesregierung dargelegt und zur Versachlichung der Debatte aufgerufen.

Migrationsstaatssekretär Siegfried Lorek hat in der aktuellen Debatte des Landtags die Leitlinien der Migrationspolitik der Landesregierung dargelegt und, auch vor dem Hintergrund der zuletzt angestiegenen Zuwanderungszahlen, zur Versachlichung der Debatte aufgerufen.

Migrationsstaatssekretär Lorek sagte: „Wir haben derzeit eine Migrationslage in Baden-Württemberg, welche uns als Land, aber auch die Land- und Stadtkreise sowie die Städte und Gemeinden fordert. Mir ist aber auch wichtig: Das ist kein Vergleich zu den Zahlen der Flüchtlingskrise 2015. Damals kamen rund 185.000 Menschen nach Baden-Württemberg, rund 100.000 davon blieben bei uns. Am Ende des Jahres 2021 werden es für dieses Jahr zwischen 15.000 und 20.000 Menschen sein. Daher rate ich zu einer Versachlichung der Debatte. Ohne die Auswirkungen der Corona-Pandemie wäre dieser rasche Anstieg der Zugangszahlen durchaus zu bewältigen.“ Aufgrund des Zusammentreffens mit der Pandemie sei auf allen Ebenen ein Ausbau der Kapazitäten erforderlich, der bereits eingeleitet worden sei. So würden in den Landeserstaufnahmestellen bis zum Jahresende rund 900 zusätzliche Plätze entstehen.

Bleibeperspektive für Personen in Beschäftigung

Lorek skizzierte die Leitlinien der Migrationspolitik des Landes: „Nach Auffassung der Landesregierung soll Personen, die sich lange hier aufhalten, die gut integriert sind, einen Beruf ausüben und nicht straffällig geworden sind, eine Bleibeperspektive geboten werden. Daher hat die Landesregierung schon zu Beginn der Legislaturperiode im Zuge einer Neujustierung der Aufenthaltsbeendigung die Informations- und Beratungstätigkeit der Ausländerbehörden gestärkt. Profitieren werden ausreisepflichtige Ausländerinnen und Ausländer in Beschäftigung, bei denen Anhaltspunkte für eine nachhaltige Integration bestehen. Damit tragen wir nicht zuletzt auch hier den Interessen unserer Wirtschaft Rechnung.“

Zugleich werden Rückführungen von ausländischen Mehrfach- und Intensivtätern sowie Gefährdern mit aller Konsequenz vorangetrieben: „Der zu diesem Zweck im Jahr 2018 gegründete Sonderstab Gefährliche Ausländer ist ein Erfolgsmodell. So ist es bis Ende November 2021 gelungen, fast 200 Fälle abzuschließen, davon mehr als 150 durch eine beschleunigte Aufenthaltsbeendigung. Wir sind hier Vorreiter und das bedeutet einen enormen Zugewinn für die Sicherheit unseres Landes. Die im Koalitionsvertrag auf Bundesebene angekündigte ,Rückführungsoffensive‘, insbesondere für Straftäter und Gefährder unterstützen wir daher.“

Insgesamt gelte: „Die Landesregierung arbeitet in der Migrationspolitik erfolgreich, eng und vertrauensvoll zusammen."

Weitere Meldungen

Staatssekretär Siegfried Lorek MdL
Opferschutz

Land stärkt Opferschutz und stellt sich Antisemitismus entgegen

Ein Mann tippt auf einer beleuchteten Tastatur eines Laptops.
Justiz

Strafverfolgungsstatistik 2025 veröffentlicht

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Carsten Höfler
Polizei

Leitung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart