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Land geht gegen Motorradlärm vor

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Polizist kontrolliert ein Motorrad (Foto: © dpa)

Mit Kontrollen und Präventionsarbeit geht das Land gezielt gegen Raserei und Lärm durch Motorräder vor.

„Es kann nicht sein, dass bei den Menschen zuhause die Gläser im Schrank wackeln, weil es einigen Bikerinnen und Bikern nicht laut genug sein kann. Wir akzeptieren das schon lange nicht mehr und gehen gezielt gegen Raserei und Lärm vor“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl mit Blick auf die veröffentlichten Ergebnisse der Lärmmessungen an beliebten Motorradstrecken.

Das Innenministerium hat bereits zu Beginn der Motorradsaison 2018 einen 5-Punkte-Plan aufgelegt. Der erste Punkt lautet nicht zufällig ‚Überwachungsoffensive – Raser und Lärm stoppen‘. Unsere Motorrad-Experten der Polizei kommen jedes Jahr zusammen, bewerten die abgelaufene Motorradsaison und suchen weitere Möglichkeiten, um Raserei und Dröhnerei Einhalt zu gebieten“, erläuterte Innenminister Thomas Strobl.

Motorradkontrollen durch die Polizei

Die Polizei hat im Jahr 2020 allein über 4.000 Personenstunden in Motorradkontrollen investiert. Das sind rund ein Drittel mehr als im Vorjahreszeitraum und so viel wie seit 2015 nicht mehr. Dabei sind knapp 6.200 Verkehrsverstöße festgestellt worden. Die meisten Beanstandungen waren hierbei Geschwindigkeitsverstöße (47 Prozent). Einen neuen Allzeit-Höchststand erreichten die Beanstandungen auf Grund technischer Mängel mit über 1.700 Verstößen (ein Zuwachs von 9 Prozent). Solche unzulässigen technischen Veränderungen wirken sich häufig unmittelbar auf das Geräuschverhalten der Motorräder aus. 

„Die Polizei verfügt flächendeckend über Spezialwissen zur Bekämpfung von schweren Motorradunfällen und technischen Veränderungen an den Motorrädern. So kann das ‚Kompetenzteam Motorrad‘ der Polizei Baden-Württemberg in diesem Jahr auf sein elfjähriges Bestehen zurückblicken. Im Kompetenzteam wird das Spezialwissen der Zweirad-Experten aller Dienststellen und Einrichtungen der Polizei rund um technische Manipulationen an Motorrädern gebündelt. Diese geben ihr Wissen an die Kolleginnen und Kollegen in ihren Dienststellen weiter und unterstützen bei entsprechenden Kontrollen“, erklärte Innenminister Thomas Strobl.

Wichtige Präventionsarbeit

Daneben kommt auch der Prävention eine wichtige Rolle zu. „Wir versuchen die Bikerinnen und Biker gemeinsam mit unseren Partnern im Rahmen der Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR über zahlreiche Kanäle zu einer rücksichtsvollen und gefahrenarmen Fahrweise anzuhalten. Und auch in diesem Jahr wird es eine themenbezogene Kampagne geben. Wir wollen überzeugen. Klar ist aber auch, dort wo das nicht funktioniert, darf es keine Denkverbote geben, dann müssen auch Streckensperrungen geprüft werden“, sagte der Inspekteur der Polizei Andreas Renner.

„Die Rahmenbedingungen für einen wirksamen motorradbezogenen Lärmschutz der Bewohnerinnen und Bewohner unseres schönen ‚Ländles‘ werden wir noch energischer beim Bund einfordern. Da sind sich der Verkehrsminister und ich zu 100 Prozent einig“, schloss Minister Thomas Strobl seine Ausführungen. 

Der 5-Punkte Plan im Einzelnen:

  1. Überwachungsoffensive – Raser und Lärm stoppen
  2. Prävention „Ü50“ – Gefahrenbewusstsein schaffen
  3. Gutes Equipment – Motorrad und Ausrüstung checken
  4. Offensive Öffentlichkeitsarbeit – Verkehrsteilnehmer erreichen
  5. Sicherer Verkehrsraum – Strecken entschärfen

Pressemitteilung vom 29. März 2018: Fünf-Punkte-Plan für mehr Sicherheit in der Motorradsaison

GIB ACHT IM VERKEHR – Die landesweite Verkehrssicherheitsaktion in Baden-Württemberg

Polizei Baden-Württemberg

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