Kernenergie

Infoforum zum Kernkraftwerk Neckarwestheim

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Baden-Württemberg, Neckarwestheim: Dampf kommt aus dem Kühlturm von Block 2 des Kernkraftwerks Neckarwestheim. (Bild: Marijan Murat)

Das 4. Infoforum Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz des Umweltministeriums beschäftigt sich am 27. Oktober 2022 mit der aktuellen Situation in Neckarwestheim, dem Stilllegungsprozess sowie der gleichzeitigen Vorbereitung auf den zeitlich befristeten Weiterbetrieb bis Mitte April.

Ende des Jahres sollte das letzte baden-württembergische Atomkraftwerk in Neckarwestheim (GKN II) abgeschaltet werden. Der Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen energiewirtschaftliche Folgen haben dieses Datum allerdings in Frage gestellt. Nach dem Beschluss der Bundesregierung sollen GKN II und die anderen beiden aktiven Kernkraftwerke in Deutschland, Isar 2 und Kernkraftwerk Emsland, jetzt bis Mitte April weiterbetrieben werden dürfen. Bundestag und Bundesrat müssen der dafür nötigen Änderung des Atomgesetzes noch zustimmen.

Kein Wiedereinstieg in die Kernenergie

Das baden-württembergische Umweltministerium trage die Entscheidung, GKN II befristet weiterzubetreiben, mit, bekräftigte Staatssekretär Andre Baumann im Vorfeld des Infoforums. Er machte aber auch klar: „Am 15. April ist das Zeitalter der atomaren Stromproduktion in Baden-Württemberg endgültig vorbei. Der befristete Weiterbetrieb ist kein Wiedereinstieg in die Kernenergie.“

Baumann erläuterte, dass es für den Weiterbetrieb von GKN II verschiedene Optionen gebe. Denkbar sei ein Streckbetrieb, also ein Weiterlaufen des Kraftwerks mit reduzierter Leistung, bis etwa Mitte Februar, bis zum vollständigen Ausnutzen des aktuellen Reaktorkerns. Denkbar sei aber auch, dass das Kernkraftwerk Anfang nächsten Jahres zunächst heruntergefahren wird, um dann nach der Neubeladung des Reaktorkerns mit leistungsfähigen Brennelementen aus dem Brennelementlagerbecken bis Mitte April Strom produzieren zu können. „Neue Brennelemente müssen in beiden Szenarien nicht beschafft werden“, bekräftigte Baumann, und ganz klar sei auch: „Bei der Sicherheit gibt es keine Kompromisse. Der befristete Weiterbetrieb orientiert sich an den höchsten Sicherheitsstandards für Mensch und Umwelt.“

Öffentlich und ausschließlich online

Das 4. Infoforum Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz des Umweltministeriums findet am Donnerstag, 27. Oktober 2022 ab 18 Uhr online statt. Es richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Neben Umweltstaatssekretär Andre Baumann nehmen der zuständige Abteilungsleiter für die Atomaufsicht, Thomas Wildermann, sowie der Chef der EnBW Kernkraft GmbH, Jörg Michels, am Infoforum teil und beantworten Fragen aus dem Teilnehmerkreis.

Wer am Forum teilnehmen möchte, muss sich vorher online anmelden

Im Vorfeld der Veranstaltung wird den angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein Link zusammen mit allen weiteren Informationen zur Einwahl in den Veranstaltungsraum per E-Mail zugeschickt. 

Weitere Meldungen

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Symbolbild: Eine Frau versucht sich vor der Gewalt eines Mannes zu schützen (Bild: dpa).
Opferschutz

13 Millionen Euro für Opfer aus Gewalttaten

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Landgericht Ulm
Justiz

Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen wird genannt

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Radverkehr

Radfahrabzeichen stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Ein Zug steht an einem neuen Bahnsteig.
Schienenverkehr

Land schreitet bei Reaktivierung von Schienenstrecken voran

Junge Menschen steigen aus einem Zug am Bahnsteig aus.
Mobilität

Mobilstationen machen Verkehrsangebote sichtbarer

Carsten Höfler
Polizei

Leitung des Polizeipräsidiums Ludwigsburg

Eine Mutter geht mit einem Kinderwagen über einen Zebrastreifen.
Fußverkehr

15 Kommunen setzen sich für bessere Fußwege ein

Staatssekretär des Ministeriums der Justiz und für Migration und Opferbeauftragter der Landesregierung Siegfried Lorek
Opferschutz

Modellprojekt „Prozessbegleitung Gewaltschutzverfahren“