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  • 24.01.2018

Französisches Sprachdiplom als Leistungsnachweis an Gymnasien

  • Eine Schülerin und ein Schüler lesen gemeinsam einen Text (Bild: © dpa).

    Bild: © dpa

An den Gymnasien im Land können Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse künftig das französische Sprachdiplom DELF auf der Grundlage einer zentralen Klassenarbeit erwerben. Das Pilotprojekt sei ein Gewinn für die deutsch-französische Freundschaft, so Kultusministerin Susanne Eisenmann.

Baden-württembergische Gymnasiasten der 10. Klasse können künftig das Sprachdiplom DELF (Diplôme d’études en langue française) auf der Grundlage einer zentralen Klassenarbeit erwerben. Das Kultusministerium, das Institut Français und das Centre international d'études pédagogiques (CIEP) führen dieses international anerkannte Zertifikat als Leistungsnachweis an den Gymnasien des Landes neu ein. Kultusministerin Susanne Eisenmann, die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes und Stéphane Foin, geschäftsführender Direktor des CIEP, haben hierzu eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

„Das Sprachdiplom DELF motiviert Schülerinnen und Schüler zum Französischlernen und belohnt ihre Leistung. Hiervon profitiert nicht zuletzt die deutsch-französische Freundschaft, die vom gegenseitigen sprachlichen Verständnis lebt“, betont Ministerin Susanne Eisenmann. Das Pilotprojekt sei ganz im Sinne der neuen Oberstufenkonzeption, die es Gymnasiasten ermöglicht, Französisch auf erhöhtem Niveau im fünfstündigen Leistungsfach zu intensivieren oder im dreistündigen Basisfach zu vertiefen. „Durch das DELF-Zertifikat findet ein Instrument der Qualitätssicherung Eingang in den Französischunterricht, das weltweite Anerkennung genießt“, so Ministerin Eisenmann.

74 Gymnasien nehmen am Pilotprojekt teil

Baden-Württemberg stellt den Gymnasien eine zentrale, zu benotende Klassenarbeit mit Aufgaben aus dem Pool der DELF-Aufgaben (Niveau B1) des CIEP zur Verfügung. Die Benotung der Klassenarbeit erfolgt sowohl nach den baden-württembergischen Vorgaben als auch nach den Korrekturrichtlinien des CIEP. „Die Integration des weltweit anerkannten und lebenslang gültigen DELF-Zertifikats in das baden-württembergische Lehrprogramm soll dazu beitragen, die Motivation der Schülerinnen und Schüler zum Erlernen einer Fremdsprache wie Französisch zu fördern“, erklärt Botschafterin Anne-Marie Descôtes.

Im aktuellen Schuljahr 2017/2018 beteiligen sich 74 Gymnasien am Pilotprojekt. Nach Auswertung der Erfahrungen soll künftig allen Gymnasien die landesweite Klassenarbeit angeboten werden. Die ersten Schülerinnen und Schüler legen diese am 13. April 2018 ab, sie können sich im Anschluss für die mündliche DELF-Prüfung anmelden und bei Bestehen das DELF-Zertifikat erwerben.

Seit Ende 2017 sind bereits 160 Lehrkräfte aus Baden-Württemberg durch das CIEP in Zusammenarbeit mit dem Institut Français und den deutsch-französischen Kulturinstitutionen geschult, geprüft und als Prüfer zugelassen worden. In den kommenden Jahren soll es an jedem Gymnasium in Baden-Württemberg vom CIEP akkreditierte Prüferinnen und Prüfer geben.

DELF öffnet Türen

Das DELF ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache und wird vom französischen Bildungsministerium ausgestellt. Es hat lebenslange Gültigkeit und dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse, etwa bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung im frankophonen Ausland oder in französischsprachigen Unternehmen und Institutionen. „DELF öffnet Türen“, sagt Botschafterin Anne-Marie Descôtes.

Aktuell lernen knapp 158.600 Schülerinnen und Schüler in Baden-Württemberg Französisch an den öffentlichen und privaten allgemein bildenden Gymnasien. Dabei können sie Französisch ab Klasse 5 (1. Fremdsprache) oder ab Klasse 6 (2. Fremdsprache) belegen. Die Mehrheit der Schülerinnen und Schüler lernt mindestens bis Klasse 10 Französisch.

Bei der weiterentwickelten Oberstufe belegen Schülerinnen und Schüler erstmals ab dem Jahr 2019 auf erhöhtem Niveau drei Leistungsfächer, die fünfstündig (statt wie bislang vierstündig) unterrichtet werden. Als erstes und zweites Leistungsfach wählen die Schülerinnen und Schüler zwei Fächer aus Deutsch, Mathematik, Fremdsprache und Naturwissenschaft. Das dritte Leistungsfach wählen sie frei. Die übrigen, nicht als Leistungsfächer gewählten Fächer, werden als Basisfächer belegt – wobei Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen und Naturwissenschaften als Basisfächer dreistündig unterrichtet werden. Die übrigen Basisfächer bleiben zweistündig.


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