Atomaustieg

EnBW und andere Atomkonzerne ziehen Klagen zum Atomausstieg zurück

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Logo des Energieversorgers Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) am Gebäude des Konzernsitzes in Karlsruhe.

Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller hat die Ankündigung der Atomkraftwerksbetreiber, insbesondere der baden-württembergischen EnBW, begrüßt, die anhängigen Klagen im Zusammenhang mit dem Atomausstieg zurückzuziehen.

„Das zeigt, dass die Konzerne dabei sind, die energiewirtschaftliche und politische Realität endlich uneingeschränkt anzuerkennen. Jetzt hoffe ich, dass auch die Atomausstiegsklage von Vattenfall vor einem internationalen Schiedsgericht in Washington noch zurückgezogen wird“, sagte Untersteller.

Baden-Württemberg war von den Klagen im Rahmen einer Amtshaftungsklage der EnBW betroffen, mit der der Konzern die Rechtmäßigkeit des Atommoratoriums 2011 und eigene Schadensersatzansprüche überprüfen lassen wollte. Damals waren die Kernkraftwerke Philippsburg 1 und Neckarwestheim I als Konsequenz des Reaktorunfalls in Fukushima vorübergehend stillgelegt worden. Das Landgericht Bonn hatte im April diesen Jahres die Schadensersatzforderung der EnBW in Höhe von mehr als 260 Millionen Euro bereits abgewiesen. Die EnbW hatte dagegen Berufung eingelegt.

Weiteres gutes Signal für die Abwicklung der Atomenergie in Deutschland

Umweltminister Untersteller wertete den Schritt der Konzerne auch als Vertrauen schaffendes Signal für die nächsten Jahre: „Die Klagen zurückzuziehen bedeutet, ein vernünftiges und zielgerichtetes Miteinander bei der Abwicklung der Atomkraft bis hin zur Frage der Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland zu ermöglichen.“

Aus Sicht Unterstellers kann der vor zwei Monaten gefundene Kompromiss in Sachen Finanzierung und Verantwortung für Stilllegung und Rückbau sowie für die Endlagerung der atomaren Abfälle jetzt umgesetzt werden. „Ich freue mich, dass das mühsam gefundene Paket nicht wieder aufgeschnürt werden muss.“

Bis zur Stilllegung der beiden verbliebenen Atomkraftwerke in Baden-Württemberg werde es noch ein paar Jahre dauern, führte der Umweltminister weiter aus. Derzeit würden die Anträge der EnBW auf Stilllegung der beiden Meiler KKP 2 und GKN II geprüft. Über die Anträge zum Rückbau von KKP 1 und GKN I werde voraussichtlich in der ersten Hälfte des kommenden Jahres entschieden.

Weitere Meldungen

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Ein Wildschwein steht auf einem Plateau im Wald und beobachtet die Umgebung.
Tierschutz

Früherkennungsprogramm „Afrikanische Schweinepest“ startet

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Basketball liegt auf dem Boden einer Turnhalle.
Sport

Landesfinale bei „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“

Eine Frau sammelt in einem Wald Bärlauchblätter ein, die den Waldboden fast komplett bedecken. (Bild: dpa)
Verbraucherschutz

Wichtige Tipps zum Start der Bärlauch-Saison

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Ausnahmegenehmigung zum Wolfsabschuss wird nicht verlängert

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Wolfsmanagement

Auffälliger Wolf im Nordschwarzwald: Fragen und Antworten

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Vorläufiges amtliches Ergebnis der Landtagswahl 2026

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum