Grundschule

Einigung beim Ausbau der Grundschul-Ganztagsangebote

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Das Land und der Bund haben sich bei Verwaltungsvereinbarung für Bundesmittel zum Ausbau der Ganztagsangebote für Grundschulkinder geeinigt. Das Kultusministerium gewährleistet die Einhaltung von verlässlichen Qualitätskriterien.

In den Verhandlungen zu den Investitionen des Bundes für den Ausbau der Ganztagsangebote für Grundschülerinnen und Grundschüler hat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann kurz vor Weihnachten mit dem Bund eine Einigung erzielen können.

Die Bundesministerinnen für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Franziska Giffey, sowie für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, haben akzeptiert, dass das Land Baden-Württemberg eine Protokollerklärung zu der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern für den Ausbau der Ganztagsbetreuung abgibt, die die Förderung der qualitätsvollen kommunalen Betreuungsangebote umfassend ermöglicht.

Die Protokollerklärung des Landes besagt, dass das Kultusministerium als oberste Schulaufsichtsbehörde die Einhaltung von verlässlichen Qualitätskriterien, die Voraussetzung für eine finanzielle Förderung durch den Bund sind, gewährleistet. Dabei besteht die Möglichkeit, bei Erfüllung der Qualitätskriterien die Aufsicht auf die Kommunen als Schulträger zu delegieren. Die Letztverantwortung bleibt auch dann beim Kultusministerium. Mit der Maßgabe der mit dem Bund abgestimmten Protokollerklärung hat Kultusministerin Eisenmann die Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund für das Land Baden-Württemberg am Tag vor Heiligabend unterzeichnet.

Wahlfreiheit für die Eltern

„Ich freue mich sehr, dass wir eine Einigung erzielt haben. Damit können nun auch die qualitätsvollen kommunalen Betreuungsangebote in Baden-Württemberg von den Bundesmitteln profitieren. Es war mein Ziel, dass auch diese bewährten und bei den Eltern beliebten Angebote mit den zusätzlichen Mitteln des Bundes ausgebaut werden können“, sagt Eisenmann. Dieses Ziel sei nun erreicht worden. „Wir setzen in Baden-Württemberg auf ein konstruktives Nebeneinander von Ganztag und Betreuung und auf echte Wahlfreiheit der Eltern“, so die Ministerin. Das müsse auch gelten, wenn das Geld des Bundes beim Ausbau in Anspruch genommen werde.

Der Einigung gingen intensive Verhandlungen zwischen dem Bund und dem Land Baden-Württemberg voraus. Die auf Ebene der der Staatskanzleien der Länder ausgehandelte Verwaltungsvereinbarung ließ zunächst jene Betreuungsangebote außen vor, die in Baden-Württemberg traditionell unter der Aufsicht der kommunalen Schulträger stehen.

Den Weg zum nun erfolgten Durchbruch mit einer ergänzenden Protokollerklärung des Landes hat ein Treffen zwischen Kultusministerin Eisenmann, Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey am 11. Dezember 2020 in Berlin geebnet. „Wir haben immer deutlich gemacht, dass wir an konstruktiven Gesprächen interessiert sind. Ich habe aber auch in allen Gesprächen klargestellt, dass die Interessen der Kinder und Eltern in Baden-Württemberg voll Berücksichtigung finden müssen. Ich bin froh, dass dies nun erfolgen kann und alle Angebote, die die Qualitätskriterien erfüllen, auch gefördert werden können“, sagt Eisenmann.

Verwaltungsvereinbarung zur Ganztagsbetreuung

Die Verwaltungsvereinbarung  zu „Finanzhilfen des Bundes für das Investitionsprogramm zum beschleunigten Infrastrukturausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“ sieht vor, dass das Land Baden-Württemberg vom Bund rund 97,6 Millionen Euro für Investitionen in den quantitativen und qualitativen Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Grundschulkinder erhalten soll.

Ohne die Einigung zwischen Bund und Land hätten etwa 80 Prozent der Ganztagesangebote in Baden-Württemberg für Grundschulkinder unter kommunaler Aufsicht nicht mit Bundesmitteln gefördert werden können. Derzeit besuchen knapp 240.000 Schülerinnen und Schüler im Grundschulalter ein solches flexibles kommunales Betreuungsangebot in Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Polizei mit BW-Wappen
Polizei

Neuer Studienjahrgang startet an der Hochschule für Polizei

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

von links nach rechts: Herr Knödler von der Justizvollzugsanstalt Schwäbisch Hall, Justizministerin Marion Gentges und Herr Mack von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Justizvollzugsbeamte im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Ministerin Razavi mit den neuen Regierungsbaumeisterinnen und Regierungsbaumeistern 2026. V.l.: Manuel Riedlinger, David Maihöfer, Ministerin Nicole Razavi MdL, Annika Bauer, Johannes Martin Schöckle und Salome Cynthia Schwarz.
Städtebau

Regierungsbaumeisterinnen und -baumeister verabschiedet

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Ein Schüler mit Schutzbrille und Handschuhen in einer Autowerkstatt
Schule

Neues Portal zum Arbeits- und Gesundheitsschutz an Schulen

Gruppenbild auf der Bühne: Sozialminister Manne Lucha mit allen Preisträgern des Präventionspreises 2026
Gesundheit

Zwölf Projekte zur Gesundheits­prävention ausgezeichnet