Forschung

Drei Millionen Euro für Zentrum für Batterien und Energiespeichersysteme

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mitarbeiter arbeitet in der Produktion an einer Zelle für eine Elektroauto-Batterie. (Bild: dpa)

Das Wirtschaftsministerium fördert im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg ein Entwicklungs- und Prüfzentrum für Batterien und Energiespeichersysteme in Freiburg mit drei Millionen Euro.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg ein Entwicklungs- und Prüfzentrum für Batterien und Energiespeichersysteme in Freiburg mit drei Millionen Euro. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bekannt. Ziel des Projekts „Haidpower“ des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) und des Ernst-Mach-Instituts (EMI) ist es, Batteriesysteme gezielt mit der Nutzung erneuerbarer Energien zu verknüpfen, um damit Stromverteilernetze zu entlasten. „Die Steuerung komplexer Batteriesysteme ist ein zentrales Zukunftsthema für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg. Mit dem Projekt gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung unseres Ziels, die gesamte Wertschöpfungskette bei Batterien in Baden-Württemberg abzubilden“, sagte die Ministerin.

„Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektroautos müssen wir unsere Ladeinfrastruktur massiv ausbauen. Denn der kurzfristig hohe Strombedarf, der beim Laden der E-Fahrzeuge entsteht, stellt unsere Netze vor große Herausforderungen. Dezentrale Batteriesysteme in Verbindung mit Strom aus erneuerbaren Energien können diesen Effekt abmildern und die Netze entlasten. Damit sinken einerseits die Kosten für den Netzausbau – andererseits können wir nachhaltig produzierten Strom aus erneuerbaren Energien effizienter nutzen. Wir stärken also nicht nur unseren Standort, sondern betreiben damit auch aktiv Klimaschutz“, so Hoffmeister-Kraut.

Im Rahmen des Projekts soll geprüft werden, wie Batteriespeicher zur punktuellen Entlastung des Stromnetzes in Fällen großer Leistungsanforderungen beitragen können. Dies erfolgt an einem konkreten Praxisbeispiel – dem sogenannten „Haidhaus“ in Freiburg, einem Industriekomplex mit unzureichender Netzanbindung. Der in einer Photovoltaik-Anlage gewonnene Strom soll dabei in einer Batterie gespeichert und dann beispielsweise für das Laden von E-Autos verwendet werden. Das Projekt beschäftigt sich auch mit Fragen zur Wirtschaftlichkeit des Ansatzes sowie zu Anforderungen zum Aufbau einer Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.

Strategiedialog Automobilwirtschaft BW

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft (SDA) der Landesregierung erfolgt auf Arbeitsebene in sieben strategischen Themenfeldern: Forschung und Entwicklung, Produktion, Zulieferer (I), Vertrieb, After-Sales (II), Energie (III), Digitalisierung (IV), Verkehrslösungen (V), Forschungs- und Innovationsumfeld (VI), Querschnittsfeld Gesellschaft und Mobilität (VII). Jedem Themenfeld steht ein Mitglied der Landesregierung sowie ein Co-Lead aus Unternehmen, Wissenschaft oder Nicht-Regierungsorganisationen vor. Jährlich treffen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung, der Unternehmensleitungen, der Wissenschaft, der Arbeitnehmervertretungen und der Zivilgesellschaft, um die bisherigen Fortschritte und das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Themenfelder I und II werden in Verantwortung des „Transformationsrates Automobilwirtschaft Baden-Württemberg“ unter der Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Hoffmeister-Kraut bearbeitet.

Weitere Meldungen

Das Flügelrad für Radioaktivität ist auf einer sogenannte Ringleitung für hochkonzentriertes Radon zu sehen.
Strahlenschutz

Ergebnisse des Radon-Messprogramms

Eine Lehrerin in der Grundschule mit Schülerinnen und Schülern.
Schule

102 weitere Ganztagsschulen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk fordert schnelle Entlastungen bei Energiepreisen

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Verkehrsminister Winfried Hermann
Online-Dialog

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum