Familie

Analyse zeigt Bedarf an Schuldnerberatung für Familien

Silhouetten von Menschen in verschiedenen Lebenslagen

Der neue „GesellschaftsReport BW“ zeigt, dass Vorsorge und eine frühzeitige Beratung wichtig sind, damit vor allem Familien nicht in die Schuldenfalle tappen. Das Sozialministerium fördert neun Pilotprojekte mit knapp 400.000 Euro, die erproben, wie eine solche Hilfe gelingen kann.

Damit vor allem Familien gar nicht erst in die Schuldenfalle tappen, sind Vorsorge und eine frühzeitige Beratung wichtig. Das zeigt auch der neue „GesellschaftsReport BW“ (PDF) der FamilienForschung im Statistischen Landesamt. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration stellt deshalb 400.000 Euro zur Verfügung, damit neun Pilotprojekte in Baden-Württemberg erproben, wie eine solche Hilfe gelingen kann. Das gab Sozialminister Manne Lucha am 1. Dezember 2022 in Stuttgart bekannt.

„Wir müssen verschuldete Familien möglichst früh erreichen, um insbesondere die Folgen einer Überschuldung für die Kinder und Jugendlichen abzuwenden“, sagte der Minister. „Gleichzeitig muss die Beratung von überschuldeten Familien stärker auf deren besondere Bedürfnisse abzielen.“

Beratung lässt sich durch bestimmte Maßnahmen verbessern

Der neue GesellschaftsReport mit dem Titel „Überschuldung von Familien in Baden-Württemberg – Analyse und Ansätze zur Verbesserung der Schuldnerberatung" beleuchtet anhand von statistischen Daten das Ausmaß, die Ursachen sowie Folgen der Überschuldung von Familien in Baden-Württemberg. Er stellt insbesondere anhand von Interviews mit Schuldnerberaterinnen und -beratern heraus, mit welchen Ansatzpunkten sich die Beratung betroffener Familien verbessern lässt.

Die Forscherinnen und Forscher der FamilienForschung Baden-Württemberg stellen in dem aktuellen Bericht heraus, dass es hierbei besonders darauf ankommt,

  • mit systemischen Beratungsansätzen alle Familienmitglieder zu berücksichtigen,
  • dass sich die Beraterinnen und Berater spezifische Kenntnisse zu Leistungsansprüchen von Familien sowie zu Unterhaltsverpflichtungen aneignen,
  • soziale Schuldnerberatung an Orten anzubieten, an denen Eltern ohnehin sind, etwa in Familien- und Quartierszentren, an Schulen und Kitas,
  • sowie auch Möglichkeiten der telefonischen und digitalen Beratung zu schaffen.

Überschuldung muss frühzeitig erkannt werden

Neben der Reaktion auf Überschuldung ist es wichtig vorzubeugen, damit eine Überschuldung frühzeitig erkannt wird und erste Hilfestellungen gegeben werden können. Hierfür bietet es sich an, dass bestehende Beratungsstellen

  • die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit ausbauen,
  • mit der Kinder- und Jugendhilfe, mit Schulen und Kindertagesstätten, aber auch mit Freizeiteinrichtungen und Sportvereinen zusammenarbeiten, um gute, niedrigschwellige Zugänge zu Familien zu schaffen sowie
  • Fachkräfte im Erziehungs-, Bildungs- und Gesundheitsbereich schulen, dass sie für Gefährdungslagen sensibel sind und als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren den Weg zur Schuldnerberatung bahnen können.

GesellschaftsReport BW: „Überschuldung von Familien in Baden-Württemberg – Analyse und Ansätze zur Verbesserung der Schuldnerberatung“ (PDF)

Übersicht der Projekte des Förderaufrufs „Überschuldung von Familien“ (PDF)

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Wissenschaftsministerin Petra Olschowski mit der die bisherige Wissenschaftsrat-Vorsitzenden Prof. Dorothea Wagner und der neue Vorsitzende Prof. Wolfgang Wick
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Paragraphen-Symbole
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Aktuelle Änderungen der Corona-Verordnungen

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
  • Wohngeld

Digitaler Wohngeldantrag für Kommunen

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Viertes baden-württembergisches Musikgymnasium

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
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Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
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Die Kabinettsmitglieder sitzen am Kabinettstisch der Villa Reitzenstein.
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Symbolbild: Ein junger Mann trägt vor einer einfahrenden Stadtbahn in Stuttgart eine Atemschutzmaske. (Bild: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa)
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Eine Lehrerin mit einem Tablet in der Hand steht vor einer digitalen Tafel.
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