Flächen gewinnen

Aktionsbündnis „Flächen gewinnen in Baden-Württemberg“ tagt zum 11. Mal

Zwei Bauarbeiter auf einer Baustelle in Mannheim. (Bild: dpa)

„Gerade der Wohnungsbausektor steht bei dem derzeitigen Flüchtlingszustrom unter großem Druck“, sagte Staatssekretärin Gisela Splett in der Sitzung des Aktionsbündnisses „Flächen gewinnen in Baden-Württemberg in Stuttgart. Sie betonte, dass das Ziel eines sparsamen Flächenverbrauchs weiterhin wichtig sei, auch wenn es nun im Licht aktueller Herausforderungen betrachtet werden müsse.

„Gelingen könnte ein sparsamer Umgang mit Flächen in der jetzigen Situation“, so Splett, „durch die Schwerpunktsetzung auf eine integrierte Innenentwicklung.“ Dabei gelte es auch, die Nutzung von Leerständen stärker in den Blick zu nehmen. „Die Herkulesaufgabe Flüchtlingsunterbringung unterstreicht, dass eine effiziente Flächennut-zung gerade dann geboten ist, wenn in kurzer Zeit neuer Wohnraum geschaffen werden muss. Und zwar möglichst dort, wo es städtebaulich verträglich, sozial ausgewogen und die Integration fördernd ist.“

Mit einem Jahr Verzögerung wegen einer Umstellung der Erhebungsmethoden, konnte das Statistische Landesamt auf der diesjährigen Sitzung wieder aktuelle Flächenverbrauchsdaten angeben : In 2013/2014 wurden rund 5,5 ha/Tag (entsprechend 38 m2/Minute) verbraucht. Im Vergleich zu den Vorjahren 2010 (6,3 ha/Tag) und 2011 (6,7 ha/Tag) konnte der Wert reduziert werden. „Mit einem Wert um die fünfeinhalb Hektar je Tag ist Baden-Württemberg auf einem guten Weg hin zu dem von Bund und Ländern 2013 bekräftigten Ziel eines sinkenden Flächenverbrauchs“, so Splett dazu. 

Berichtet wurde in der Sitzung weiterhin über den aktuellen Stand des Förderprogramms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“, das nicht-investive Vorhaben zur Schaffung attraktiver kompakter Siedlungsmuster mit kurzen Wegen unterstützt. In der Förderrunde 2015 konnten 26 Kommunen mit rund 540.000 Euro gefördert werden. Das Programm wird 2016 fortgesetzt; einen Schwerpunkt soll dabei die Mobilisierung innerörtlicher Flächen für Wohnzwecke bilden. 

Auch vor dem Hintergrund erster Ergebnisse der Studie „Nachhaltige Gewerbeflächenentwicklung in Baden-Württemberg“ wurden die leider nur sehr eingeschränkten Möglichkeiten für zuverlässige Prognosen für den Gewerbeflächenbedarf angesprochen. Ebenfalls angesprochen wurde das Thema der Aufwertung älterer Gewerbeflächen mit dem Ziel möglichst effizienter Nutzung. „Eine der Möglichkeiten für gewerbliche Ent-wicklung kann auch die sorgsam gesteuerte Nutzungsmischungen von Wohnen und nicht störendem Gewerbe bieten. Auch hier wollen wir soweit wie möglich weg von der grünen Wiese und stattdessen den Innenstädten wieder mehr Bedeutung zumessen sowie flächensparend bauen, den Siedlungsbestand aufwerten und die Aufenthaltsqualität erhöhen“, so Gisela Splett.

Unterbringung von Flüchtlingen (die Seite wird stets aktualisiert)Pressemitteilung vom 25.09.15: Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innentwicklung“Flächenverbrauchsuhr für Baden-WürttembergJubiläumsbroschüre zum 10-Jährigen Bestehen des Aktionsbündnisses

Aktionsbündnis „Flächen gewinnen“

Ziel des Bündnisses ist es, dem Flächenverbrauch in Baden-Württemberg entgegenzusteuern. Es ist ein Zusammenschluss aller mit Flächeninanspruchnahme befassten Institutionen im Land. Ihm gehören die kommunalen Landesverbände, Naturschutzverbände, die Architektenkammer, die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, der Industrie- und Handelskammertag, der Handwerkstag, der Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie, der Industrieverband Steine und Erden, die Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, die Deutsche Bahn, das Altlastenforum, die Ingenieurkammer und die Arbeitsgemeinschaft der Sanierungs- und Entwicklungsträger an. Neben dem federführenden MVI sind auch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft und das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz  im Aktionsbündnis vertreten.

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