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26 neue Ganztagsschulen starten zum Schuljahr 2019/2020

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Grundschueler liest mit seinen Mitschuelern im Unterricht (Bild: © dpa).

Zum neuen Schuljahr bieten 26 weitere Schulen einen Ganztagsunterricht an. Damit gibt es in Baden-Württemberg dann 488 Ganztagsschulen. Die Mehrheit der neuen Schulen haben sich für die sogenannte Wahlform entschieden. Das heißt, sie bieten neben dem neuen Ganztag auch weiter Halbtagsunterricht an, so dass die Eltern frei entscheiden können.

Im kommenden Schuljahr 2019/2020 starten weitere 18 Schulen mit dem schulgesetzlich verankerten Ganztagskonzept. Mit den 14 neuen Grundschulen sowie den vier Grundstufen an Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren mit Förderschwerpunkt Lernen (SBBZ L) gibt es künftig insgesamt 488 Ganztagsschulen im Land. Hinzu kommen acht weiterführende Schulen, die nach dem alten Landeskonzept (Schulversuch) arbeiten. Insgesamt hat das Kultusministerium damit 26 Anträge zur Einrichtung einer Ganztagsschule bewilligt. „An Ganztagsschulen haben die Kinder zwischen den Lern- und Übungsphasen zusätzliche Zeit sich zu bewegen, zu spielen oder sich auszuruhen. Aber auch für die Eltern ist dieses Angebot wichtig, wenn sie Familie und Job vereinbaren müssen“, sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann.

Mehrheit hat sich für Wahlform entschieden

13 Grundschulen und drei SBBZ L haben sich für die Wahlform entschieden. Das heißt, an der Schule werden sowohl Ganztags- als auch Halbtagsschüler unterrichtet. Davon wollen sechs Grundschulen den Ganztagsbetrieb in Wahlform sukzessive aufbauen. Eine Grundschule und ein SBBZ L haben die verbindliche Form gewählt, bei der alle Kinder an der Schule am Ganztag teilnehmen. Darunter die Benjamin-Franklin-Grundschule in Mannheim, die zum Schuljahr 2019/2020 neu eingerichtet wird. Unabhängig von der gewählten Form besteht für die Schulen die Möglichkeit, einen Teil der zusätzlichen Lehrerwochenstunden in Geldmittel umzuwandeln (Monetarisierung). Sieben Grundschulen und zwei SBBZ L wollen damit die Angebote von Musikschulen, Sportvereinen oder anderer außerschulischer Partner finanzieren.

Erstmals seit der Einführung im Schuljahr 2014/2015 liegt dem Kultusministerium auch ein Antrag auf Aufhebung einer Ganztagsschule vor. Die Grundschule Grießen möchte in Zukunft auf Wunsch der Eltern auf die verpflichtende Teilnahme am Ganztag verzichten und stattdessen auf ein flexibles kommunales Betreuungsangebot umsteigen. „Ganztagsschulen sind eine große Entlastung für Eltern, die für ihre Kinder auch am Nachmittag eine gute Betreuung brauchen und sie pädagogisch fördern wollen. Flexible Angebote sind für viele Eltern aber auch sehr attraktiv. Wir wollen deshalb die kommunalen Betreuungsangebote und die rhythmisierte Ganztagsschule gleichermaßen stärken. So können wir für alle Familien passende Lösungen anbieten“, so die Ministerin weiter.

Verbindliche Qualitätsstandards

Neben dem bedarfsgerechten Ausbau der Ganztagsschulen ist vor allem die Qualität der Angebote zentral. „Wir haben bei unserem Fachtag im Juni 2018 intensiv über die Qualität der Ganztagsschulen diskutiert. Wir investieren viel Geld in den Ganztag, wollen aber auch sicherstellen, dass qualitativ hochwertige Angebote gemacht werden. Deshalb bieten wir den Schulen in Zukunft klare Qualitätsstandards zur Orientierung“, sagt Kultusministerin Eisenmann. Dazu erarbeitet das Kultusministerium derzeit in Zusammenarbeit mit Professorin Dr. Anne Sliwka von der Universität Heidelberg einen „Qualitätsrahmen Ganztagsschule BW“, der zum Schuljahr 2019/2020 für alle Ganztagsschulen verbindlich eingeführt wird.

Neue Ganztagsschulen nach Schulgesetz

Grundschulen:

Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren:

Neuanträge Neue Ganztagsschulen nach alten Landeskonzept (Schulversuch)

Haupt-/Werkrealschulen:

Realschulen:

Gymnasien:

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