Herdenschutz

22 gerissene Schafe im Landkreis Tübingen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Herde Schafe im Biosphärengebiet Schwarzwald

In Mössingen hat ein Schafhalter acht tote und weitere 14 verletzte Schafe aufgefunden. Eine genetische Analyse der Spuren soll Aufschluss darüber geben, ob ein Wolf für die Risse verantwortlich ist.

Ein Schafhalter in Mössingen im Landkreis Tübingen hat am vergangenen Mittwoch acht tote und weitere 14 verletzte Schafe aufgefunden. Die Verletzungen waren so schwer, dass die Schafe getötet werden mussten. Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) haben bei den Schafen viele massive Quetschungen an der Körperseite sowie stark ausgefranste Bisslöcher festgestellt. Beide Merkmale sind typisch für Hunderisse. Bereits Anfang des Jahres gab es in Mössingen Vorfälle, bei denen nachweislich ein Hund in kurz aufeinanderfolgenden Nächten insgesamt zehn Schafe getötet hatte.

Um dennoch einen Wolf als Schadensursache sicher auszuschließen, hat die FVA vorsorglich Rissabstriche zur genetischen Untersuchung an das Forschungsinstitut Senckenberg geschickt. Bis das Ergebnis vorliegt, können einige Wochen vergehen.

In den vergangenen vier Jahren sind der FVA 13 Wolfsverdachtsfälle mit insgesamt 32 gerissenen Nutztieren gemeldet worden, bei denen anschließend ein Hund als Verursacher nachgewiesen wurde. Der aktuelle Fall in Mössingen ist aufgrund des noch ausstehenden sicheren Nachweises bei diesen Zahlen nicht enthalten.

Darüber hat die FVA im selben Zeitraum bei 13 gerissenen Wildtieren einen Hund als Verursacher festgestellt. Nicht bekannt ist, ob und gegebenenfalls in wie vielen weiteren Fällen die FVA nicht kontaktiert wurde, weil bereits von vornherein ein Hund als Verursacher feststand. 

Der Schadensausgleich bei von Hunden verursachten Nutztierrissen richtet sich nach zivilrechtlichen Vorgaben.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Hinweise für Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Allgemeine Informationen zum Wolf

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfes (PDF)

Förderkulisse Wolfprävention (PDF)

Weitere Meldungen

ELR
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Tags des Wochenmarkts
Ernährung

Kampagne stärkt Bewusstsein für Qualitätsprogramme

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Menschen besser auf Krisen vorbereiten

Traktor auf dem Feld
Landwirtschaft

Stichtagsregelung für Ackerflächen kommt

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Blick von Teck
Naturschutz

Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst

Weinreben im Frühling
Flurneuordnung

Land stärkt Weinbau in Brackenheim-Haberschlacht

Landschaft von oben im Neckar-Odenwald-Kreis
Ländlicher Raum

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz (Nord) fortgesetzt