Bildung

Mehr Qualität im Bildungsbereich

Lehrer sitzen an einem Tisch

Mit strukturellen Weiterentwicklungen will die Landesregierung die Unterrichtsqualität im Land verbessern. Zwei neue Institutionen sollen dazu wichtige Unterstützung leisten: ein Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung sowie ein Institut für Bildungsanalysen.

Die Landesregierung hat ein neues Qualitätskonzept für das Bildungssystem in Baden-Württemberg beschlossen. Dazu werden zum Jahr 2019 zwei neue und eng miteinander verzahnte Institutionen eingerichtet. In einem Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung wird die Fortbildung aller Lehrer gebündelt, ein Institut für Bildungsanalysen betreibt systematisches Monitoring.

Gute Unterrichtsqualität entscheidend für gute Schülerleistungen

„Entscheidend für gute Schülerleistungen ist eine gute Unterrichtsqualität“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Grundvoraussetzung dafür sind klar an der Qualität orientierte und effiziente Unterstützungsstrukturen für die Schulen. Die neuen Institute leisten dabei eine wichtige Unterstützung.“

Kultusministerin Susanne Eisenmann betonte ebenfalls, effiziente Strukturen seien Grundvoraussetzung für mehr Qualität an Schule und Unterricht. Das zeigten auch Erfahrungen aus anderen Bundesländern. Das neue Konzept stelle zentrale Weichen für eine zukunftsorientierte Kultusverwaltung.

Bisherige Doppelstrukturen werden aufgelöst. Derzeit auf zahlreiche Behörden, Anstalten und Stiftungen verteilte Zuständigkeiten in den Bereichen Beratung, Lehrerfortbildung und Lehrerausbildung werden in den neuen Institutionen gebündelt. Ein wissenschaftlicher Beirat wird die Einrichtungen beraten und Leitlinien für eine wissenschaftlich fundierte Praxis der Institutionen vorgeben.

Systematisches Bildungsmonitoring

„Ohne gesicherte Ergebnisse zu Schülerleistungen und der Qualität von Unterricht wissen wir nicht, welche bildungspolitischen Vorgaben und pädagogischen Konzepte an welcher Stelle Sinn machen“, sagte Ministerpräsident Kretschmann. „Das neue Institut für Bildungsanalysen wird diese Lücke schließen und künftig ein systematisches Bildungsmonitoring aufbauen.“ Damit schaffe man die Grundlagen für eine datengestützte Qualitätsentwicklung auf allen Ebenen des Bildungssystems – vom Kultusministerium bis hin zur Schule. Ziel sei, dass Schulen und Schulaufsicht auf Grundlage einer soliden Datenbasis, wie beispielsweise von Lernstandserhebungen, arbeiten könnten.

Kultusministerin Eisenmann sagte: „Zentrale Lernstandserhebungen über alle Schularten hinweg machen Sinn und werden kommen. Wir müssen wissen: Wo steht ein Kind und wie können wir es individuell fördern.“ Fortbildungs- und Unterrichtskonzepte sollen künftig vor ihrem Einsatz auf ihre Wirksamkeit überprüft werden, so Eisenmann.

Zentrale Lehrerfortbildung

Das neue Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung wird künftig zentral gesteuerte Ausbildungs-, Fortbildungs- und Unterstützungskonzepte für mehr Qualität in Unterricht und Schule entwickeln. Die Zuständigkeiten innerhalb der Kultusverwaltung für die Beratung, Unterstützung und Fortbildung von Lehrern waren bislang stark zersplittert.

„Die zentralen Vorgaben des Zentrums stellen künftig sicher, dass wir landesweit Angebote in hoher und gleicher Qualität zur Verfügung stellen können“, sagte Kretschmann. Die dazu erforderliche wissenschaftliche Datengrundlage wird das Institut für Bildungsanalysen liefern. Die beiden Institute werden dazu eng verzahnt arbeiten. Regionale Einheiten werden die zentral entwickelten Konzepte in die Fläche tragen.

Auflösung von Parallelstrukturen sorgt für effizientere Verwaltung

„Gleichzeitig lösen wir Parallelstrukturen in der Kultusverwaltung auf und entwickeln Vorhandenes weiter, um es effizienter zu strukturieren“, sagte Kultusministerin Eisenmann. Dabei sollen vorhandene Personalressourcen genutzt werden.

Die aktuellen Fortbildungsaufgaben und Beratungsleistungen der Schulaufsicht gehen auf das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und seine Regionalstellen über. Die Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung und die Pädagogischen Fachseminare werden ebenfalls in den Regionalstellen zusammengeführt. Die Seminare für Didaktik und Lehrerbildung werden künftig neben der schulartspezifischen Lehrerausbildung auch Fortbildungsaufgaben übernehmen. An jeder Regionalstelle wird eine „Leitstelle pädagogische Unterstützung“ eingerichtet, die als Kontaktstelle für alle Anliegen von Schulen und Einzelpersonen dient. Die Beratungsleistungen der Schulpsychologischen Dienste bleiben unverändert.

In die Zuständigkeit des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung fallen künftig auch das Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik und die Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater. Die Aufgaben der bisherigen Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen und des Landesinstituts für Schulentwicklung werden auf die beiden neuen Institutionen übergehen. Das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung kooperiert darüber hinaus systematisch mit weiteren Einrichtungen im Kultusbereich wie dem Landesmedienzentrum oder der Landesakademie für die musizierende Jugend.

Pressemitteilung: Qualitätskonzept für das Bildungssystem im Land

Quelle:

/red
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V.l.n.r.: Willi Holder MdL Fraktion Grüne, LPP Gerhard Klotter, LKD Klaus Ziwey, Michael Kashi, IRGW-Vorstand, Rami Suliman, Vorsitzender des Oberrates IRG Baden, Susanne Jakubowski, IRGW-Vorstand, Stv. Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Prof. Barbara Traub, Vorstandssprecherin IRGW, Beauftragte der Landesregierung gegen Antisemitismus Dr. Michael Blume und Rabbiner Yehuda Pushkin umrahmt von Polizeischülern.
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