Europa

Hassler zum Sondergesandten für den Donauraum ernannt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Porträtbild von Florian Haßler

Staatssekretär Florian Hassler ist neuer Sondergesandter des Landes für die Donauraumstrategie der Europäischen Union. Darin engagieren sich 14 Staaten mit insgesamt über 115 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.

Der Staatssekretär für politische Koordinierung und Europa, Florian Hassler, wurde am 18. Oktober 2022 vom baden-württembergischen Ministerrat zum Sondergesandten des Landes für die Strategie der Europäischen Union für den Donauraum (EUSDR) benannt. Damit zeichnet sich Staatssekretär Hassler vonseiten der Landesregierung hauptverantwortlich für die Umsetzung der Donauraumstrategie, in der sich 14 Staaten mit insgesamt über 115 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner engagieren.

Der Sondergesandte für die EU-Donauraumstrategie vertritt Baden-Württemberg bei der Konferenz der EUSDR-Minis­terinnen und -Minister. In diesem Kontext wird der frisch ernannte EUSDR-Sondergesandte auch online am Minister*innen-Treffen des 11. EUSDR-Jahresforums teilnehmen, das im slowakischen Košice stattfindet. Das Treffen der zuständigen Minister*innen stellt die wichtigste po­litische Zusammenkunft im Rahmen der Donauraumstrategie dar.

„Die Ukraine übernimmt Verantwortung auf europäischer Ebene“

Im Fokus steht die ukrainische Präsidentschaft der EUSDR, die das Land trotz des russischen Angriffs­krieges fortsetzt. Damit ist die Ukraine zugleich das erste Nicht-EU-Land, das die Präsidentschaft der Donauraumstrategie innehat. Unterstützt wird sie vom vorausgegangenen slowaki­schen Vorsitz, von der Europäischen Kommission sowie vom Danube Strategy Point (DSP).

Staatssekretär und EUSDR-Sondergesandtem Hassler zufolge signalisiere die Ukraine auf diesem Weg ihre Bereitschaft, Verantwortung auf europäischer Ebene zu übernehmen. Die Strategie stelle nicht nur ein wichtiges Kooperationsnetzwerk dar, sondern auch ein tragfähiges Instrument, um an die Kooperationsweise der EU heran­zuführen. „Dieser Rahmen kann nun von allen an der EUSDR beteiligten Akteur*innen genutzt werden, um die Ukraine und ihre Nachbarländer zu unterstützen“, so Hassler weiter.

Darüber hinaus konzentrieren sich die thematischen Schwerpunkte der Zusammen­kunft in diesem Jahr auf die nachhaltige Entwicklung des Donauraums, die mit der russischen Aggression einhergehenden Herausforderungen in den Bereichen Energie, Schifffahrt und Ernährungssicherheit sowie die Vertiefung der regionalen und makro­regionalen Zusammenarbeit. „In Baden-Württemberg werden wir uns weiterhin dafür einsetzen, nicht nur auf Regierungsebene zusammenzuarbeiten. Die mehr als zehn­jährige Zusammenarbeit lebt von der Beteiligung durch Unternehmen, Universitäten, Städte und Gemeinden, zivilgesellschaftliche Organisationen und unsere Bür­ger*innen“, betont Hassler.

Delegationsreise nach Rumänien und in die Republik Moldau

Europa-Staatssekretär Hassler tritt am Nachmittag nach der Kabinettssitzung mit einer baden-württembergischen Delegation seine offizielle Reise nach Rumänien und in die Republik Moldau an. In Bukarest trifft die Delegation um Staatssekretär Hassler, Wirt­schaftsstaatssekretär Dr. Patrick Rapp sowie dem Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration, Siegfried Lorek, den rumänischen Staatssekretär für strategische Angelegenheiten Fota zu einem Austausch über die drängendsten politischen Herausforderungen in der Region. Angesetzt ist hierzu auch ein Gespräch mit Wirtschaftsminister Spătaru.

In der Republik Moldau stehen außer politischen Gesprächen zum EU-Beitritt des Lan­des unter anderem auch der Besuch von Projekten der CONCORDIA Sozialprojekte Stiftung Deutschland, der Agapedia Stiftung und der IAW Internationale Akademie auf der Agenda. Mit ihnen führt die Delegation Fachgespräche zum Thema Fluchtmigra­tion im Kontext des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sowie der Arbeits­marktintegration junger Menschen. Dabei wird die Delegation auch die Möglichkeit ha­ben, sich mit Schutzsuchenden aus der Ukraine auszutauschen.

Weitere Meldungen

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheit

Landesregierung beschließt neuen Krankenhausplan

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. März 2026

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Collage aus sechs Personen vor blauem Hintergrund
Schule

3 Fragen 3 Antworten: mit Gewinnerinnen und Gewinner des Lehrkräfte

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet

Rieslingtrauben hängen am Stock in einem Weinberg
Weinbau

Mehr Förderung und Flexibilität für den Weinbau

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille