Menschen mit Behinderungen

In der Mitte der Gesellschaft

Schüler in Inklusionsklasse spielen Karten

Menschen mit Behinderungen gehören in die Mitte der Gesellschaft. Die Landesregierung will mit ihrer Sozial- und Inklusionspolitik gewährleisten, dass Menschen mit Behinderungen an allen Lebensbereichen teilhaben und selbstbestimmt leben können.

Menschen mit und ohne Behinderungen sollen gemeinsam und gleichberechtigt leben, lernen, wohnen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können. Deshalb gilt es Barrieren und Benachteiligungen im Alltag abzubauen und die Inklusion voranzutreiben.

Gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Baden-Württemberg

Menschen mit Behinderungen haben das Recht auf gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Wir wollen, dass diese Menschen ein barrierefreies Gemeinwesen, selbstbestimmtes Wohnen, die Teilhabe am Arbeitsleben und die Möglichkeit zu lebenslangem Lernen haben.

Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Barrierefreiheit zu. So unterstützen wir Kommunen und freie Träger dabei, Barrierefreiheit bei Einrichtungen und Gebäuden, Straßen, Plätzen sowie im öffentlichen Verkehr aber auch bei Informationen zu realisieren.

Ein weiterer Baustein für mehr Gleichberechtigung und Selbstbestimmung ist die konsequente Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in Baden-Württemberg. Dieses Gesetz ermöglicht Menschen mit Behinderungen mehr Selbstbestimmung, mehr Teilhabe und mehr Mitsprache. Das Gesetz stärkt auch das Wunsch- und Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen, die künftig selbst entscheiden können, wie und wo sie leben wollen.

Im Rahmen unserer Inklusions- und Teilhabestrategie bringen wir die Umsetzung des Landesaktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention engagiert weiter voran. Wir prüfen, ob der Landesaktionsplan seine gesteckten Ziele auch erreicht und passen die Maßnahmen gegebenenfalls an. 

Die bestehenden Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen unterstützen wir aktiv dabei, moderne Kompetenzzentren für Teilhabe und Inklusion zu werden. Zudem sollen sie ihre Wohnangebote vermehrt dezentral, also vor Ort in den Quartieren der Gemeinden, anbieten.

Auf dem Weg zu einem inklusiven Baden-Württemberg

Menschen mit Behinderungen sollen selbst entscheiden können, wie und wo sie leben. Auf Grundlage des Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetzes können Menschen mit Pflege- oder Unterstützungsbedarf aus einer breiten Palette von Wohn- und Betreuungsformen individuell die für sie passende Alternative auswählen. Wir setzen uns auch weiter dafür ein, dass Menschen, die Unterstützung brauchen, selbstständig wohnen können.

Wir wollen das selbstständige Wohnen von Menschen mit allen Formen von Hilfebedarfen auch zukünftig voranbringen. Wir fördern daher passgenauen Wohnungen für ambulant betreute Wohngemeinschaften von älteren und behinderten Menschen mitten im Quartier. Es soll für die Betroffenen einheitlich, zuverlässig und unbürokratisch möglich sein, mit den Akteuren im Hilfesystem zu interagieren. Auch die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben wollen wir stärken. Wir unterstützen Unternehmen deshalb dabei, inklusive Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Wir werben beim Tourismus im Land für neue Ansätze bei barrierefreien Angeboten für Familien und Senioren sowie für Gäste mit Behinderungen und unterstützen die Betriebe bei der Umsetzung.

Gemeinsam lernen

Kein Kind mit Behinderungen soll Ausgrenzung erfahren. In der Inklusion besteht eine große Chance für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen.

Zur frühpädagogischen Inklusion von Kindern mit Behinderungen gehören die Beseitigung von Hindernissen für eine inklusive Betreuung auch von Kindern unter drei Jahren durch multiprofessionelle Teams. Diesen Weg gehen wir konsequent weiter.

Auch an den Schulen bringen wir die Inklusion voran. In Baden-Württemberg können Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ)- oder eine allgemeine Schule (Regelschule) besuchen soll. Das Recht auf inklusive Beschulung ist im Schulgesetz verankert. Wir setzen uns dafür ein, dass die Umsetzung durch gute Rahmenbedingungen und durch die Unterstützung der Lehrkräfte gelingen kann. Deshalb schaffen wir zusätzliche Lehrerstellen an allgemeinbildenden Schulen. Überall wo dies fachlich sinnvoll und umsetzbar ist, streben wir an diesen Schulen das Zwei-Pädagogen-Prinzip an, bei dem eine Fachlehrerin oder ein Fachlehrer durch eine Sonderpädagogin oder einen Sonderpädagogen unterstützt wird.

Auch wenn die Jugendlichen sich in beruflicher Ausbildung befinden, wollen wir sie weiter begleiten und Inklusion aktiv fördern. Wir wollen ermöglichen, dass auch Teilleistungen anerkannt und zertifiziert werden, sollten Jugendliche mit Behinderungen die Ausbildungsziele nicht vollständig erreichen.

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