Wohnungsbau

Steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus wird Thema im Bundesrat

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Bauarbeiter läuft in Stuttgart an Wohnungsneubauten vorbei. (Foto: Marijan Murat / dpa)

Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht dringenden Handlungsbedarf in der steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus. Ein Antrag des Landes beim Bundesrat fordert nun, das Einkommenssteuergesetz im Hinblick auf die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen zu ändern.

Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte anlässlich der Einbringung eines Antrags des Landes für eine verbesserte steuerliche Förderung des Mietwohnungsneubaus in verschiedene Ausschüsse des Bundesrats: „Wir brauchen dringend mehr Mietwohnungen, vor allem in den unteren und mittleren Preissegmenten. Diese werden aber nur gebaut, wenn sich das für die Investoren auch lohnt. Wo Bauen teuer ist und die Wohnungsmärkte ohnehin schon angespannt sind, wie gerade hier bei uns im Südwesten, reichen die vorgesehenen Wertgrenzen für die förderfähigen Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht aus.“ Hier müsse dringend nachgearbeitet werden. „Der Bund muss bessere steuerliche Anreize setzen, die den frei finanzierten Mietwohnungsneubau als tragende Säule des Mietwohnungsbestandes weiter ankurbeln“, appellierte die Ministerin.

Der Antrag des Landes fordert, das Einkommenssteuergesetz im Hinblick auf die Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen zu ändern. Die steuerlich förderfähigen Anschaffungs- und Herstellungskosten einer Wohnung wurden mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus auf 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche, die sonderabschreibungsfähigen Baukosten auf 2.000 Euro pro Quadratmeter begrenzt. Im Hinblick auf die erhebliche Steigerung der Baukosten in den letzten Jahren, insbesondere in teuren Ballungszentren, ist die Kappungsgrenze nach Ansicht der Landesregierung zu knapp bemessen.

Land fordert Anhebung der steuerlich förderfähigen Kosten

Erschwerend kommt hinzu, dass Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die die Deckelung überschreiten, vollständig von der steuerlichen Begünstigung ausgeschlossen sein sollen. Das Land hat deshalb im federführenden Finanzausschuss sowie in den mitberatenden Ausschüssen für Wirtschaft sowie für Städtebau, Wohnungswesen und Raumordnung beantragt, die Begrenzung der Anschaffungs- und Herstellungskosten auf 3.500 Euro und die Grenze der sonderabschreibungsfähigen Baukosten auf 2.500 Euro anzuheben.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice