Europa

Starke Europäische Union wichtiger denn je

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Guido Wolf, Minister der Justiz und für Europa (Foto: © dpa)

Europaminister Guido Wolf hat im Landtag die Bedeutung einer starken Europäischen Union hervorgehoben. Die Politik des US-Präsidenten Donald Trump sende verstörende Signale in der Verteidigungspolitik. Beim Handel oder Klimaschutz rühre er am Bestand gemeinsamer Überzeugungen. Deshalb werde es künftig noch mehr auf die Europäer ankommen, so Minister Wolf.

Baden-Württembergs Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf geht davon aus, dass die Präsidentschaft von US-Präsident Donald Trump zu einem Bedeutungszugewinn einer gemeinsamen europäischen Politik führt. Wolf sagte anlässlich seines Berichts im Landtag Baden-Württemberg über aktuelle europapolitische Themen: „Die jüngsten Ereignisse beim G7-Treffen haben gezeigt, dass wir eine starke Europäische Union dringender brauchen, als wir uns das bis vor kurzem vorstellen konnten. Europapolitik ist in diesen Tagen mehr als Fachpolitik. Europapolitik ist in diesen Tagen ein Stück Weltpolitik.“

Minister Wolf weiter: „Der G7-Gipfel in Taormina auf Sizilien hat der ganzen Welt vor Augen geführt, dass wir wohl eine Zeitenwende erleben. So sendet der amerikanische Präsident in der Verteidigungspolitik verstörende Signale und beim Handel oder dem Klimaschutz rührt er am Bestand gemeinsamer Überzeugungen und Werte. Deshalb wird es künftig noch mehr auf uns Europäer ankommen.“

Baden-Württemberg ist auf freien Handel angewiesen

Wolf betonte, insbesondere im Bereich der Handelspolitik werde eine starke Europäische Union an Bedeutung gewinnen: „Wir in Baden-Württemberg sind in hohem Maß auf freien Handel angewiesen. Wenn die US-Amerikaner sich abschotten wollen – und damit übrigens Zehntausende von Jobs, die deutsche Firmen in den USA geschaffen haben, gefährden wollen – dann müssen wir Europäer ein Zeichen gegen diesen Isolationismus setzten.“

„Dazu gehört, dass wir uns handelspolitisch breit aufstellen: Es laufen Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten Südamerikas sowie mit Japan. Und was könnte ein deutlicheres Zeichen in Richtung Washington sein, als wenn wir Europäer mit den Kanadischen Nachbarn der Amerikaner jetzt enger zusammenrücken würden und das Freihandelsabkommen CETA zum Abschluss bringen. CETA wäre ein kraftvolles Zeichen europäischen Selbstbewusstseins. Das Abkommen würde zeigen, wie faire Handelsbeziehungen gestaltet werden können. Es würde zeigen, dass die transatlantischen Beziehungen mit Kanada funktionieren, dass die Trump´schen Abschottungstendenzen auf beiden Seiten des Atlantiks abgelehnt werden. Ich wünsche mir deswegen, dass CETA endlich vom Bundestag verabschiedet wird und wir dann auch im Bundesrat die Chance haben, über dieses Abkommen zu befinden.“

Weitere Meldungen

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Freihandel

Kritik an Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Wirtschaft

Einigung der EU mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Rede in der Landesvertretung in Brüssel
Rede

„Das Schicksal Europas heißt Kooperation!“

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Januar 2026

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Ein Apotheker holt eine Medikamentenverpackung aus einer Schublade in einer Apotheke.
Gesundheit

Kritische Arzneimittel wieder stärker in Europa produzieren

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

Eine Frau bedient die Smartphone-App eines Onlinehändlers. (Foto: © dpa)
Marktüberwachung

Mehr Schutz bei Online-Einkäufen