Delegationsreise

Positive Bilanz der Reise in die Region Kurdistan-Irak

Staatsministerin Theresa Schopper (M.) und der Gouverneur des Gouvernements Dohuk, Farhad Atrushi (r.), bei der Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens im Bereich der humanitären Hilfe mit dem Land Baden-Württemberg, daneben Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (l.) (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens für humanitäre Hilfe

Staatsministerin Theresa Schopper und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer haben eine positive Bilanz ihrer Delegationsreise in die Region Kurdistan-Irak gezogen. Mit der Erneuerung des Kooperationsabkommens für humanitäre Hilfe leistet Baden-Württemberg einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Region und für Zukunftsperspektiven vor Ort.

„In den vergangenen Jahren haben wir intensive Verbindungen zwischen der Region Kurdistan-Irak mit ihrem Gouvernement Dohuk und Baden-Württemberg aufgebaut – nicht nur politische, sondern auch sehr persönliche. Hier vor Ort konnten wir nun viele neue und wertvolle Eindrücke und Anregungen sammeln. Sie helfen uns, die Region weiterhin dabei zu unterstützen, für die Menschen dort echte Perspektiven zu schaffen“, so Staatsministerin Theresa Schopper am Freitag (19. April 2019) in Erbil anlässlich des Abschlusses der gemeinsamen Delegationsreise mit der Wissenschaftsministerin Theresia Bauer vom 15. bis 19. April in die Region Kurdistan-Irak.

Kooperationsabkommen für humanitäre Hilfe erneuert

Bereits am Mittwoch (17. April) in Dohuk unterzeichneten Staatsministerin Schopper und der Gouverneur des Gouvernements Dohuk Farhad Atrushi eine weitere Absichtserklärung zur humanitären Hilfe zwischen Baden-Württemberg und Dohuk. „Kurdistan-Irak mit seinen mehr als fünf Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern hatte zeitweise mehr als zwei Millionen Binnenvertriebene und Flüchtlinge aufgenommen. Von ihnen sind noch über eine Millionen hier verblieben. Dies ist eine enorme Herausforderung für die Region“, so Schopper im Rahmen der Unterzeichnung. „Wir sind glücklich, mit der Erneuerung unserer Kooperationserklärung mit dem Gouvernement Dohuk – die wir erstmals 2015 miteinander trafen – weitere Beiträge für den Aufbau der Region zu leisten. Unsere Hilfe soll dazu beitragen, dass Binnenvertriebene, Flüchtlinge aus Syrien und Einheimische nicht aus Verzweiflung ihre Flucht fortsetzen, sondern ihre Zukunft hier vor Ort sehen. Hierfür hat Baden-Württemberg in den letzten Jahren bereits über drei Millionen Euro für Projekte in Dohuk zur Verfügung gestellt. 600.000 Euro pro Jahr sollen im nächsten Doppelhaushalt eingestellt werden.“

Im Rahmen Ihrer Delegationsreise besuchten Theresa Schopper und Theresia Bauer auch verschiedene Projekte, die bereits aus der fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Dohuk entstanden. So etwa eine Teppichmanufaktur in Khanke, in der sich von Krieg und Vertreibung betroffene Frauen eine eigene Existenz aufbauen, das Zentrum für Psychotherapie und Psychotraumaltologie an der Universität Dohuk, das vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst unterstützt wird oder das Flüchtlingscamp Mam Rashan, dessen Aufbau einer regenerativen Stromversorgung von Baden-Württemberg finanziert wurde.

Landesregierung bleibt verlässlicher Partner

Daneben standen unter anderem ein Besuch im Bundeswehrcamp Stephan in Erbil, Gespräche mit vor Ort tätigen NGOs sowie ein Besuch des Nationalheiligtums der Jesiden in Lalisch auf dem Programm. Auf Initiative von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat Baden Württemberg in den Jahren 2015 und 2016 mit einem eigenen Sonderkontingent rund 1.100 besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Irak aufgenommen, viele von ihnen jesidischen Glaubens.

Theresa Schopper und Theresia Bauer sprachen außerdem mit dem Ministerpräsidenten der Region Kurdistan-Irak Nêçîrvan Barzanî, der der Landesregierung Baden-Württemberg für die humanitären Bemühungen während des IS-Krieges dankte. Dazu führte die Delegation Gespräche mit dem Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Yousif Samad Luftulla, dem Gesundheitsminister Dr. Rekawt Hama Raheed, dem Planungsminister Dr. Ali Sindi und dem Direktor des Departements für Auswärtige Beziehungen der Kurdischen Regionalregierung Falah Mustafa Bakir. Sämtliche Gesprächspartner schätzten das herausragende Engagement für die Jesidinnen durch das Sonderkontingent sehr.

Krieg ist vorbei, Hilfe muss bleiben

Staatsministerin Theresa Schopper zog am Ende der Reise ein positives Resümee: „Zwar ist der Krieg gegen die Armee des IS vorbei, trotzdem müssen wir unsere Hilfsbemühungen in der Region Kurdistan aufrecht erhalten. Die Stabilisierung und Integration der Flüchtlinge kann nicht von Kurdistan allein gestemmt werden.“

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer ergänzte: „Es sind enge Verbindungen zwischen unseren Ländern gewachsen. Darauf wollen wir aufbauen, weil unsere Beziehungen auf Verlässlichkeit und Nachhaltigkeit angelegt sind. Wir freuen uns, dass bereits heute Früchte unserer Kooperation erkennbar sind.“

Mediathek: Fotos der Delegationsreise

Verhandlungserfolg der Landesregierung im Nordirak

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 6. Dezember 2022

Kerze
  • Gedenken

Tödlicher Angriff auf ein 14-jähriges Mädchen in Illerkirchberg

Netzwerktreffen Host Town-Programm Special Olympics
  • Sport

Inklusion im Sport nachhaltig mit Leben füllen

Migrationsministerin Marion Gentges spricht auf dem ersten Heidelberger Migrationssymposium.
  • Ukraine-Krieg

Migrationssymposium zum Krieg in der Ukraine

Mehrere Kinder stehen nebeneinander in einem Kindergarten. (Bild: © Christian Charisius/dpa)
  • Armutsbekämpfung

Land fördert Projekte gegen Jugendarmut

Deckblatt der Umfrage „Die Lage vonGovTech in Deutschland“
  • Innovation

Umfrage „Die Lage von GovTech in Deutschland“ veröffentlicht

Florian Hassler
  • Geschichte

Land legt Programm „Geraubte Kinder im Südwesten“ auf

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
  • Außenwirtschaft

Erstmals „Trinationale Business-Meetings“ in Mulhouse

Grundschule Lehrerin kontrolliert Stillarbeit
  • Grundschule

Instrumente für mehr Bildungsgerechtigkeit

Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
  • Wirtschaft

Rapp besucht niederländische Provinz Nordbrabant

  • Podcast

DRUCK SACHE #30 – Weichen stellen

Minister McKee und Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut unterschreiben ein Memorandum zur künftigen Zusammenarbeit
  • Delegationsreise

Land stärkt Wasserstoffpartnerschaft mit Schottland

Gruppenbild mit Staatssekretär Florian Hassler und den Geehrten
  • Auszeichnung

Staufermedaille an um Europa verdiente Personen

Banner der Umweltbeobachtungskonferenz 2021
  • Umweltbeobachtung

Land legt Bericht zur achten Konferenz vor

Neubau European Institute for Neuromorphic Computing an der Universität Heidelberg, Außenansicht
  • Hochschule

Neues Institut zur Erforschung neuromorpher Computer

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
  • Wirtschaft

Hilfen für den Mittelstand

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 22. November 2022

  • Bürgerbeteiligung

Künftig Bürgerforen bei wichtigen Gesetzentwürfen

Schriftzug „Jahrestreffen des Dynamischen Europapools 2022“ mit Logo
  • Europa

Jahrestreffen des Dynamischen Europapools

Traktor auf dem Feld
  • Gemeinsame Agrarpolitik

Strategieplan für Deutschland genehmigt

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
  • Aussenhandel

Konjunktur auch von Export­seite her deutlich abgebremst

  • International

Baden-Württemberg präsentiert sich auf Smart City Expo World Congress

  • Transformation

Wir treiben die Antriebe von Morgen voran

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 15. November 2022

Lagezentrum des Innenministeriums Baden-Württemberg.
  • Digitalisierung

Digitales Lagebild hilft bei Krisenbewältigung