Bildung

Neue Bildungszentren für Alphabetisierung

Frauen und Männer auf einer Fortbildung (Bild: © Ministerium für Kultus, Jugend und Sport BW).

Im Rahmen seiner Kampagne zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener richtet das Kultusministerium acht neue Grundbildungszentren sowie neue Kursangebote ein. Das ist ein großer Schritt nach vorne bei der Unterstützung von Erwachsenen mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen.

Die Stärkung von Angeboten für Erwachsene, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben haben, nimmt weiter Gestalt an: Das Kultusministerium richtet im Rahmen seiner Kampagne zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener acht neue Grundbildungszentren sowie neue Kursangebote ein. Dazu wurden an den Grundbildungszentren 24 Kurse sowie zusätzlich 28 Kurse bei weiteren 13 Einrichtungen bewilligt, die entsprechenden Förderbescheide hat das Ministerium verschickt. „Mit den acht neuen Grundbildungszentren machen wir bei der Unterstützung von Betroffenen einen großen Schritt nach vorne“, erklärt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Die Förderung pro Grundbildungszentrum beträgt zwei Jahre lang jeweils 50.000 Euro, pro Kurs liegt sie durchschnittlich bei 9.000 Euro. Insgesamt gingen 40 Bewerbungen ein.

Die Grundbildungszentren sind bei den Weiterbildungsträgern angesiedelt. Über deren großes Interesse, eines der Grundbildungszentren einzurichten, freut sich Eisenmann: „Die große Beteiligung bei der Ausschreibung macht einerseits den hohen Bedarf an Alphabetisierungskursen für Erwachsene deutlich. Andererseits zeigt das auch, dass sich die Weiterbildungsträger engagieren und sich an unserer Kampagne zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener beteiligen. Auf ihr Engagement kommt es an, wenn wir Erwachsene mit geringen Lese- und Schreibkenntnissen besser erreichen wollen."

Grundbildungszentren als Begegnungsstätten

Die Grundbildungszentren bilden ein breites Netzwerk, um Menschen mit schwach ausgeprägten Lese- und Schreibkenntnissen besser und direkter anzusprechen, beispielsweise über Stadtteil- und Familienzentren, Kitas und kirchlichen Einrichtungen, Arztpraxen, Krankenhäuser, Sozialdienste, Tafelläden, Schulen, Jobcenter, Arbeitsagenturen oder Unternehmen. „Wir haben bei der Auswahl der Bewerber besonders berücksichtigt, dass sie einen niederschwelligen Ansatz verfolgen, etwa mit Lerncafés, Schreibbüros oder Mehrgenerationenhäusern. So sollen die Hürden so nieder wie möglich gehalten werden, um viele Menschen anzusprechen“, erläutert die Kultusministerin. Alle acht Grundbildungszentren erhalten außerdem noch eine zusätzliche Förderung zwischen zwei und vier Kursen, um damit Betroffenen einen direkten Einstieg in die Weiterbildung anbieten zu können.

Aktuell gibt es bereits zwei Grundbildungszentren an der VHS Konstanz und bei der BBQ Berufliche Bildung GmbH in Heidelberg. Der Landtag hat für die Förderung im Nachtragshaushalt 2019 und 2020 insgesamt 1,2 Millionen Euro bereitgestellt. Die Förderung ist Teil der Landesstrategie zur Verringerung des funktionalen Analphabetismus und erfolgt im Rahmen der Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung von Bund und Ländern. Um zukünftige Ausschreibungen zu verbessern, begleitet das Kultusministerium vier Projekte wissenschaftlich. Eine Werbekampagne mit dem Alphabetisierungsbotschafter Hartmut Engler flankiert die Förderung.

Liste der neuen Grundbildungszentren:

  • Abendakademie Mannheim (VHS)
  • Institut Fakt.ori Ulm
  • Internationaler Bund Lörrach
  • Internationaler Bund Pforzheim
  • VHS Freiburg
  • VHS Freudenstadt
  • VHS Heidelberg
  • VHS Offenburg

Liste der zusätzlichen Kursträger:

  • Bildungswerk Erzdiözese Freiburg
  • Deutsche Angestellten Akademie Reutlingen
  • Effektiv Bildung Rastatt
  • Evangelisches Bildungswerk Oberschwaben
  • Internationaler Bund Esslingen
  • InFö-Zentrum Tübingen
  • Kolping Bildungswerk Freiburg
  • Neue Arbeit Stuttgart
  • Verein für internationale Jugendarbeit Stuttgart
  • VHS Heilbronn und Unterland
  • VHS Lahr
  • VHS Schwäbisch Gmünd
  • VHS Tuttlingen

In Deutschland gibt es rund 6,2 Millionen funktionale Analphabeten, Betroffene sind in allen Bevölkerungsgruppen vertreten: 63 Prozent sind erwerbstätig, 13 Prozent arbeitslos, 8 Prozent sind Hausfrauen oder -männer, 5,6 Prozent Rentner. Die Grundbildungszentren sind ein wichtiger Ansatz, um möglichst viele dieser Menschen zu erreichen.

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