Nachhaltige Mobilität

Nach Umzug rasch über lokale Mobilitätsangebote informieren

Menschen steigen in die U-Bahn (Bilderquelle: Land Baden-Württemberg)

Ein Umzug ist für viele Menschen Anlass, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und kann der Anlass zum Umstieg auf klima- und umweltverträglichere Verkehrsmittel sein. Deshalb fördert das Verkehrsministerium Kommunen und Landkreise, die dies mit einem „Neubürgermarketing“ unterstützen.

Nun wurden weitere Förderbescheide erteilt, wie das Ministerium mitteilte. „Wer in eine andere Kommune zieht, muss sich erst einmal orientieren, wie er dort sein künftiges Verkehrs- und Mobilitätsverhalten ausgestaltet“, erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Die Verkehrswissenschaft zeigt: Viele Menschen überdenken nach einem Umzug ihre alltäglichen Wege, egal ob sie nun zur Arbeit müssen oder zum Einkaufen.“

Auch die Wahl des Verkehrsmittels fällt unter diese Betrachtungen: Ob nun die Wege am besten per Bahn-, Bus-, Rad- oder zu Fuß zurückgelegt werden können, ist für die Bürgerinnen und Bürger nach einem Ortswechsel nicht gleich überschaubar. Damit die Menschen sich in ihrem neuen Umfeld trotzdem schnell und einfacher zurechtfinden und ihr Verkehrsverhalten anpassen können. hat das Verkehrsministerium auch 2016 sein Förderprogramm für kommunales Neubürgermarketing und Mobilitätsberatung aufgelegt.

In die zweite Runde des 2015 begonnenen Programms „Nachhaltige Mobilität bewegt Neubürgerinnen und Neubürger“ mit engagierten Kommunen, Landkreisen, Regionen und Verkehrsverbünden werden in dieses Jahr folgende Bewerber gefördert:

  • Heilbronn und Neckarsulm,
  • Offenburg,
  • der Landkreis Konstanz mit insgesamt 24 Kommunen
  • sieben Kommunen in der Region Stuttgart: Holzgerlingen, Ludwigsburg, Kornwestheim, Schorndorf, Esslingen, Leinfelden-Echterdingen und Kirchheim/Teck.

Beim Neubürgermarketing erhalten die Menschen nach einem Umzug alternative Mobilitätsangebote und Informationen zur neuen Umgebung. „Das Neubürgermarketing sollte in jeder baden-württembergischen Kommune zum Bürger-Service dazu gehören“, erläuterte Minister Hermann. Ziel des Programms sei es, einen Nachahmungseffekt bei weiteren Landkreisen und Kommunen sowie ein Umdenken in der Verkehrsmittelwahl anzuregen. Über umfassende Informationen, Dialogmarketing und eine persönliche Mobilitätsberatung würden Neubürgerinnen und Neubürger direkt angesprochen. 2015 waren sechs Förderbescheide vergeben worden.

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