Gesundheit

Finanzierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Frau in einem Labor zeigt Test für das neue Coronavirus

Gesundheitsminister Manne Lucha fordert den Bund auf, seine finanzielle Beteiligung am Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst fortzusetzen. Für einen krisenfesten Gesundheitsdienst müssten Bund und Länder gemeinsam Verantwortung übernehmen.

„Der Bund muss sich dauerhaft an der Finanzierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) beteiligen“, forderte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha am Freitag, 31. März 2023, in Stuttgart. Er reagierte auf einen Beschluss des Bundestags-Haushaltsausschusses in dieser Woche, die finanzielle Beteiligung des Bundes am Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst nicht über 2026 hinaus zu verlängern.

Gemeinsamen Weg fortsetzen

„Es springt viel zu kurz, die finanzielle Verantwortung für einen krisenresilienten ÖGD jetzt wieder ausschließlich auf Länder und Kommunen abzuwälzen“, sagte Lucha. „Es war richtig, zu Beginn der Pandemie den Pakt für den ÖGD aufzusetzen. Hierfür sind wir dem Bund dankbar. Aber es ist zwingend, dass wir gemeinsam diesen Weg jetzt konsequent fortsetzen. Die angestoßenen Erneuerungen können wir nur zu Ende bringen, wenn es eine auskömmliche Finanzierung gibt. Nur so gelingt gleichmäßig und gleichwertig eine nachhaltige Ausstattung des ÖGD. Denn die Gesundheit der Bevölkerung muss weiterhin an erster Stelle stehen. Der Bund muss hierfür auch künftig eine Mitverantwortung übernehmen.“

Baden-Württemberg stellt sich dieser Verantwortung schon seit 2020 in besonderem Maße: Alle 667 Stellen, die dem Land über den Pakt für den ÖGD zugegangen sind, wurden als unbefristete Stellen ausgeschrieben. Die Paktmittel des Bundes sind eine Anschubfinanzierung, jenseits derer das Land in die Presche springt.

„Es wird doch insgesamt niemand bestreiten, dass der Öffentliche Gesundheitsdienst bis zur Pandemie ein Schattendasein führte“, sagte Lucha. „Außer den Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern hat dessen schlechte Ausstattung niemanden gekümmert. Durch die Pandemie hat sich dies zum Glück verschoben. Um den ÖGD auch gegen künftige Krisen zu wappnen, dürfen wir aber jetzt alle miteinander nicht nachlassen. Ein Zurück zum Status quo ante darf es nicht geben, auch für den Bund nicht.“

Landesgesundheitsamt: Öffentlicher Gesundheitsdienst Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Eine Frau arbeitet von zu Hause aus. (Bild: dpa)
Unternehmensgründungen

Pilotprojekt „Schneller Gründen“ gestartet

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Ministerpräsident Cem Özdemir bei seiner Regierungserklärung im Landtag von Baden-Württemberg
Regierungserklärung

„Wir brauchen neuen Mut für eine neue Zeit“