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ÖPNV
  • 13.07.2015

Entscheidender Schritt zur Realisierung der Breisgau-S-Bahn

  • Feierliche Vertragsunterzeichnung

Das Land, die Deutsche Bahn und der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg haben im Freiburger Rathaus die Realisierungs- und Finanzierungsverträge für die „1. Stufe 2018“ – also den Ausbau der Breisacher Bahn, der Elztalbahn sowie für die Höllentalbahn West und Ost – unterzeichnet.

Die Realisierungs- und Finanzierungsverträge zwischen dem Land, der Deutsche Bahn AG und dem Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) sollen die Qualität und Attraktivität des regionalen Nahverkehrs erheblich verbessern. Sie regeln die Ausbaumaßnahmen zur Breisgau-S-Bahn 2020 auf den Strecken der DB AG. Die wichtigsten Maßnahmen: Breisacher Bahn und Elztalbahn sowie die östlichen Höllentalbahn werden elektrifiziert. Die Haltepunkte der Breisgau-S-Bahn werden barrierefrei ausgebaut und dort wo nötig Bahnsteige verlängert. Alle Ausbaumaßnahmen dienen dem Ziel ein verbessertes Angebot zu ermöglichen.

Die Fahrgastkapazität wird durch längere Züge erhöht und das Angebot auf allen Strecken, insbesondere auch am Abend und am Wochenende, verbessert. Durch die Durchbindung der Ost-West-Achse mit der Breisacher Bahn ab Breisach und der Höllentalbahn bis Donaueschingen und Villingen werden die Umstiege in Gottenheim, Freiburg, Titisee und Neustadt zukünftig entfallen. Fahrgäste können mit einem Zug zum Beispiel durchgehend von Breisach bequem bis Neustadt fahren.

Der Verbandsvorsitzende des von der Stadt Freiburg und den beiden Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen getragenen Zweckverbands, Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon, betonte die Bedeutung des Projektes für den öffentlichen Personennahverkehr und als Baustein für die gute regionale Zusammenarbeit.

„Die Breisgau-S-Bahn 2020 ist kein Luxusprojekt. Wir brauchen ein leistungsfähiges S-Bahn-Netz und gutes Fahrplanangebot, um den Menschen eine attraktive und preisgünstige Alternative zum Individualverkehr bieten zu können.“  Salomon wies darauf hin, dass kein anderes Projekt in der Region über so viele Jahre hinweg bei allen politischen Parteien und Gruppierungen über Kreis-, Gemeinde- und Stadtgrenzen hinaus sowie in der Bevölkerung so uneingeschränkt unterstützt und akzeptiert werde wie der Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs.  

Allerdings sei die Breisgau–S-Bahn 2020 auch ein sehr ambitioniertes Projekt. OB Salomon: „Ambitioniert bedeutet,  an die Grenze dessen gehen, was innerhalb eines relativ kurzen Zeitraum überhaupt finanzierbar und planerisch machbar ist“. Dies gelte für alle Projektpartner, die sich über das übliche Maß hinaus engagiert hätten: „Dies ist ein großartiger Tag für unsere Region!“  

Nach den Worten von Verkehrsminister Winfried Hermann sei bereits die bisherige Entwicklung der Breisgau-S-Bahn ein Vorzeigebeispiel für das politische Ziel, Baden-Württemberg zu einer Modellregion für nachhaltige Mobilität auszubauen. Der Ausbau der Infrastruktur und ein verbessertes Angebot im ÖPNV hätten, so Hermann, zu erheblichen Fahrgastzuwächsen geführt. Mit dem Konzept der Breisgau-S-Bahn 2020 werde eine neue Grundlage geschaffen, dieses Erfolgsmodell deutlich auszubauen.

„Ich freue mich auch ganz persönlich, dass ich für die 1. Stufe 2018 der Breisgau-S-Bahn 2020 alle notwendigen Mittel des Landes zusagen kann“, sagte Hermann. Die Landesregierung setze sich mit Nachdruck beim Bund dafür ein, so schnell wie möglich eine tragfähige und auskömmliche Nachfolgeregelung für die Regionalisierungsmittel auf den Weg zu bringen, um den Ausbau des ÖPNV und die Bestellung von Zügen zu finanzieren. „Der Bund muss seine Verantwortung wahrnehmen und darf die anstehenden Projekte nicht gefährden“, sagte Hermann abschließend. 

Das Land bezuschusse nicht nur den Ausbau, sondern stelle darüber hinaus auch über die Ausschreibung der Schienenverkehrsleistungen deren Finanzierung mit einem für die nächsten Jahre verbesserten Fahrplanangebot im S-Bahnverkehr in der Region sicher.

Seitens der Deutschen Bahn AG hob Frank Sennhenn, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG, hervor, dass die Deutsche Bahn als Infrastrukturbetreiber alles daran setzen werde, die Ausbaumaßnahmen im abgestimmten Zeitrahmen umzusetzen. „Auch für die DB AG ist die Breisgau-S-Bahn 2020 eines der wichtigsten Projekte in Baden-Württemberg, von dem die Fahrgäste im Nahverkehr spürbar profitieren werden. Um das Projekt wie geplant umsetzen zu können, müssen alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten. Ich freue mich daher, dass die Breisgau-S-Bahn breite Zustimmung und Unterstützung der Region und des Landes erfährt“, so Sennhenn.

Die Breisgau-S-Bahn 2020 wird im Rahmen des GVFG-Bundesprogramms realisiert. Die vertraglichen Grundlagen bilden der Kooperationsvertrag zwischen der DB AG, der Südwestdeutschen Verkehrs-AG (SWEG), dem Land und dem ZRF vom 9. März 2009 sowie die Absichtserklärung vom 03.03.2014 zwischen dem Land, ZRF und den Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU). Insgesamt fließen Mittel von 240 Millionen Euro in den Ausbau der Breisgau S-Bahn.

Quelle: Deutsche Bahn, ZRF und Ministerium für Verkehr und Infrastruktur


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Das baden-württembergische Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart.

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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