Hochschulen

Baden-Württemberg bleibt bei der Exzellenzinitiative das erfolgreichste Land

Studierende stehen vor einem Gebäude an der Universität Heidelberg (Bild: © Shooresh Fezoni).

„Baden-Württemberg bleibt das mit Abstand erfolgreichste Land bei der Exzellenzinitiative“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann angesichts der Bekanntgabe der Ergebnisse durch den Bewilligungsausschuss in Bonn.

Demnach waren die baden-württembergischen Universitäten Heidelberg, Konstanz und Tübingen in allen drei Säulen des Wettbewerbs – Exzellenzcluster, Graduiertenschule und Zukunftskonzept - erfolgreich. „Sie haben gezeigt, dass sie in Forschung, Lehre und Verwaltung exzellent aufgestellt sind, und im nationalen und internationalen Wissenschaftswettbewerb ganz vorn mitspielen.“

Fünf weitere Universitäten aus Baden-Württemberg waren mit insgesamt sieben Exzellenzclustern und zwölf Graduiertenschulen erfolgreich. Die Universitäten aus Baden-Württemberg waren mit insgesamt 30 Vorhaben in die Endrunde der Exzellenzinitiative II gegangen. Das waren mehr als 20 Prozent der Gesamtanträge. Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sagte: „Baden-Württemberg hat in einem qualitativ sehr hochwertigen Feld, das sich im Vergleich zur Exzellenzinitiative 2006/07 enorm verdichtet hat, herausragend abgeschnitten.“

Die Exzellenzinitiative II hat den Kreis der Exzellenz-Universitäten von neun auf nunmehr elf ausgeweitet. Den zwei weiteren Plätzen standen sieben zusätzliche Universitäten gegenüber, die sich mit starken Zukunftskonzepten neu um den Exzellenz-Status beworben haben. Dies habe zur weiteren Wettbewerbsverschärfung beigetragen, so Bauer. Es sei klar gewesen, dass es unter den harten Wettbewerbsbedingungen aus baden-württembergischer Sicht schwer werden würde, den großen Vorsprung aus der Exzellenzinitiative I zu halten oder gar weiter auszubauen.

Dank und Anerkennung für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

Baden-Württemberg bleibe weiterhin das forschungsstärkste Land: Mit 22 erfolgreichen Anträgen insgesamt stehe es deutlich an der Spitze vor Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen. Dies wiege umso mehr, als die Qualität der Anträge das entscheidende Bewertungskriterium gewesen sei. „Das erfreuliche Ergebnis“ - so Kretschmann und Bauer - „konnte nur durch die hohe Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie das große Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an unseren Universitäten erreicht werden. Dafür danken wir ihnen herzlich. Die Wissenschafts- und Forschungsförderung wird trotz der Herausforderung der Haushaltskonsolidierung auch in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt der Landesregierung bleiben.“

Sehr erfreulich sei es, dass es der Universität Tübingen gelungen sei, neu in die Gruppe der Universitäten mit einem erfolgreichen Zukunftskonzept aufzusteigen, sagte Kretschmann. Schmerzlich für Baden-Württemberg sei aber, dass die Universität Freiburg und das KIT ihren Titel „Exzellenz-Universität“ nicht hätten behaupten können, erklärte Ministerin Bauer. „Risiko liegt aber im Wesen des Wettbewerbs. Es war deshalb auch klar, dass es in der laufenden Förderrunde auch Veränderungen geben würde“. Gleichwohl dürften nun keine Exzellenzbaustellen zurückbleiben. „Die positiven Wirkungen der Exzellenzinitiative dürfen nach ihrem Auslaufen nicht verpuffen, sondern müssen nachhaltig bleiben. Wir wollen den zahlreichen Vorhaben, die im Zuge der Exzellenzinitiative auf den Weg gebracht wurden, auch für die Zeit danach eine gute Perspektive geben“, so die Ministerin.

Ungeachtet der positiven Ergebnisse bedeute das Abschneiden der Landes-Universitäten auch eine Herausforderung an die baden-württembergische Forschungspolitik: „Der Profilbildungsprozess, der dank der Exzellenzinitiative begonnen hat, muss konsequent weitergedacht werden.“ Hier gab sich Bauer sehr optimistisch. Tatsache sei, dass alle am Wettbewerb beteiligten Hochschulen sich durch den Prozess verbessert hätten: „Auch für diejenigen, die dieses Mal nicht zum Zuge gekommen sind, war das Verfahren als solches ein Gewinn.“

Ministerin Bauer würdigte außerdem das Engagement der  Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrats: „Mit ihrer Professionalität haben sie wesentlich zu Qualität und Erfolg der Exzellenzinitiative beigetragen“.

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