Gesundheit

Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr

Auf einem Sammelplatz, auf dem asbestbelasteter Schutt lagert, warnt ein Schild: „Asbestfasern!“. (Foto: © dpa)

Viele Gebäude, die jetzt zur Sanierung anstehen, sind unter Umständen mit Asbest belastet. Asbesthaltige Materialien wurden nicht nur in der Asbest-Hochzeit in den 1960er und 1970er Jahren, sondern bis in die 1990er Jahre verbaut. Mit dem Faltblatt „Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr” informiert die Landesregierung über den Umgang mit dem krebserregenden Stoff. 

„Jeder kennt Asbest und weiß um das Krebsrisiko, das davon ausgeht. Aber die wenigsten machen sich klar, dass asbesthaltige Materialien bis in die 1990er Jahre hinein verbaut wurden und bis heute in zahlreichen Gebäuden stecken“, warnte Umweltminister Franz Untersteller bei der Vorstellung eines informativen Faltblatts des Umweltministeriums. „Viele ältere Gebäude, besonders auch aus der Asbest-Hochzeit in den 1960er und 1970er Jahren, stehen aktuell vor einer Sanierung. Es ist wichtig, dabei das Asbestrisiko zu bedenken und entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Mit unserem Faltblatt ‚Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr‘ wollen wir dafür sensibilisieren.“

Asbest kann in vielen Baumaterialien stecken

Das Faltblatt zeigt auf, in welchen Bauprodukten asbesthaltige Materialien enthalten sein können – beispielsweise in Dichtungen, Fußbodenbelägen und Dachplatten, aber auch in Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern – und sie gibt Tipps, wie Handwerkerinnen und Handwerker oder Heimwerkerinnen und Heimwerker sachgemäß damit umgehen sollten. „Nicht jedes asbesthaltige Produkt an sich ist gefährlich. Es kommt darauf an, wie das Asbest gebunden und verbaut wurde. In jedem Fall gilt es, beim Renovieren und Sanieren zu vermeiden, dass Asbestfasern freigesetzt und eingeatmet werden. Da liegt das Risiko“, erläuterte Untersteller.

Ein Problem bestehe darin, dass asbesthaltige Materialien optisch meist nicht zu erkennen seien. Es lägen auch keine detaillierten Angaben zur Verbreitung von Asbest in Bauprodukten vor. „Ein sicherer Nachweis von Asbestfasern ist daher meist nur durch eine Probenanalyse möglich“, sagte der Umweltminister. „Nur damit lässt sich eine Gefährdung durch die unwissentliche Freisetzung der krebserzeugenden Asbestfasern vermeiden.“

Wird Asbest in Gebäuden nachgewiesen, müssen die Arbeiten so durchgeführt werden, dass insbesondere die Beschäftigten und andere Personen nicht gefährdet werden. Umweltminister Franz Untersteller: „Ich kann nur empfehlen, bei umfangreichen Arbeiten eine Fachfirma zu beauftragen, die die rechtlichen Regelungen bei Tätigkeiten mit asbesthaltigen Materialien und die erforderlichen Schutzmaßnahmen kennt und einhält.“

Nationaler Asbestdialog

Auf Bundesebene wurde in diesem Jahr der Nationale Asbestdialog vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) initiiert.

Das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat sich, neben circa 140 weiteren Verbänden und Institutionen, an der Diskussion beteiligt.

Ziel des Nationalen Asbestdialogs ist, gemeinsam mit allen am Bauprozess Beteiligten Lösungen für den künftigen Umgang mit Asbest zu erarbeiten. Neben Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind hierbei auch bau-, abfall- und umweltrechtliche Aspekte zu beachten.

Wichtige Themen sind unter anderem die Sensibilisierung aller Beteiligten für das Thema Asbestaltlasten im Baubestand, die sichere Durchführung von Arbeiten an asbesthaltigen Baumaterialien in Gebäuden und Vorschläge zur Anpassung der rechtlichen Regelungen zu Tätigkeiten mit Asbest.

Die Ergebnisse des Nationalen Asbestdialogs sollen in einem vorläufigen Maßnahmenpaket zusammengefasst werden, das im Herbst 2017 veröffentlicht werden soll.

Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Nationaler Asbestdialog

Faltblatt „Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr“ bestellen

Faltblatt „Asbest in Gebäuden – die versteckte Gefahr“ als PDF

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Asbest beim Bauen im Bestand

Logo der Landesstrategie Bioökonomie Baden-Württemberg
  • Bioökonomie

Nachhaltige Bioökonomie ist effizienter Klimaschutz

Zwei Bauarbeiter fügen beim Bau eines Holzhauses vorgefertigte Balken zu einer Hauswand aufeinander. (Foto: © dpa)
  • Forst

Vielfältiges Angebot bei Onlineforum zum Holzmarkt

  • Bioökonomie

Förderprogramm Bioökonomie zeigt Wirkung

Kläranlage Tübingen
  • Abwasserbeseitigung

Einweihung der vierten Reinigungsstufe auf der Kläranlage Tübingen

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 20. Juli 2021

Blick aus dem Cockpit eines Hubschraubers auf einen überschwemmten Fluss.
  • Bevölkerungsschutz

Unwetterhilfen, Hochwasserschutz und die Folgen des Klimawandels

Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. (Foto: dpa)
  • Landwirtschaft

1,53 Milliarden Euro für baden-württembergische Agrarförderprogramme

Kläranlage in Spraitbach
  • Abwasser

Phosphorentfernung aus Abwasser mit über 1,1 Millionen Euro gefördert

Ministerin Thekla Walker, MdL
  • Unwetterkatastrophe

Walker zur Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast. (Bild: Patrick Seeger/dpa)
  • Energie

Energiepreisbericht 2020 veröffentlicht

Bioökonomiepreis 2021
  • Bioökonomie

Ideenwettbewerb Bioökonomie mit insgesamt 50.000 Euro dotiert

Müllfahrzeuge der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH mit Wasserstofftechnologie
  • Wasserstoff

Zwei neue Müllfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb in Freiburg

Michael Eick, Leiter der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg
  • Naturschutz

Michael Eick ist neuer Leiter der Umweltakademie BW

Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)
  • Energiewende

Freiflächen-Photovoltaikanlage in Ottersweier-Unzhurst eingeweiht

Ein Auto steht an einer Elektroladestation in der Stuttgarter Innenstadt. (Bild: Edith Geuppert / dpa)
  • Klima

Neues Klimaschutzpaket der EU-Kommission ambitioniert und machbar

Windräder (Foto: © dpa)
  • Energiewende

Baden-Württemberg übertrifft Klimaschutzziel für 2020

Ein Brennstoffzellenzug fährt durch eine Wiesenlandschaft im Netz der Zollernalbbahn bei Burladingen.
  • Bahn

Erstmals rollt ein Brennstoffzellenzug im Probebetrieb

Ein blau-weißes Triebfahrzeug mit der Flagge von Frankreich und Deutschland steht an einem Bahnsteig.
  • Bahn

Neuer Prototyp für Nahverkehr nach Frankreich vorgestellt

Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)
  • Verkehr

Gespräche mit Mitgliedern der Initiative Motorradlärm zum Thema Lärmschutz

Ein 3D-Drucker fertigt eine Halterung für einen Gesichtsschutz.
  • Textilwirtschaft

Land unterstützt Projekt für umweltfreundliche Textilwirtschaft

Logo Landesgartenschau Überlingen 2021
  • Ländlicher Raum

Ausstellung auf der Landesgartenschau zum Ländlichen Raum

Logo BW blüht
  • Biodiversität

Gewinner des Landeswettbewerbs „BW blüht 2020“ stehen fest

Ein mit Solarzellen ausgerüstetes Einfamilienhaus.
  • Energiewende

Für schnelleren Ausbau von erneuerbaren Energien

Das Wort-Bild-Logo des CivTech Alliance Global Scale-Up Programmes.
  • Klimagipfel

Aufruf an deutsche Nachhaltigkeits-Scale-ups

Erste Sitzung des Kabinetts nach der Regierungsbildung im Mai 2021.
  • Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 6. Juli 2021