Abwasser

1,4 Millionen Euro für Abwasserbeseitigung in Uhldingen

Die Kläranlage in Uhldingen
Die Kläranlage in Uhldingen

Das Land unterstützt den Bau einer vierter Reinigungsstufe im Klärwerk Überlinger See mit rund 1,4 Millionen Euro. Mit der vierten Reinigungsstufe können in Zukunft auch Spurenstoffe wie Arzneimittelrückstände gefiltert werden.

Das Verbandsklärwerk Überlinger See in Uhldingen im Bodenseekreis darf sich über eine Zuwendung des Landes für den Bau der vierten Reinigungsstufe freuen. Die baden-württembergische Landesregierung fördert das Vorhaben mit knapp 1,4 Millionen Euro. Die Gesamtkosten liegen bei rund 6,8 Millionen Euro.

„Das ist eine gute Nachricht für den Bodenseekreis und den Gewässerschutz im Land“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. Damit verfügen alle Kläranlagen im Regierungsbezirk Tübingen, die direkt in den Bodensee einleiten, in absehbarer Zeit über die modernste und hochwertigste Abwasserbeseitigung. Bei den Kläranlagen in Kressbronn-Langenargen und Eriskirch ist die vierte Reinigungsstufe bereits in Betrieb, in Friedrichshafen im Bau und in Immenstaad wie jetzt auch in Uhldingen in der Planung.

„Mit der vierten Reinigungsstufe lassen sich Rückstände von Arzneimitteln, Hormonen und anderen Stoffen herausfiltern“, erläuterte Untersteller: „Wir sind da bundesweit Vorbild und tun auf diese Weise sehr viel, um den ökologischen Lebensraum der Gewässer zu erhalten und zu stärken, was besonders auch am Bodensee von herausragender Bedeutung ist.“ In Baden-Württemberg habe das Umweltministerium schon vor einigen Jahren vorsorglich damit begonnen, Kläranlagen an besonders empfindlichen Gewässern mit der vierten Reinigungsstufe auszurüsten.

Von der Zuwendung des Landes profitieren als Verbandsmitglieder die Städte Überlingen und Meersburg sowie die Gemeinden Uhldingen-Mühlhofen, Owingen, Daisendorf und Stetten. Auf der Kläranlage in Uhldingen wird zur Spurenstoffelimination eine Verfahrenskombination mit Ozonierung und Aktivkohlefiltration angewendet, die bisher in Baden-Württemberg in dieser technischen Größenordnung noch nicht realisiert worden ist.

„Damit werden künftig rund 80 Prozent der Spurenstoffe aus dem Abwasser der Kläranlagen, die im Bodenseekreis direkt in den Bodensee einleiten, entfernt“, betonte Umweltminister Untersteller, „das ist eine beachtliche Leistung.“

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