Energiewende

Baden-Württemberg tritt Allianz zum Ende der Kohleverstromung bei

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Symbolbild: Schafe grasen neben einem großen Feld mit Solaranlagen. (Bild: Julian Stratenschulte / dpa)

Baden-Württemberg ist der „Powering Past Coal Alliance“ beigetreten. Das internationale Bündnis aus Staaten, Regionen und Unternehmen setzt sich für ein schnelles Ende der Kohleverstromung ein.

„Ich freue mich, dass die Powering Past Coal Alliance Baden-Württemberg eingeladen hat, der Initiative beizutreten. Mit dem Beitritt bestärken wir unser Bekenntnis für den Ausstieg aus der Kohleverstromung und bauen unsere Rolle in internationalen Klimaschutzkooperationen weiter aus. Mit den Gründungsmitgliedern Canada und dem Vereinigten Königreich gewinnen wir zudem wichtige Partner im Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich der Aufnahme Baden-Württembergs in die „Powering Past Coal Alliance“ (PPCA).

Die internationale Initiative PPCA setzt sich für einen schnellen Ausstieg aus der Kohleverstromung ein. Ende 2019 haben die beiden Gründungsmitglieder Canada und das Vereinigte Königreich Baden-Württemberg eingeladen, sich der PPCA anzuschließen. Am 17. September wird Baden-Württemberg anlässlich einer Veranstaltung der PPCA offiziell in das Bündnis aufgenommen.

Vorreiter beim Klimaschutz

„Baden-Württemberg bekennt sich zu seiner Verantwortung, zu ehrgeizigen Klimaschutzzielen beizutragen. Wir haben mit dem Gesetz zur Eindämmung des Klimawandels in Baden-Württemberg bereits 2013 als eines der ersten deutschen Länder konkrete Ziele festgelegt, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Bis 2050 sollen die Emissionen um 90 Prozent im Vergleich zu 1990 reduziert werden. „Derzeit überarbeitet die Landesregierung das Klimaschutzgesetz, um mit 42 Prozent im Jahr 2030 ein ambitioniertes Zwischenziel zu erreichen“, so Kretschmann weiter.

Die Ziele bedeuten für Baden-Württemberg auch eine grundlegende Änderung der Stromerzeugung. Daher soll in Baden-Württemberg bis 2030 mindestens die Hälfte des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen.

International vernetzt gegen den Klimawandel

Bereits 2015 gründete Baden-Württemberg gemeinsam mit Kalifornien das internationale Klimaschutzbündnis „under2coalition“. Die „under2coalition“ ist eine internationale Koalition subnationaler Staaten und Regionen, die sich dem Klimaschutz verschrieben hat. Heute hat die Koalition bereits 220 Mitglieder mit über 1,3 Milliarden Menschen und 43 Prozent der Weltwirtschaftskraft.

Die under2coalition und die PPCA stehen bereits in Kontakt und werden ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen und Synergien aktiv im Kampf gegen den Klimawandel nutzen.

Quelle:

/red

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