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Donauraumstrategie
  • 20.12.2017

500.000 Euro für neue Förderprojekte im Donauraum

  • Blick  von Sremska Kamenica auf Novi Sad in Serbien (Bild: flickr.com; Filip Knežić, CC BY).

    Bild: flickr.com; Filip Knežić, CC BY

Baden-Württemberg unterstützt mit seiner Donauraumstrategie seine östlichen Nachbarländer beim wirtschaftlichen Aufbau und der zivilgesellschaftlichen Entwicklung. Nun hat die Landesregierung rund eine halbe Millionen Euro Fördermittel für neun neue Projekte freigegeben.

Die Donau ist der zweitgrößte und zweitlängste Fluss Europa. Mit einer Gesamtlänge von 2.857 Kilometern durchfließt sie weite Teile Mittel- und Südosteuropas, insgesamt zehn Staaten, so viele wie kein anderer Fluss der Erde. In der Ukraine mündet die Donau schließlich ins Schwarze Meer. Damit ist der Strom einer der ältesten und wichtigsten Handelsrouten Europas. Und er entspringt in Baden-Württemberg.

„Baden-Württemberg hat ein vitales Interesse an der Stabilität und weiteren Integration Südosteuropas“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Ein stabiles und prosperierendes Südosteuropa sei im zentralen Interesse der Landesregierung und der ganzen EU. Baden-Württemberg als Ursprungsland der Donau war deshalb einer der maßgeblichen Initiatoren der EU-Strategie für den Donauraum, die seit 2011 die Region entlang des Flusses wirtschaftlich fördert. „Mit der EU Strategie für den Donauraum verfügt das Land über ein Instrument, das es uns ermöglicht, unsere Stärken im Bereich der Wirtschaft oder der beruflichen Bildung einzubringen und die Region zu stärken. Denn es muss auch in unserem Interesse sein, die Wirtschaft vor Ort weiterzuentwickeln, damit gut ausgebildete junge Menschen auch attraktive Arbeitsbedingungen in der Region finden können“, so Kretschmann weiter. Deshalb unterstützt Baden-Württemberg mit einem eigenen Projektfond der Donauraumstrategie die Region.

Eine halbe Million Euro für neun Förderprojekte

Aus dem Projektfonds wurden nun eine halbe Million Euro Fördermittel für insgesamt neun Projekte bereitgestellt. Hier bringt die Landesregierung die Stärken Baden-Württembergs im Bereich der Wirtschaft und der beruflichen Bildung ein, um die Region entlang der Donau zu fördern. Davon stammen 100.000 Euro aus Fraktionsmitteln.

Der Projektfonds des Landes unterstützt hauptsächlich Projekte, die den Aufbau von Fähigkeiten und Wissen in Wirtschaft und Verwaltung der Länder entlang der Donau ermöglichen. Schwerpunkte sind die wirtschaftliche Entwicklung, berufliche Bildung, Umweltschutz und zivilgesellschaftlicher Zusammenhalt in den Ländern der Region.

Berufliche Bildung in Kroatien

Größter Einzelposten mit 99.600 Euro Fördermittel ist eine Partnerschaft zwischen den Berufsschulen in Baden-Württemberg und Kroatien. Kroatische Berufsschulen sollen in Kooperation mit ihren baden-württembergischen Ebenbildern dabei geholfen werden, ihre Ausbildungsprogramme stärker an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anzupassen. Denn die berufliche Bildung hat insbesondere im ländlichen Raum eine besondere Bedeutung.

Das Projekt ist als „VET Schools Partnership Network Baden-Württemberg-Croatia“ dabei Teil einer Bildungsreform in dem Balkanstaat und bezieht Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern aus Baden-Württemberg mit ein.

Partnerschaft für Roma-Mütterzentren

Eher gesellschaftlichen Charakter hat ein Projekt, das dabei hilft, bulgarische und serbische Mütterzentren zu unterstützen und zu vernetzen. Übergeordnetes Ziel ist es, das Wohlbefinden und die soziale Inklusion von Roma-Frauen zu stärken und in den Mütterzentren Anlaufstellen zur Familienbildung zu schaffen. Das Projekt wird mit rund 54.000 Euro finanziert.

Besserer Umweltschutz durch Recycling

Nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Geldbeutel hilft ein Projekt der Plattform Umwelttechnik e.V. zusammen mit der ungarischen Gemeinde Miskolc. Hierbei wird die kommunale Entsorgungsfirma der Gemeinde beim Recycling von Umweltabfällen unterstützt. Ziel ist es, nicht kompostbierbare Fremdstoffe besser von den kompostierbaren Abfällen trennen zu können. Damit geht das Projekt eines der zentralen Probleme bei der Bioabfallverwertung an, um die wirtschaftlich tragfähige Vermarktung der erzeugten Komposte sicherzustellen. Die Donauraumstrategie unterstützt das Projekt mit 50.000 Euro.

Sechs weitere Projekte

Daneben gibt es noch weitere Projekte, die Baden-Württemberg im Rahmen der Donauraumstrategie unterstützt.

So soll zwischen Innovationsakteuren im Donauraum eine Koordinierungsplattform entstehen. Das Projekt wird mit 69.677 Euro gefördert. Serbische Gemeinden bekommen Unterstützung bei Anträgen für EU-Fördermittel für die Wasserinfrastruktur. Dafür stehen 52.180 Euro bereit. Mit knapp 20.000 Euro werden kommunalen Verwaltungen in Südosteuropa neue digitale Kompetenzen in der Verwaltung beigebracht. Ingenieure aus Moldawien und der Ukraine können Betriebspraktika in Baden-Württemberg machen, um dann später für die beteiligten Unternehmen Aufträge auszuführen. Dieses Projekt soll mit 60.000 Euro unterstützt werden. Um den Rat der Donaustädte und -regionen organisatorisch weiter zu entwickeln und besser zu vernetzen, stehen 30.000 Euro zur Verfügung. In den Städten Mohacs in Ungarn, Vukovar in Kroatien und Novi Sad in Serbien sollen grenzüberschreitenden Bürgerdialoge die Völkerverständigung und internationale Zusammenarbeit ausbauen. Dieses Projekt fördert die Donauraumstrategie mit 61.192 Euro.

Die Donauraumstrategie

Beteiligungstag zur Donauraumstrategie in Baden-Württemberg

Vierter Beteiligungstag zur Donauraumstrategie in Budapest

Quelle: red


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