Forschung

Wissenschaft unter neuen Rahmenbedingungen mit E-Science

„Der Ausbau einer leistungsfähigen, effizienten und innovativen Informationsinfrastruktur ist Voraussetzung für den Erfolg der wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes im nationalen und internationalen Wettbewerb, für Spitzenforschung und Exzellenz“, sagt Ministerin Theresia Bauer

Der Ministerrat hat in seiner Sitzung am Dienstag (29. Juli) der Bereitstellung von Mitteln der Zukunftsoffensive III in Höhe von 3,7 Millionen Euro zur Finanzierung des Ausbaus einer leistungsfähigen, effizienten und innovativen Informationsinfrastruktur für die wissenschaftlichen Einrichtungen in Baden-Württemberg zugestimmt.

„Innovation beginnt mit Wissenschaft. Hochschulen und außeruniversitäre Forschungs- und Informationsinfrastruktureinrichtungen benötigen eine gemeinsame E-Science-Infrastruktur, die dem Bedarf der Wissenschaft heute und in Zukunft entspricht. Deren Ausbau ist ein zentraler Baustein für Baden-Württembergs internationale Wettbewerbsfähigkeit als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort“, sagte Forschungsministerin Theresia Bauer.

In den letzten Jahren führt die Entwicklung digitaler Medien zu einer zunehmenden Vernetzung von Informations- und Forschungsinfrastruktur. Wissenschaftler müssen mit den neuesten Methoden und der dafür nötigen Infrastruktur arbeiten können, u.a. um die Absolventen der Hochschulen voll ausgestattet mit den für das 21. Jahrhundert erforderlichen Fertigkeiten in ein erfolgreiches Berufsleben entlassen zu können. Der Zugang zu Datenbanken, E-Journals und weiteren elektronischen Medien sowie die Nachhaltigkeit und Nachnutzung wissenschaftlicher Daten wird neben der Geräteausstattung ein immer wichtigerer Faktor für Forschungs- und Innovationsprozesse.

Ministerin Bauer: „In einem derart dynamischen Wachstumsbereich bedeutet Stillstand mittelfristig einen quantitativen und qualitativen Rückschritt“.

Das Wissenschaftsministerium habe die Fachdiskussion aufgegriffen und in einer bundesweiten Vorreiterfunktion Handlungsoptionen entwickelt, die für die nationale und internationale Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Lehre in Baden-Württemberg wichtig sind. Zentral sind dabei fünf Handlungsfelder:

  • Lizenzierung elektronischer Informationsmedien: Information ist der Rohstoff für die Wissenschaft. Forschung und Lehre hängen in ihrer Qualität in zunehmendem Maße von einem schnellen, umfassenden und direkten Zugang zu den weltweit verfügbaren Informationen (wissenschaftliche Publikationen, Datenbanken und Software) ab. Wenn digitale Medien nur lizenzpflichtig bereit gestellt werden können, sollen die Lizenzen konsortial für alle Hochschulen im Land verhandelt und beschafft werden.

  • Digitalisierung: Sie ermöglicht es, zeit- und ortsunabhängig mit dem kulturellen historischen Erbe zu arbeiten und dank der internationalen Vernetzung dieses Erbe immer wieder in neue Kontexte einzubetten. Digitalisierung ist ein wesentlicher Beitrag zur Beschleunigung der Forschung, zur Setzung neuer Forschungsimpulse und zur Erschließung historischen Materials.

  • Open Access: zielt auf eine für die Nutzer freie Zugänglichkeit und Nachnutzbarkeit von Forschungsergebnissen ab. Im Land sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, den internationalen Umgestaltungsprozess des wissenschaftlichen Publikationswesens als herausgehobener Akteur zu ermöglichen, zu fördern und aktiv mitzugestalten, um die Wahrnehmung der Forschungsergebnisse aus Baden-Württemberg weltweit zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes nachhaltig zu sichern und zu steigern.

  • Forschungsdatenmanagement: Forschungsdaten sind häufig einmalig und unwiederbringlich. Um - gerade auch im Hinblick auf die gewünschte und zunehmende Interdisziplinarität von Natur-, Geistes- und Lebenswissenschaften - Erhalt und Rekonstruktion sowie Nachvollziehbarkeit von Daten zu ermöglichen, ist ein Übergang von Forschungsdaten aus persönlichen in institutionelle oder die öffentliche Domänen notwendig. Handlungsbedarf besteht in den Bereichen: Nachhaltige Sicherung, Erschließung und Bereitstellung, Nachnutzung sowie langfristige Bewahrung von Daten. Angegangen werden sollen die Entwicklung von Standards, rechtliche Regelungen (insbesondere Datenschutz) und die Vermittlung von Kompetenzen des professionellen und nachhaltigen Umgangs mit Forschungsdaten in der Lehre.

  • Virtuelle Forschungsumgebungen: sind flexible Infrastrukturen, die es Forschern erlauben, die Potentiale elektronischer Medien und Technologien für das gemeinschaftliche Arbeiten zu nutzen und daraus auch neue Forschungsmethoden und -gegenstände zu entwickeln. Als integrative Plattform haben sie das Ziel, alle Schritte des Forschungsprozesses von der Projektidee über die Datensammlung und Auswertung bis zur Veröffentlichung und Nachnutzung zu unterstützen. Die Virtuellen Forschungsumgebungen stehen noch am Anfang der Entwicklung.
Staatssekretär Dr. Patrick Rapp
  • Wirtschaft

Rapp besucht niederländische Provinz Nordbrabant

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
  • Ländlicher Raum

19. Auswahlrunde der Förderlinie „Spitze auf dem Land!“

Ein Mitarbeiter arbeitet in der Produktion an einer Zelle für eine Elektroauto-Batterie. (Bild: dpa)
  • Forschung

Land fördert Batterieforschung mit 7,2 Millionen Euro

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
  • Innovation

Innovation Park AI präsentiert sich in Berlin

Gruppenbild anlässlich der vierten Jahresveranstaltung des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg in Heilbronn
  • Gesundheit

Land bringt Nutzung von Gesundheitsdaten voran

Ein 3D-Drucker fertigt eine Halterung für einen Gesichtsschutz.
  • Forschung

Land fördert 18 Prototypen mit 6,3 Millionen Euro

Neubau European Institute for Neuromorphic Computing an der Universität Heidelberg, Außenansicht
  • Hochschule

Neues Institut zur Erforschung neuromorpher Computer

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
  • Forschung

19 Nachwuchswissenschaftler gefördert

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
  • Kunst und Kultur

Landespreis für Heimatforschung 2022 verliehen

Der Landeswettbewerb „RegioWIN 2030“ (Bild: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)
  • Innovation

Land fördert Leuchtturmprojekt „Zukunft.Raum.Schwarzwald“

Eine junge Frau mit gelbem Pullover hält ein Smartphone in der Hand.
  • Kunst und Kultur

Online-Plattform für Kunstwerke gestartet

Porträt von Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
  • Klimaschutz

Austausch zur Umsetzung des Green Deal

Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts Stuttgart hält eine Platte mit Gewebekulturen in seinen Händen. (Bild: Michele Danze / dpa)
  • Forschung

Landesforschungspreis geht nach Karlsruhe und Heidelberg

Baden-Württemberg Stiftung (Bild: Baden-Württemberg Stiftung)
  • Baden-Württemberg Stiftung

37 Millionen Euro für Forschung, Bildung, Gesellschaft und Kultur

Eine Broschüre mit dem Titel Güterverkehrskonzept wird in die Kamera gehalten während im Hintergrund Menschen sitzen.
  • Güterverkehr

Transportwende gemeinsam gestalten

Ein Mitarbeiter testet einen Lackierroboter (Bild: © dpa).
  • Innovation

Dänische Delegation besucht Technologietransfer-Projekte

Zwei Mediziner*innen stehen vor Bildschirmen mit MRT-Aufnahmen des Herzens.
  • Gesundheit

Neues Digitales Herzzentrum mit Forschungsinstitut

Mitarbeiter des Bereichs der atmosphärischen Aerosolforschung beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) arbeiten im Wolkenlabor an der Anlage für Aerosol Interaktionen und Dynamik in der Atmosphäre (AIDA). (Foto: dpa)
  • Forschung

EU-Forschungsförderung unterstützt vier Landesprojekte

In einem ärztlichen Labor untersucht eine Frau eine Probe am Mikroskop.
  • Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut setzt sich für Umsetzung von EU-Verordnung ein

Minister Manne Lucha hält Rede vor Publikum bei Eröffnung eines Reallabor in Karlsruhe
  • Gesundheit/Pflege

Künstliche Intelligenz in Gesundheit und Pflege

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
  • Forst

44. Fachtagung Holzbau

  • Ressourceneffizienz

Kongress zu Ressourceneffizi­enz und Kreislaufwirtschaft

In einem ärztlichen Labor untersucht eine Frau eine Probe am Mikroskop.
  • Gleichstellung

Bilanzgespräch des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“

Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)
  • Wirtschaft

Land fördert Technologietransfermanager

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit dem Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom (rechts), in Sacramento.
  • Delegationsreise

Kretschmann zieht positive Bilanz seiner USA-Reise